Sachsenforst Stelle: rechtliche Schritte gegen Online-Kartendienste?

Das hatte ich auch so erwartet, schließlich ist Sachsen eines der Länder, die uns auch Luftbilder und andere Daten (wenn auch sehr beschränkt) zur Verfügung stellt.

Danke! Miteinander reden löst Probleme - übereinander reden schafft erst welche!

VG

Sorry. Ich kann die Teile dieses fließenden Übergangs von der Rhön zum Ural noch nicht vollständig auseinanderhalten. Künftig werde ich „gegenüberliegende Ecke Deutschlands“ schreiben (von Hessen aus ist das ja praktisch jede).

–ks

Sollte ein solcher Weg nicht zusätzlich als abandoned gekennzeichnet werden im Sinne von “noch vorhanden aber stillgelegt”? Das aber natürlich nur, wenn er nicht von z.B. den Rangern weiterhin noch genutzt wird.

Was sollte dieses “mehr” sein? Wie ich bereits geschrieben habe, sollte meiner Meinung nach ein Weg, der komplett aus der Nutzung genommen werden, als abandoned gekennzeichnet werden. Das hat auch gegenüber einer Löschung den Vorteil, dass die Versuchung nicht so groß ist, diesen Weg wieder einzuzeichnen, weil man ihn ja vor Ort gesehen hat. Gegenüber einem reinen access=no den Vorteil, dass diese Wege wahrscheinlich tatsächlich komplett aus der Nutzung genommen sind und nur noch so lange sichtbar bestehen bleiben, bis sie nach und nach zugewachsen sind, was etwas anderes ist, als wenn ein Weg weiterhin instand gehalten wird wie z.B. bei Wegen in militärischen Sperrgebieten.

+1. Ich finde auch, hier wird vollkommen unnötig Panik erzeugt.

Wir müssen uns längst nicht alle Schuhe anziehen, die in der Ausschreibung angesprochen werden, vor allem nicht das mit den rechtlichen Schritten gegen Autoren. Und wenn ein Forum dazu aufruft, ohne Rücksicht auf die Tierwelt am Platz xy zu boofen, dann stehe ich voll hinter jedem, der rechtlich dagegen vorgeht, denn das ist eine Rücksichtslosigkeit der Natur gegenüber. Wir tun das aber nicht. Hoffe ich doch.

Wenn sie dort einen schweizsächsisch-elbsandsteingebirglichen Hauptamtlichen dafür einstellen, unter anderem mit uns das Gespräch zu pflegen, um gemeinsam gute Lösungen für bestehende Probleme zu finden, dann finde ich das vorbildlich. Für den im Titel unterstellten Vandalismus sehe ich dort keinerlei Anlass. Wenn es dennoch dazu kommen sollte, werden wir das unterbinden, und vorher können wir es sowieso nicht verhindern, also wozu die Aufregung?

–ks

Hallo ruena, du solltest bitte belegen, woher du dieses Wissen hast. Gerade hier im Forum angemeldet (https://forum.openstreetmap.org/profile.php?id=110905) und dann aus der Anonymität heraus mit derartigen Unterstellungen arbeiten - das missfällt mir persönlich. :frowning:
Ich lasse mich aber gern überzeugen und bin gespannt auf deine Argumente.

Gruß Uwe

edit:… und bitte bei der Gelegenheit den Titel ändern. Dieser ist keine Basis für eine vernünftige Kommunikation!

Anleitung: Im ersten Beitrag auf „Bearbeiten“ klicken. Das kann nur der Ersteller des Beitrages oder ein Mod.

–ks

Ich denke und hoffe, daß man das auch so entsprechend erkannt hat.

Nur finde ich die Tätigkeitsdarstellung (TD) in Teilen doch schon ganz schön straff… Besonders stechen mir da die Punkte drei bis sechs ins Auge. Der Knaller ist natürlich Punkt Acht. Ich weiß aber auch nicht, wie man sich das im Gesamten vorstellt… Für mich ist man da übers gewollte Ziel etwas hinausgeschossen. Im übrigen würde für mich die TD eine unbefristete Vollzeitstelle rechtfertigen.

