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#1 2016-10-08 19:26:19

geow
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Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Aktuell gibt es einige bemerkenswerte Änderungssatz-Diskussionen in Deutschland

https://www.openstreetmap.org/changeset/42692304
https://www.openstreetmap.org/changeset/42657611

Zitat von Mapper ulilu

Der autoritäre Gundton im Schafspelz eines diffusen community-Gedanken erstaunen mich sehr. Das ist in anderen Zonen des zu kartierenden Planeten zum Glück ganz anders; das sollte Dir/Euch zu denken geben.

Angesichts dieser Diskussionen frage ich mich, ob wir einen Verhaltenskodex brauchen, um freundlicher, konstruktiver und respektvoller miteinander umzugehen? Etwa sowas wie

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Comm … ct_(Draft)

Ich habe, wie "ulilu", auch den Eindruck, dass in deutschsprachigen in Änderungssatz-Diskussionen häufiger genörgelt und kritisiert wird, jedenfalls im Vergleich zum anglo-amerikanischen Raum oder z.B. in Italien, dort gibt's auch regelmäßig Lob und sogar Willkommensadressen für Newbies, was bei uns eher die Ausnahme ist.


Glück auf!
geow

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#2 2016-10-08 20:53:07

MHohmann
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

So weit ich das sehe, hat "ulilu" in diesen Changesets Mapping für den Renderer betrieben, indem er (korrekt gemappte) ref-Tags gelöscht hat, damit die ref=* nicht mehr auf der Karte erscheint, und wurde dafür - völlig zu Recht - darauf hingewiesen, dass solche Löschungen nicht der Mappingpraxis entsprechen. Wenn er daraufhin den Vorwurf erhebt, "autoritär" behandelt zu werden, sollte er sich nicht wundern, wenn die Reaktion auf diesen Vorwurf genau so wenig positiv ausfällt wie auf seine unsinnigen Löschungen.

Sicher kann man auch gute Changesets loben, dagegen hat ganz sicher niemand etwas. Aber genau so gehört natürlich auch (berechtigte) Kritik in die Changeset-Diskussionen. So weit ich mich erinnere, wurden sie ja dafür überhaupt erst eingebaut, und dort ist auch der geeignetste Ort dafür, damit der Ersteller des Changesets sie auch im Zusammenhang zugestellt bekommt.

Dass die Diskussionskultur in deutschsprachigen Foren und Mailinglisten generell nicht die höchste ist, ist ja kein rein OSM-spezifisches Phänomen. Das findet man beim hiesigen Forum und Mailinglisten ganz genau so wie auch anderswo.


SotM Baltics, 3.-4. August 2013, Tartu, Estonia: amenity=university, mappers=yes

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#3 2016-10-08 21:00:23

wambacher
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

MHohmann wrote:

So weit ich das sehe, hat "ulilu" in diesen Changesets Mapping für den Renderer betrieben, indem er (korrekt gemappte) ref-Tags gelöscht hat, damit die ref=* nicht mehr auf der Karte erscheint, und wurde dafür - völlig zu Recht - darauf hingewiesen, dass solche Löschungen nicht der Mappingpraxis entsprechen. Wenn er daraufhin den Vorwurf erhebt, "autoritär" behandelt zu werden, sollte er sich nicht wundern, wenn die Reaktion auf diesen Vorwurf genau so wenig positiv ausfällt wie auf seine unsinnigen Löschungen.

Dazu kommt noch - zumindest bei mir - dass man schon früher Kontakt hatte und dieser (für mich) nicht zufriedenstellend abgeschlossen wurde. Trifft man dann auf so einen "alten Bekannten", fällt es einem schon mal schwer, "lieb und brav" bei Null anzufangen.

Gruss
walter

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#4 2016-10-08 21:57:48

seichter
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

geow wrote:

Zitat von Mapper ulilu
Der autoritäre Gundton im Schafspelz eines diffusen community-Gedanken erstaunen mich sehr. Das ist in anderen Zonen des zu kartierenden Planeten zum Glück ganz anders; das sollte Dir/Euch zu denken geben.

