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#1 2019-03-28 15:43:59
- Wegabschneider
- Member

- From: Palatina
- Registered: 2010-02-07
- Posts: 287
Wehr und Hochwasserschutz
Hallo.
Gestern bin ich auf ein solches Bauwerk gestossen. Ein breites Wehr und basin. Ich schätze ein Bauwerk für den Hochwasserschutz. Die Überflutungsfläche ist langgestreckt unter der Hochspannungsleitung in Richtung Norden. Mit mehreren Durchlassröhren.
https://osm.org/go/0DaogWa3J--
Ich habe das erst einmal als basin beschrieben und nur den südlichen Teil kartiert, wie seht ihr das?


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#2 2019-03-28 16:28:08
- Mammi71
- Member
- Registered: 2018-06-25
- Posts: 2,625
Re: Wehr und Hochwasserschutz
Ich würde das Wehr nicht auf die Mittellinie des/der Queich setzen, sondern neben den Fluss an die Uferlinie.
Von der Bauweise würde ich sagen ein Hochwasser-Entlastungsbauwerk. basin halte ich für OK. Intermittend muss man sich gut überlegen, wenn man jede Fläche die bei Hochwasser überschwemmt werden könnte, so mappt wäre das too much. Hier m.E. aber vertretbar.
Die Durchlässe sind m.E. ganz normale Durchlässe. tunnel=culvert. Auf einigen Luftbildern sieht man in der Schneise sogar einen Wasserlauf, den würde ich sogar intermittend setzen. Von den Durchlässen hat's mindestens 3, die Wege würde ich auf embankment setzen. Ob das eher (Quer-)Deiche oder Dämme sind muss man sich vor Ort ansehen. Beidseitig des Flutgrabens scheint es Deiche zu geben.
Ist das Wehr doppelt?
Last edited by Mammi71 (2019-03-28 16:29:40)
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#3 2019-03-28 18:10:49
- mr glee
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- From: Severity Town
- Registered: 2016-04-25
- Posts: 107
Re: Wehr und Hochwasserschutz
auf dem ersten blick hätte ich auch auf "rückhaltebecken" und dergl. gedacht. mir scheint es aber vor ort etwas komplizierter zu sein... die gegend dort ist wohl ein ein naturschutzgebiet mit besonderer vergangenheit.
diese bauwerke "könnten" bestandteile zum erhalt der dortigen -rieselwiesen- sein... also elemente zur zeitweiligen bewässerung?!
etwas zum lesen aus der gegend:
http://www.natura2000.rlp.de/steckbrief … FH6715-302
edit:
https://www.intwater.uni-freiburg.de/si … eichunesco
(das ganze wird ua auch als ein nationales Immaterielles Kulturerbe angesehen. nicht schlecht... )
Last edited by mr glee (2019-03-28 18:24:35)
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#4 2019-03-28 21:26:48
- Mammi71
- Member
- Registered: 2018-06-25
- Posts: 2,625
Re: Wehr und Hochwasserschutz
Ich kenne sowas ähnliches in Leipzig, allerdings eine Dimension größer:
https://www.openstreetmap.org/way/36880083
https://de.wikipedia.org/wiki/Leipziger … auwerk.jpg
Dient einerseits der Entlastung des Flutbettes bei Hochwasser, andererseits kann und soll dies in Zukunft auch genutzt werden, um den Auenwald mehr oder weniger regelmäßig zu überfluten, um so die natürliche Charakteristik des Auenwaldes zu fördern.
Zum Queich weiß Wikipedia:
Die Wässerwiesen entlang der Queich werden in einer Kooperation aus Landwirtschaft, Gemeinden und Naturschutzverbänden als rheinland-pfalzweites Pilotprojekt (u. a. Natura 2000-Projektgebiet) auf vielen hundert Hektar in einem kleinflächigen Mosaik nach historischen Wässerrechten mehrmals jährlich zwischen April und August flach überflutet. Wichtigster Akteur ist die „Interessengemeinschaft Queichwiesen“. Die Wässerwiesen sind Lebensraum der größten rheinland-pfälzischen Weißstorchpopulation.
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#5 2019-03-29 13:57:25
- Wegabschneider
- Member

- From: Palatina
- Registered: 2010-02-07
- Posts: 287
Re: Wehr und Hochwasserschutz
Hallo,
ja das Gebiet dort hat einiges zu bieten.
Ich habe in den vergangenen Wochen die großen Wehre der Queichwiesen aufgesucht und fehlende kartiert, ebenso Wasserläufe und Geländenamen, etc. Ich habe noch nie so viele Schilder an Bäumen mit Gewannamen gesehen wie dort. Außerdem geben Landwirte und Bewohner gerne Auskunft.
Ich habe heute das Überflutungsbecken besichtigt. Es verbindet zwei Fließgewässer. Im südlichen Gebiet fließt tatsächlich etwas Wasser. Zum einen durch Undichitgkeit des Wehrs zum anderen durch etwas Grundwasserzufluss. In der Druslach kommt jedoch zur Zeit nichts an.

Im Bild die Druslach ( https://osm.org/go/0DaoO7pGN-- ). Von rechts ist das Gelände eingetieft. Der Bereich der Überflutung ist an den Rändern nicht per Deich begrenzt, sondern der Bereich zwischen Queich und Druslach ist vertieft worden.
Last edited by Wegabschneider (2019-03-29 14:20:49)
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