In meinen Augen ist alleine damit aber eine unnötige Drohkulisse aufgebaut worden, die so nicht hätte sein müssen… Das riecht mir auch etwas nach dem Hintergedanken, daß alle Anbieter das zu tun und zu lassen haben sollen, was der Nationalpark sagt und alle haben sich die Infos kostenpflichtig nach entsprechenden Entgeldverzeichnissen zu beschaffen (und zu lizensieren?).

Punkt vier setzt übrigens da an, was ich in meinem Beitrag dazu hier: https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?pid=770474#p770474 gemeint habe… Ich vermisse bei den WebAtlasSN-Daten, als auch bei der DTK eine entsprechende Darstellung gesperrter Wege… Ich kenne jetzt zwar nicht die Aktualisierungszyklen der DTK in Sachsen, die Grundaktualität ist aber dort Stand 2016 (!) Die DTK-Kacheln sind Januar bis März gerechnet worden. Das lässt sich im Geoportal recherchieren.

Ich sehe das genauso, nur wir mit OSM-Hintergrundwissen, könnten diesen Punkt acht in der TD auch anders interpretieren. Ich hoffe sehr, daß ich mich irre.

Sven

@ruena: Könntest du bitte den Threadtitel ändern … insbesondere das Wort “OSM-Vandale” ist sehr abwertend und vermutlich auch sehr subjektiv. Danke.

+1

… da ruena nicht reagiert, sollte hier mal ein Moderator tätig werden.

VG Uwe

Hallo,

ich habe den Thread jetzt einmal gemeldet, damit die Moderatoren des deutschen Forums Bescheid wissen.

Viele Grüße

Michael

hätte ich auch selbst drauf kommen können :roll_eyes:
Danke!:wink:

Hi Ihr,

danke für das Nachfragen beim Nationalpark. Jetzt haben wir wenigstens ein Lippenbekenntnis zu OSM. Ein OSM-Mapper wird mit der Ausschreibung aber nicht gesucht, vielmehr geht es um “Nationalparkkonformität”, “Einwirken auf die Autoren” und “rechtlicher Schritte”.

Ob ein Weg im Gelände vorhanden ist dürfen wir Mapper nicht vor Ort Prüfen: der Nationalpark denkt zu Falschwanderern (nicht nur Falschboofern) nämlich: „Aus 50,00 € Bußgeld machen die sich doch nichts draus“ – „50,00 € sind zu wenig, 500,00 €“ – „Und wenn dass auch noch nicht reichen sollte, Einsperren.“ http://www.boehmwanderkarten.de/natura/is_natura_wegekommission.html

Also, den neuen “Mapper” bitte nett empfangen, aber nicht blind Vertrauen.

P.S. Habe den Titel angepasst.

P.P.S. Hetzt mich nicht so mit den Antworten, ich bin immerhin der älteste Mapper hier (jedenfalls älter als uvi und Nakaner)

Ich denke die Vorbehalte und unterschiedlichen Erwartungen sind ausreichend zum Ausdruck gebracht.

Jetzt gilt es abzuwarten, wie die noch zu suchende Person tatsächlich an die Aufgabe herangeht.

PS: Mußtest Dich nicht hetzen - hatte als Moderator den Titel schon moderater abgeändert. Bitte sieh von einer erneuten Verschärfung ab, wir wollen ja keine Eskalation hier.

Das wird ein Kommentar auf Kneipenniveau gewesen sein.

Wege die direkt von legalen Wegen abgehen, kann man noch prüfen. Bei tiefer liegenden Wegen wird das schwieriger sein. Vielleicht solange drinlassen bis es keine Verbindung mehr zu offiziellen Wegen gibt.

Und ich gehe weiterhin davon aus, dass sich das gegen Wildboofer-Webseiten wendet und nicht gegen OSM.