Angesichts dieser Diskussionen frage ich mich, ob wir einen Verhaltenskodex brauchen, um freundlicher, konstruktiver und respektvoller miteinander umzugehen? Etwa sowas wie

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Comm … ct_(Draft)

Ich habe, wie "ulilu", auch den Eindruck, dass in deutschsprachigen in Änderungssatz-Diskussionen häufiger genörgelt und kritisiert wird, jedenfalls im Vergleich zum anglo-amerikanischen Raum oder z.B. in Italien, dort gibt's auch regelmäßig Lob und sogar Willkommensadressen für Newbies, was bei uns eher die Ausnahme ist.

Das hieß früher mal "Netikette", ist aber stark in Vergessenheit geraten. Ein Verhaltenskodex ist eine freundliche Empfehlung, mehr nicht. Ob der Umgangston dadurch "besser" wird, weiß ich nicht.

Bei einem Projekt, an dem so viele mitarbeiten, sind naturgemäß unterschiedliche Naturelle vertreten, manche halt auch etwas rauher im Umgangston. Das sollte man tolerieren können, solange es nicht persönlich wird.

Zum Sie/du-Problem: Das "du" im deutschen Internet ist historisch eher als Missinterpretation des englischen "you" entstanden, ist aber halt so üblich. Ich sehe ein "Sie" als mindestens so höflich an, eine autoritäre Zwangs-Anrede geht mir eigentlich gegen den Strich, auch wenn sie aus der Anti-Autoritäts-Bewegung hergeleitet werden kann. Also auch hier: tolerieren.

Zum auslösenden Konflikt selbst: Wenn ein Mapper auf seinem Stil beharrt und andere Ansichten ignoriert, wird es schwierig.
Ich lösche z.B. nur objektiv falsche oder eindeutig überflüssige Tags wie layer=0, aber nicht solche, die nur redundant sind wie ref an Straßen oder Adressen an POIs, egal ob ich selbst sie setzen würde oder nicht.
Bei Relationen ist meine Devise "so viel wie nötig" und nicht "so viel wie möglich".
Wartbarkeit geht für mich vor Eleganz.

"Freundlicher, konstruktiver und respektvoller" Umgang mit anderen Mappern ist eben auch der Respekt vor deren Arbeit und welchen Aufwand jemand später mit "meinem Stil" hat.

[edit] Auf Wunsch Referenz zu Zitat eingefügt.

Last edited by seichter (2016-10-09 09:40:38)

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#5 2016-10-08 22:34:56

woodpeck
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

geow wrote:

Zitat von Mapper ulilu

Der autoritäre Gundton im Schafspelz eines diffusen community-Gedanken erstaunen mich sehr. Das ist in anderen Zonen des zu kartierenden Planeten zum Glück ganz anders; das sollte Dir/Euch zu denken geben.

Angesichts dieser Diskussionen frage ich mich, ob wir einen Verhaltenskodex brauchen, um freundlicher, konstruktiver und respektvoller miteinander umzugehen?

Mir hat diese Diskussion aus einem anderen Grund Anlass zur Sorge gegeben. Offenbar hat dieser wortgewandte Mapper "ulilu" im Laufe der letzten Jahre eine ganze Menge Leute vergrätzt. Anlass zu dieser Diskussion gab das Mapping (und das überhebliche Unterlassen von Kommunikation) in Teddy73s Heimat. Aber auch wambacher hatte sich mit durchaus berechtigter Kritik schon vor langem an "ulilu" gewandt und wurde ignoriert; harmor hatte Schwierigkeiten mit diesem Nutzer; aber irgendwie ist die Sache immer "unter dem Radar" geblieben, jeder hat es einzeln mit "ulilu" aufgenommen und irgendwann einfach aufgegeben.

Ich frage mich: Wie viele weitere solche Fälle gibt es, in denen ein Mapper sich mit kritikwürdiger Mappingpraxis reihum unbeliebt macht und dann einfach weiterzieht? Wo brodelt es noch überall unter der Oberfläche, und was kann man machen, um solche Sachen früher zu bemerken und irgendwie zu schlichten?

