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#1 2021-07-15 14:35:42

gnlpfth
Member
Registered: 2014-09-03
Posts: 53

ÖPNV Wien - verkürzte Linienwege

Hallo allerseits,

auf der Wiki-Seite Öffentlicher Nahverkehr findet sich im Abschnitt Routen seit ein paar Wochen die Formulierung

Es sollte immer der längste zusammenhängende und so befahrene Fahrtweg gemappt werden; dieser deckt automatisch alle kürzeren Varianten mit ab.

Interessant finde ich das, weil insbesondere das Wiener Busnetz, aber auch das im Wiener Umland, regelrecht überflutet ist mit Fahrtvarianten, die in vielen Fällen nur Ein- oder Ausrückfahrten sind. Mit Verweis auf diese Formulierung könnte man da ordentlich aufräumen.

Weiß jemand, wie belastbar das obige Zitat ist? Gibt es da einen Konsens oder sogar einen Beschluss dazu?

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#2 2021-07-15 21:43:53

stefanct
Member
From: Vienna
Registered: 2012-12-21
Posts: 37

Re: ÖPNV Wien - verkürzte Linienwege

Das Thema ist grundsätzlich umstritten. Insofern ist da eine Wiki-Zeile - noch dazu im Deutschen Teil - sicher nicht ausreichend, da irgendwas zu entfernen, was grundsätzlich wahrheitsgemäß drinnen ist IMHO. Es besteht bei einigen sehr offensichtlich der Wunsch das zu mappen. Ich würde die genannte Zeile auch so interpretieren, dass es da um Routen geht, die grundsätzlich überlappend sind, wobei eine aber länger ist. In *diesen* Fällen wünscht sich der Autor keine Extrabehandlung... und widerspricht damit dem Proposal¹ und wohl auch der Praxis, "cool" (aka sollte man im Wiki ändern nicht in der DB wink

Zu den Ein- und Ausrückfahrten habe ich im Wiki nichts Explizites gefunden. Auch wenn man nach "return to depot" o.ä. im Kontext OSM sucht, findet man nicht wirklich etwas. Traditionell ist das bei uns immer schon detaillierter gemappt worden. Manchmal auch "zu detailliert" - wenn Stationen und Linien drinnen waren, die erst gebaut werden usw.
Im momentan"gültigen" Proposal wird allgemein von Varianten gesprochen, wobei hier nur explizit Unterschiede zwischen Routen an verschiedenen Wochentagen als Beispiel genannt werden.

Ich denke es wäre besser sich mit PT-Mappern auszureden, wie man das so mappen kann, so dass der Unterschied klar ist. Das Naheliegendste wäre bei diesen Routen etwas anderes als route=bus zu verwenden, z.B. route=bus_depot oder so etwas Ähnlichem. Es bleibt für mich aber auch da die wichtigste Frage offen: Wo soll die Grenze gezogen werden? Eine möglichst exakte Definition, was eine Einrückfahrt ist (oder andersrum, was eine route=bus ist), wäre wünschenswert, aber wird wie immer nur schwer weltweit anwendbar sein.

2: "Each direction of a route should be tagged as a separate relation. If a route has several variants (e.g. different way at weekend), these variants should also be in separate relations."

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#3 2021-07-16 11:03:18

Kevin Kofler
Member
Registered: 2019-11-25
Posts: 47

Re: ÖPNV Wien - verkürzte Linienwege

Mein Standpunkt:

  • Planmäßige Kurzführungen als eigene Relationen zu taggen, ist eher sinnlos, verursacht aber keine größeren Probleme. Das ist nur sehr nervend, wenn man in der Relation etwas editieren muß.

  • Kurzführungen müssen nur getrennt gemappt werden, wenn keine der Varianten eine Teilmenge der anderen ist, sondern sie nur überlappen, z.B. N49 wochentags Oper – Hütteldorf Bujattigasse über Hütteldorfer Straße (Ⓤ, die wochentags nicht fährt) und wochenends Hütteldorfer Straße Ⓤ – Auhof über Hütteldorf Bujattigasse. Nur der Abschnitt Hütteldorfer Straße Ⓤ – Hütteldorf Bujattigasse ist gemeinsam. Da braucht es auf jeden Fall beide Relationen. Bei Fällen wie dem N46 (wochentags nur Oper – Joachimsthalerplatz, wochenends weiter zur Klinik Penzing (vormals Otto-Wagner-Spital)) läßt sich diskutieren, ob ein getrenntes Mapping sinnvoll und notwendig ist, es ist aber nicht falsch.

  • Außerplanmäßige Kurzführungen hingegen sollten grundsätzlich nicht gemappt werden, weil es quadratisch viele Kombinationen aus Start- und Endpunkt sind (→ nicht wartbar) und weil sie eben nicht planmäßig sind.

  • Auch Ein- und Ausrückfahrten, Schulkurse (bei Linien im Stadtbereich, die regelmäßig fahren und nur 1-2 mal am Tag als Schulkurs) und ähnlich sollten grundsätzlich nicht gemappt werden, besonders, wenn diese über die Stammstrecke anderer Linien führen! Das verwirrt jeden Renderer und jede andere Anwendung (z.B. Routing), und damit indirekt auch alle Menschen, die diese Renderings bzw. Anwendungen benutzen, wenn an einer Stelle eine Linie eingetragen ist, die dort 99% der Zeit nicht fährt, zusätzlich zu den Linien, deren Stammstrecke das eigentlich ist. Wenn so etwas gemappt ist, bin ich dafür, die Relation entweder komplett zu löschen oder so umzutypisieren, daß sie auf den ÖPNV-Karten (öpnvkarte.de, Thunderforest Transport usw.) nicht mehr gerendert und hoffentlich auch von Routing-Applikationen ignoriert wird.

(Meine beiden Beispiele sind Nachtbusse in Wien. Grundsätzlich gilt Obiges aber für Öffi-Linien überall. Nur Schulkurse sind halt am Land evtl. weniger eine Ausnahme als in Wien.)

Last edited by Kevin Kofler (2021-07-16 11:12:15)

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