–ks

es scheint Handlungsbedarf zu geben:
https://www.facebook.com/polizeisachsen.info/posts/1121495658053262?comment_id=1123257781210383&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D

Willst Du eine Ausnahmegenehmigung? :roll_eyes:

Hallo, in diesem Zusammeng mache ich mal einen e-mail-Verkehr aus 2017 mit einem Mitarbeiter von HessenForst öffentlich,
auch um die Motivation der Menschen in diesen Behörden zu beleuchten.
Zum Verständniss: HessenForst betreut im Auftrag der Oberen Naturschutzbehörden rund 760 Naturschutzgebiete (NSG) in Hessen.
Der Mitarbeiter hatte eine seltsame OSM-Fehlermeldung in einem NSG gesetzt, und dort seine mail-Adresse hinterlassen, auf meine Nachfrage:

[…]
bei dem Gebiet handelt es sich um ein Naturschutzgebiet mit Wegegebot. Daher sind eingezeichnete Trampelpfade wenig hilfreich, wenn man als Amtsperson die Menschen auf offizielle Wege verweisen muss.

Hinsichtlich der Verkehrssicherung ergeben sich weitere Probleme (alte u. ggf. abgestorbene Bäume mit herabfallenden Ästen z.B.), wenn die Öffentlichkeit zur Annahme verleitet wird, dass diese Wege „offizielle ausgewiesene Wege“ seien. Aktuell werden wir jetzt einen alten Baum fällen müssen, nur weil ein Trampelpfad diesen tangiert und keiner die Verantwortung bereit ist zu tragen, falls es zu einem Unfall kommt. Dies ist in einem Naturschutzgebiet, wo ja gerade diese Bäume erhalten werden sollen sehr schade.

Schön wäre, wenn nur „offizielle Wege“ in der Karte abgebildet würden; hier ist gerne auch der Naturpark Habichtswald, vertreten durch meinen Kollegen […] behilflich.

Ich bin dankbar, dass Sie mit mir Kontakt aufgenommen haben und bin gerne bereit Sie ggf. auch mit Hilfe der Oberen Naturschutzbehörde bei der Kartenbearbeitung zu unterstützen. Ich denke, dass dieses Problem auch in anderen Bereichen von (Naturschutz-) Gebieten besteht und würde mich über eine Zusammenarbeit freuen.
[…]


Meine Antwort im allgemeinen Kern

[…]
und dass ich für ihr Anliegen, ein Betretungsverbot bzw. Wegegebot auch durchzusetzen, durchaus Verständnis habe.

ABER:

  1. OSM ist ein Gemeinschaftsprojekt und ich kann hier nur für mich und nicht für Andere sprechen oder agieren.
  2. Ein Grundprinzip des Projektes ist, dass eingearbeitet wird, was vor Ort (“on the ground”) vorhanden ist, also die Welt wie sie ist, und nicht wie sie sein sollte.
    So werden auch Gebäude aufgenommen, die als Schwarzbau entstanden sind, und eben auch Wege die “ínoffiziell” entstanden sind.

Es ist keineswegs so, dass die Erfassung derartiger Wege in OSM zu deren Entstehung oder Erhalt dienen soll. OSM hat da keine Agenda, sondern dokumentiert schlicht den ist-Zustand.
Wenn sie derartige Wege beseitigen wollen, müssen sie dies vor Ort tun, sprich die Zugänge beispielsweise mit Totholz und dornigen Bromberranken konsequent verrammeln, ggf. halt mehrfach,
eine “Beseitigung auf der Karte” bringt da doch rein gar nichts.
Und wenn sie ihre Sperrmaßnahme kontrolliert haben, und diese erfolgreich war, sprich ein bisher genutzter Weg nicht mehr genutzt wird und zuwächst,
dann können sie einen Kartenfehler melden und dann wird dieser Weg auch aus OSM entfernt werden.
[…]


Danach ergab sich noch ein sachlicher Austausch zum konkreten Einzelfall,
wir sind im Guten geschieden, und ich habe seitdem nichts böses von HessenForst gehört.

Grüße Jo