Mir graust ehrlich gesagt bei dem Gedanken, dass jemand, der seit 2007 dabei ist, es ganz normal findet, "ref"-Tags zwecks schönerer Kartendarstellung zu löschen (und dass dieser Mapper dann auch noch "entwicklungshilfemäßig" unterwegs ist und diese Kultur eventuell noch exportiert). Offenbar gibt es selbst in den Bereichen, wo die Community sich im Prinzip einig ist, immer noch eine Menge Leute, die von dieser Einigkeit nichts wissen (oder nichts wissen wollen).

Hier muss die Kommunikation dringend verbessert werden, aber ich weiss auch nicht wie am besten.

Bye
Frederik

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#6 2016-10-09 00:31:48

maxbe
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

seichter wrote:

Das hieß früher mal "Netikette", ist aber stark in Vergessenheit geraten. Ein Verhaltenskodex ist eine freundliche Empfehlung, mehr nicht. Ob der Umgangston dadurch "besser" wird, weiß ich nicht.

Bei einem Projekt, an dem so viele mitarbeiten, sind naturgemäß unterschiedliche Naturelle vertreten, manche halt auch etwas rauher im Umgangston. Das sollte man tolerieren können, solange es nicht persönlich wird.

Das fällt bei Changeset-Kommentaren schwer: Die nehme ich persönlich, denn es wird meine Arbeit öffentlich kommentiert, obwohl die ausser dankbarer Zustimmung keines Kommentars bedarf. Oder ich muss kommentieren, weil mal wieder einer alles falsch macht in einem von mir beobachteten Bereich, in dem ich besonders qualifiziert bin, weil es meine Gegend oder mein OSM-Spezialgebiet ist. Das ist etwas anderes, als hier im Forum über weit entfernte oder abstrakte Dinge zu reden.

Ich schreibe deshalb keine Kommentare, sondern lieber (selten) Messages. Da reagieren die Leute gelassener aber natürlich hat man dann später keine öffentliche Historie meiner Diskussionen...


Grüße
Max

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#7 2016-10-09 09:55:12

seichter
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

maxbe wrote:
seichter wrote:

Bei einem Projekt, an dem so viele mitarbeiten, sind naturgemäß unterschiedliche Naturelle vertreten, manche halt auch etwas rauher im Umgangston. Das sollte man tolerieren können, solange es nicht persönlich wird.

Das fällt bei Changeset-Kommentaren schwer: Die nehme ich persönlich, denn es wird meine Arbeit öffentlich kommentiert, obwohl die ausser dankbarer Zustimmung keines Kommentars bedarf. Oder ich muss kommentieren, weil mal wieder einer alles falsch macht in einem von mir beobachteten Bereich, in dem ich besonders qualifiziert bin, weil es meine Gegend oder mein OSM-Spezialgebiet ist. Das ist etwas anderes, als hier im Forum über weit entfernte oder abstrakte Dinge zu reden.

Ich schreibe deshalb keine Kommentare, sondern lieber (selten) Messages. Da reagieren die Leute gelassener aber natürlich hat man dann später keine öffentliche Historie meiner Diskussionen...

Kann ich verstehen - ich halte es ähnlich.
CS-Kommentare sind ähnlich öffentlich wie das Forum. Das wird aber (in der Regel) nicht als Pranger verstanden/genutzt.
PNs haben per se keine Pranger-Attitüde.

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#8 2016-10-09 11:26:26

wambacher
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

seichter wrote:

Kann ich verstehen - ich halte es ähnlich.
CS-Kommentare sind ähnlich öffentlich wie das Forum. Das wird aber (in der Regel) nicht als Pranger verstanden/genutzt.
PNs haben per se keine Pranger-Attitüde.

Stimmt, aber wenn die PNs nix bringen, dann halt CS-Kommentare.

Normalerweise bleiben CS-Diskussionen auch privat, da niemand i.d.R. davon ahnt. (*)
Und erst wenn da auch nix passiert, dann mache ich den Vorgang im Forum bekannt - oder wende mich gleich an die DWG.

gruss
walter

*) Ich suche zumindest nicht gezielt nach kommentierten CS, es sei denn, der User erscheint mir als kritisch.

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#9 2016-10-09 12:24:02

geow
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

wambacher wrote:

Normalerweise bleiben CS-Diskussionen auch privat, da niemand i.d.R. davon ahnt.

Es sei denn, du benutzt die Auswertung von Pascal: http://resultmaps.neis-one.org/osm-discussions  smile


Glück auf!
geow

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#10 2016-10-09 12:33:19

Nop
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

maxbe wrote:

Ich schreibe deshalb keine Kommentare, sondern lieber (selten) Messages. Da reagieren die Leute gelassener aber natürlich hat man dann später keine öffentliche Historie meiner Diskussionen...

+1

Ich halte nicht viel von dem CS-Kommentar System. Der öffentliche Charakter der CS hat bereits eine Prangerwirkung. Ich reagiere auch erst mal instinktiv verärgert (ohne den Inhalt zu kennen) wenn der erste Kontakt in einer Sache per CS-Kommentar kommt.

bye, Nop


Nothing is too difficult for the man who does not have to do it himself...
Projekte: Reit- und Wanderkarte mit Navigation - Kartengenerator Map Composer - GPS Track Editor Track Guru

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#11 2016-10-09 13:18:44

wambacher
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

geow wrote:
wambacher wrote:

Normalerweise bleiben CS-Diskussionen auch privat, da niemand i.d.R. davon ahnt.

Es sei denn, du benutzt die Auswertung von Pascal: http://resultmaps.neis-one.org/osm-discussions  smile

i.d.R --->in der Regel.

Und wie ich mit CS umgehe, hab ich ja bereits geschildert. Pascal's Seite fällt unter "gezielt suchen".

Gruss
walter

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#12 2016-10-09 16:36:05

woodpeck
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Nop wrote:
maxbe wrote:

Ich schreibe deshalb keine Kommentare, sondern lieber (selten) Messages. Da reagieren die Leute gelassener aber natürlich hat man dann später keine öffentliche Historie meiner Diskussionen...

+1

Ich halte nicht viel von dem CS-Kommentar System. Der öffentliche Charakter der CS hat bereits eine Prangerwirkung. Ich reagiere auch erst mal instinktiv verärgert (ohne den Inhalt zu kennen) wenn der erste Kontakt in einer Sache per CS-Kommentar kommt.

bye, Nop

Das finde ich schade. Ich finde, dass ruhig alle wissen sollen, wer sich bei wem über was "beschwert". Aus ganz verschiedenen Gründen:

1. Ich finde, ein Mapper hat Mist gebaut -> wenn jemand anders ihm das schon geschrieben hat, muss ich nicht auch noch.
2. Ich finde, jemand vergreift sich im Ton gegenüber einem Mapper -> ich kann den Betroffenen in Schutz nehmen
3. (und das ist eher "dienstlich") - jemand beschwert sich, dass ein Mapper trotz zahlreicher Bechwerden sein Verhalten nicht ändert - die öffentliche Diskussionshistorie lässt mich nachvollziehen, welche Beschwerden es gab und wie der Mapper reagiert hat.

Mir ist es schon öfters passiert, dass erst durch Beschwerden bei der DWG ein Mapper-Platzhirsch auffällig wurde, der mitunter seit Jahren irgendwelche Newbies in "seinem" Bereich vergrault. Daher bin ich eigentlich dafür, die privaten Nachrichten bei OSM ganz abzuschaffen (oder präzsier: alle privaten Nachrichten, die nach einem Stichtag geschrieben wurden, öffentlich lesbar zu machen), so wie das z.B. auch bei der Wikipedia der Fall ist - wenn Du da mit jemandem privat reden willst, musst Du ihn erst nach seiner Email-Adresse fragen.

Bye
Frederik

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#13 2016-10-09 16:43:01

kreuzschnabel
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

wie das z.B. auch bei der Wikipedia der Fall ist - wenn Du da mit jemandem privat reden willst, musst Du ihn erst nach seiner Email-Adresse fragen.

Nicht ganz, Wikimail existiert.

--ks


Verwaltungsverfahrensgesetz § 44 (1): Ein Verwaltungsakt ist nichtig, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist.

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#14 2016-10-09 17:49:09

Wegabschneider
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

OSM ist ein öffentliches Projekt, jedem Mapper sollte klar sein, dass das was er beiträgt öffentlich ist und beachtet wird. OSM ist keine Spielwiese. PN sollte nach meiner Meinung eine private Kommunikation zwischen zwei Parteien sein, sonst müsste man PN umbenennen. Meine Erfahrung ist, dass es per PN fast immer gut klappt. Ich gehe konform mit dem was Nop oder maxbe meinen.

Zur Zeit habe ich einen Fall, wo sich ein User nicht meldet und ich habe einen CS-Kommentar geschrieben. Ohne Kommentar wurde meine Löschung wieder eingetragen. Ich war vor Ort und habe daher berechtigte Fragen zur Existenz und Namensgebung. Ich habe noch keine klare Meinung zu CS-Kommentaren.

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#15 2016-10-09 22:17:01

MKnight
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Ich weiss nicht, inwieweit das genau hier rein passt, aber da mich die Aggression etwas überfordert, möchte ich es hier zur Debatte stellen:
https://www.openstreetmap.org/node/3432191985

Wer den Thread zum Verfallsdatum von Notes verfolgt hat, weiss ungefähr, worum es geht, aber hier ist m.E. eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Hintergrund zu diesem CS:
- ich korrigiere jeweils Anfang des Monats deutschlandweit Öffnungszeiten nach Schema, das ist hier auch passiert. Da ICH das korrigiert habe hat dieser "Mapper" das Objekt einfach ganz gelöscht und diesen pissigen Kommentar hinterlassen.
- ich habe heute eine freundliche Note an ein anderes Objekt von ihm gesetzt, er möchte sich doch bitte ans Schema halten: https://www.openstreetmap.org/changeset/42735231 ich nehme an dass Mister Gott von Aachen sich hierdurch mal wieder provoziert gefühlt hat.

2einhalb Sachen dazu:
- ich habe keine Kraft und Lust mich darum zu kümmern, diesen Hass zu beheben, mglw. möchte/kann das jemand anders hier
- ich finde es völlig inakzeptabel, dass so eine Person überhaupt Teil "meiner" oder unserer Community ist.
- ich weiss, dass meine Kommunikation auch oft sehr direkt und teilweise mglw. auch verletzend sein kann, DIESE Qualität kann ich aber nicht bieten.


gesammelte Overpass-abfragen zu QA (hauptsächlich Strassenfehler) + verschiedene Stats zu Strassen-eigenschaften

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#16 2016-10-09 22:26:40

wambacher
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

MKnight wrote:

Ich weiss nicht, inwieweit das genau hier rein passt, aber da mich die Aggression etwas überfordert, möchte ich es hier zur Debatte stellen:
https://www.openstreetmap.org/node/3432191985

Der Node wurde laut Josm gelöscht.

Ich komme gerade nicht an die History dran, da https://www.openstreetmap.org/node/3432191985/history bei mir (?) klemmt.

Hast du den Changset noch?

Gruss
walter

edit: funzt wieder, war wohl nur ein Schluckauf.

Last edited by wambacher (2016-10-09 22:31:22)

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#17 2016-10-09 22:27:32

kreuzschnabel
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Mich hätte das nicht angepisst, aber dieser User reagiert möglicherweise allergisch darauf, einfach „zurechtgewiesen“ zu werden. Deshalb begründe ich solche Hinweise gern, hier z.B. mit dem Satz „Wenn du die Sprechzeiten nach dem üblichen, im Wiki beschriebenen Schema angibst, können sie sogar automatisch ausgewertet werden, z.B. geben Navis dann schon in den Suchergebnissen an, welcher Arzt noch geöffnet hat“.

Damit dem User klar ist, dass es dir nicht um Prinzipienreiterei geht, sondern um den praktischen Nutzen. Und ja, OsmAnd macht das tatsächlich, falls er ein Beispiel haben will.

note=* und phone=* scheinen mir an https://www.openstreetmap.org/node/4436586211 auch fragwürzig, aber lassen wir das erst mal. Ist jedenfalls nicht unbrauchbar.

--ks

Last edited by kreuzschnabel (2016-10-09 22:28:11)


Verwaltungsverfahrensgesetz § 44 (1): Ein Verwaltungsakt ist nichtig, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist.

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#18 2016-10-09 22:49:24

woodpeck
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

MKnight wrote:

Ich weiss nicht, inwieweit das genau hier rein passt, aber da mich die Aggression etwas überfordert, möchte ich es hier zur Debatte stellen

Also nur, damit wir nicht aneinander vorbeireden, es geht hier um den Changeset-Kommentar "wir brauchen hier keine Entwicklungshelfer aus der Ostzone", verstehe ich das richtig?

Ehrlich gesagt: Als ich gelesen habe, dass Dich dich "Aggression überfordert", das Du keine Kraft hast, den "Hass zu beheben", und dass Du es "inakzeptabel" findest, dass so jemand überhaupt Teil unserer Community ist, da dachte ich, da muss wohl sinngemäss stehen, dass man alle umbringen soll, die die falsche Religion oder Hautfarbe haben oder sowas krasses.

Dann lese ich da diesen Changesetkommentar und denke: Uh, hat der MKnight da nicht vielleicht etwas übertrieben?

Wenn das schon "Agression" und "Hass" ist, welche Worte bleiben denn dann noch für einen, dem tätliche Gewalt angedroht oder der Tod gewünscht wird? (Dinge, die in OSM auch schon vorgekommen sind - bei genügend großer Personenanzahl wohl leider kaum zu vermeiden.)

Ich finde das Thema interessant, weil ich auch mit unseren amerikanischen Freunden im Projekt immer aneinandergerate, weil die nämlich größtenteils aus Prinzip nicht auf die Mailinglisten gehen, weil die Leute auf den Mailinglisten ja alle so "toxic" seien. Das ist bei denen mittlerweile ein Standardspruch, der auch alle die, die gar keine Ahnung haben, davon abhält, die Mailingliste zu abonnieren - wenn man schon gesagt bekommt, dass dort nur Gemeinheiten ausgetauscht werden. Ich stehe dann immer da und verstehe das gar nicht. Klar kocht ab und zu mal was hoch, aber in den allermeisten Fällen geht es doch total zivil zu. Aber was ich als ganz normale Kritik am Mapping sehe, das nehmen andere vielleicht doch als persönlichen Angriff wahr. Vielieicht bin ich zu abgestumpft. 

Andererseits komme ich mir immer total verarscht vor, wenn ich mal was schreibe und ein Amerikaner dann antwortet "Sehr guter Punkt, Frederik, danke dafür. Wir müssen tatsächlich ..." und dann kommt das krasse Gegenteil von dem, was ich eigentlich meinte wink

Auf jeden Fall hat kreuzschnabel recht, wenn er anregt, noch zwei Zeilen zu Deiner Öffnungszeiten-Anmerkung hinzuzufügen, um künftig den Eindruck "he, bist Du eigentlich zu blöd, diese Tools hier zu benutzen???" zu vermeiden. Wenn der andere gerade einen schlechten Tag hat, kann Deine sehr kurze Message eventuell wirklich so rüberkommen.

Der Kommentar von Peer van Dalen ist natürlich trotzdem nicht akzeptabel. Ich habe im betr. Changeset geschrieben, dass ich hoffe, dass er sich dafür entschuldigt.

Bye
Frederik

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#19 2016-10-09 23:39:22

MKnight
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Registered: 2012-08-01
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

kreuzschnabel wrote:

Deshalb begründe ich solche Hinweise gern, hier z.B. mit dem Satz „Wenn du die Sprechzeiten nach dem üblichen, im Wiki beschriebenen Schema angibst, können sie sogar automatisch ausgewertet werden,

Herrje, ich bin ja nicht aus Zucker. Da is ne längere Geschichte bei. Offenbar, (siehe woodpeck) hätte ich die hier nochmal neu breittreten sollen, aber ich bin ja nich so:
http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=55929 speziell http://forum.openstreetmap.org/viewtopi … 00#p611200 ff.

Ehrlich gesagt: Als ich gelesen habe, dass Dich dich "Aggression überfordert", das Du keine Kraft hast, den "Hass zu beheben", und dass Du es "inakzeptabel" findest, dass so jemand überhaupt Teil unserer Community ist, da dachte ich, da muss wohl sinngemäss stehen, dass man alle umbringen soll, die die falsche Religion oder Hautfarbe haben oder sowas krasses.

Du als fetter Wessi kannst das auch gar nicht merken.
...
Merkste selbst?
Wenn nein, dann siehe oben.

Edit: Zielführend ist übrigens auch sich mal die Notes-Schliessungen des Experten mal anzuschauen.

Last edited by MKnight (2016-10-09 23:40:51)


gesammelte Overpass-abfragen zu QA (hauptsächlich Strassenfehler) + verschiedene Stats zu Strassen-eigenschaften

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#20 2016-10-10 08:54:47

hfst
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Registered: 2013-08-31
Posts: 709

Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

woodpeck wrote:

Also nur, damit wir nicht aneinander vorbeireden, es geht hier um den Changeset-Kommentar "wir brauchen hier keine Entwicklungshelfer aus der Ostzone", verstehe ich das richtig?

Also ich finde eine Bemerkung wie "wir brauchen hier keine Entwicklungshelfer aus der Ostzone" daneben und nicht akzeptabel.

woodpeek wrote:

Ehrlich gesagt: Als ich gelesen habe, dass Dich dich "Aggression überfordert", das Du keine Kraft hast, den "Hass zu beheben", und dass Du es "inakzeptabel" findest, dass so jemand überhaupt Teil unserer Community ist, da dachte ich, da muss wohl sinngemäss stehen, dass man alle umbringen soll, die die falsche Religion oder Hautfarbe haben oder sowas krasses.

Zwischen Frederik und MKnight scheint es Unterschiede in der Felldicke zu geben, allerdings scheinen beide Felldicken in einem normalem Bereich zu liegen. Daher empfehle ich, die Gefühle von MKnight als nachvollziehbare Gefühle anzuerkennen, auch wenn man selber die Sache nicht so drastisch einschätzt.

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#21 2016-10-10 09:28:03

woodpeck
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Registered: 2009-12-02
Posts: 895

Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

MKnight wrote:

Da is ne längere Geschichte bei.

Ach, das war mir gar nicht aufgefallen, dass es bei den "Notes" um die gleiche Person ging. Da muss ich wohl mal etwas genauer hinschauen.

MKnight wrote:

Du als fetter Wessi kannst das auch gar nicht merken.
...
Merkste selbst?

http://de.toonpool.com/cartoons/ICH%20B … T!!_212009 !!!!!elf!!! wink

Bye
Frederik

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#22 2016-10-10 10:45:04

R0bst3r
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Registered: 2015-04-23
Posts: 536

Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Als selbst betroffener wäre ich definitiv für so eine Etikette.

Das ist der Hauptgrund, warum ich im Forum nur noch zumeist mitlese.
Mich aus der Communitykommunikation großteils zurückgezogen hab und die DWG, OSMF etc nicht mehr unterstütze in ihrer Arbeit.

Über ein Hobby, das ich freiwillig mache, möchte ich mich in meiner Freizeit nicht auch noch ärgern. Und so leicht lass ich mich eigentlich nicht ärgern ...

Alleine und anonym über Projekte zu arbeiten macht auf jeden Fall weniger Ärger.

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#23 2016-10-10 10:57:14

Nakaner
Moderator
From: Karlsruhe
Registered: 2011-09-03
Posts: 2,657
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Hallo R0bst3r,

R0bst3r wrote:

Als selbst betroffener wäre ich definitiv für so eine Etikette.

Das ist der Hauptgrund, warum ich im Forum nur noch zumeist mitlese.
Mich aus der Communitykommunikation großteils zurückgezogen hab und die DWG, OSMF etc nicht mehr unterstütze in ihrer Arbeit.

Könntest du das bitte etwas genauer ausführen anstatt diffus die DWG zu beschuldigen? Grundlose Anschuldigungen sind z.B. auch etwas, was nicht nur "Etikette" gehört.

Soweit ich das mitbekommen habe, hat man dir mitgeteilt, dass deine "Taggingkorrekturen" nicht so nützlich/sinnvoll sind, wie du dachtest. Danach warst du eingeschnappt. Mir ist nicht bekannt, dass man dich beleidigt oder bedroht hat. Oder habe ich etwas verpasst?

Viele Grüße

Michael


Werdet Mitglied in der OpenStreetMap Foundation für 15 Pfund pro Jahr und bestimmt über die Zukunft der Foundation und des OSM-Projekts mit.
Moderator im Bereich users: Austria.

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#24 2016-10-10 10:57:50

kreuzschnabel
Member
Registered: 2015-07-03
Posts: 6,155

Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

R0bst3r wrote:

Über ein Hobby, das ich freiwillig mache, möchte ich mich in meiner Freizeit nicht auch noch ärgern.

D’accord, das geht wohl keinem hier anders. Dennoch unterscheide ich zwei Sorten von Konflikten: die bösartige (wenn einer wirklich nur stänkern will, die Wortwahl des hier diskutierten Beispiels geht schon etwas in die Richtung, es ist einfach unsachlich) und die sachliche (wenn einer einfach widersprüchliche, aber genauso begründbare Ansichten über Mapping- oder Taggingpraxis hat wie ich).

Die zweite Sorte ist in einem tausende Mitarbeiter umfassenden Projekt, das relativ viele Freiheiten lässt, aber andererseits auch nur mit diesen Freiheiten funktioniert, unvermeidbar. Denn der andere wird sich von dir genauso „geärgert“ fühlen wie du von ihm. Das muss ich wissen, bevor ich mich dem Hobby zuwende. In der Wikipedia ist es nicht anders, da muss auch oft ein Fass AGF aufgemacht werden.

--ks


Verwaltungsverfahrensgesetz § 44 (1): Ein Verwaltungsakt ist nichtig, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist.

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#25 2016-10-10 16:07:04

R0bst3r
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Re: Umgangston und Etikette in deutschen Änderungssatz-Diskussionen

Nakaner wrote:

Hallo R0bst3r,

R0bst3r wrote:

Als selbst betroffener wäre ich definitiv für so eine Etikette.

Das ist der Hauptgrund, warum ich im Forum nur noch zumeist mitlese.
Mich aus der Communitykommunikation großteils zurückgezogen hab und die DWG, OSMF etc nicht mehr unterstütze in ihrer Arbeit.

Könntest du das bitte etwas genauer ausführen anstatt diffus die DWG zu beschuldigen? Grundlose Anschuldigungen sind z.B. auch etwas, was nicht nur "Etikette" gehört.

Soweit ich das mitbekommen habe, hat man dir mitgeteilt, dass deine "Taggingkorrekturen" nicht so nützlich/sinnvoll sind, wie du dachtest. Danach warst du eingeschnappt. Mir ist nicht bekannt, dass man dich beleidigt oder bedroht hat. Oder habe ich etwas verpasst?

Viele Grüße

Michael

Wurde schon hinreichend diskutiert und kann in meinem Profil leicht gefunden werden ... irgendwann reichts aber auch.

Eingeschnappt war ich, weil ich bis dahin eigentlich mit der DWG gute Erfahrungen gemacht hatte und einen freundlicheren Ton erwartet hätte. Zumal ich keinen Blödsinn oder Vandalismus betrieben und auch dem Text nach keinen Automatischen Edit durchgeführt habe. Aber ein DWG Mitglied hab ich wohl mehrmals in seiner lokalen "Verantwortungszone" gestört.

Wundern tu ich mich, weil manche Perfektion nach eigenen Ansichten einfordern, aber sich nicht im klaren sind, dass auch einige ihre letzten Changesets im nachhinein hätten besser gelöst werden können. Finden lässt sich überall was, deswegen leben und leben lassen. Oder kennt jemand den Link noch nicht?
http://osmose.openstreetmap.fr/de/byuse … 3r?level=1

Bedroht hat mich bisher nur ein Anwohner, der mich für ein Mitgleid einer Einbruchsbande hielt, die sein Haus ausspionieren möchte. Habs aber ganz gut überlebt. Über die normalen negativen Äußerungen seh ich meistens mit einer freundlichen Antwort hinweg und belass es dabei.

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