Unsinniges Routing bei highway=* mit area=yes

Hallo,

Mit der Anwendung von area:highway=* als auch von http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Lanes werden zwei Dinge passieren: 1. eine hinreichend saubere Darstellung der Straßensituation auf der Karte (das, was man sieht) und zum 2. ein hinreichend sauberes Routing der Strecke (da, wo man hin will). Denn es sind ja auch zwei verschiedene Dinge (die im Kopf des Menschen zusammengehören): Die Kartendarstellung: das was ich sehe und die Pfeile des Navis, die mir anzeigen, wohin ich will. Streng genommen würde es darauf hinauslaufen daß es eine Routingebene geben müsste oder muß oder gibt, die die Wege- und Straßeninformationen zur Zielfindung endhält und das es zum anderen eine Ebene der Kartendarstellung gibt, die man z.B. im Web-Browser sieht. Beides ist gleichermaßen wichtig.

In mir keimt auch so die Vermutung daß auch Renderer diese Dinge unterscheiden werden müssen. Übrigens könnte und müsste man diese Dinge auch auf Eisenbahn-, und Wasserwege-Ebene betrachten. Da hat man ja auch z.B. Waterway=riverbank für die Fläche und Waterway=river für die Linie (so wende ich es an) oder landuse=railway für die Fläche und railway=* für die Strecke als solches… in All diesen Fällen vermeide ich es, der entsprechenden Linie einen gemeinsamen Stützpunkt mit der Fläche zu geben, da wo ich es vorfinde, trenne ich es. Linie ist Linie und Fläche ist Fläche…

meint Sven

Genau so ist es Sven! Eigentlich gibt es zu dem oben beschriebenen Ansatz meiner Meinung nach keine Alternative wenn wir noch mehr aus der Karte machen wollen. Es bleibt sich auf ein Schema zu einigen.

Ich sehe, wir verstehen uns… :slight_smile:

Und genau dies meckert JOSM dann an → überschneidende Linien

Dann wird diese Ausnahmeregel dem JOSM hinzugefügt damit er ruhiger wird.

In diesem Sinne ist das dann auch kein Fehler. Ein Fehler wäre es, wenn sich zwei Straßenlinien schneiden, ohne einen gemeinsamen Stützpunkt zu haben. Eine Straßenlinie, die einene Fläche als area:highway=* schneidet und keinen gemeinsamen Stützpunkt haben, ist für mich kein Fehler. Ebenso, bei Gewässern: ein Waterway=river und schneidet die abgegrenzte Fläche Waterway=riverbank und der Schnittpunkt hat keinen gemeinsamen Stützpunkt. Ja, JOSM meckert… Sehe ich aber nicht als Fehler. Wenn man an diesen stellen Stützpunkte verwendet, müßte man, um Routingfähig zu bleiben, diesen Stützpunkten Restriktionen auferlegen, also “Route auf dem Linienobjekt weiter” oder aber Linien, die eine Fläche umgrenzen werden generell beim Routing ignoriert. bei ersterem würde das einen erhöhten Tagging-Aufwand bedeuten, den ich aber für unsinnig halte, bei letzerem weiß ich nicht, ob diese fixe Idee überhaupt funktioniert.

Sven

Und irgendwann gibts dann die Ausnahme von der Ausnahme. :wink:
Rin in die Kartoffel, raus aus der Kartoffel.

Nein. Es ist eine klar spezifizierte, begrenzte Sache. Wr müssen nur dafür Sorge tragen, dass es an richtegen Stellen ankommt, damit auch andere Qualitätstools diese Feature unterstützen.

:hüstel:
Darf ich zum Thema zurück bitten, das nicht “überschneidende Linien und das Gemecker darüber durch JOSM” heißt.

Oder aber, man würde einfach wie bisher auf Flächen mit area:highway (oder waterway=riverbank, etc.) nicht routen. Wo ist genau das Problem? Nur weil zwei Linien einen gemeinsamen Punkt haben, heißt das ja noch lange nicht, dass ich von der einen auf die andere routen darf. Oder lotsen wir demnächst Autofahrer über Fußwege, nur weil die gemeinsame Punkte haben.

Genau! Das meinte ich mit meiner Aussage:

:slight_smile:

Sven

Das war auch noch nie hier die Idee, darüber zu routen. Im Gegenteil, das dient der klaren Unterscheidung zu highway=* in Verbindung mit area=yes, was einige Programme dazu verleitet über die Kanten des area zu routen. Siehe thread-Beginn.

@Sven: Klang für mich nach: “Nie über eine geschlossene Fläche routen”, so eng muss man das aber ja nicht sehen.

Gut. Dann bin ich mit dem Thema im reinen. :slight_smile:
area:highway ist gut.
highway=* mit area=yes ist böse.

Ich habe mich bisher darum gedrückt, eine der beiden Varianten selbst anzuwenden, bin ja noch nicht so lange bei und taste mich an einiges Schritt für Schritt ran…

Sven

Hallo Sven

So krass kann man das nicht sehen.
Es gibt Straßenflächen (vor allem bei highway=service), auf denen überall gefahren werden darf und kann.
Nicht jede Fußgängerfläche ist ein highway=pedestrian z.B. Schulhöfe. Die sind besser mit highway=footway + area=yes getaggt.

Edbert (EvanE)

Hallo Edbert,

so wie ich das Proposal http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/area:highway verstehe, kann es doch genauso auf die von dir angesprochenen Fälle angewendet werden, oder hab ich da einen Knoten im Kopf? Es geht doch darum, Straßenflächen sauber zu definieren, um diese Routing-Geschichte zu verbessern.

Sven

Noch einmal: highway=* in der Kombination mit area=yes als zulässige Kombination mit der Erlaubnis zum ungerichteten Routen über diese Fläche kann verwendet werden, wenn diese Fläche nicht von einem oder mehreren highway=* als gerichteter graph geschnitten wird.

[Plopp] “Au…” …

Ach so… na sag das doch gleich… :smiley:

duck und weg…

Sven

Moin!

Leider nicht ganz richtig:
Die Kombination “highway=pedestrian” , “area=yes” mit darüberführendem “highway=service” findet man oft für innerstädtische Plätze mit markiertem Zufahrtswegen für Kfz.
Auch die umgekehrte Kombination (service-Fläche mit Fußweg) könnte für Hafen- oder Speditionsflächen mit markierten Fußwegen sinnvoll sein.

Gruß
Stephan

Für den ersten Fall gebe ich dir recht ( http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:area unter “Straßenflächen”). Hatte ich vergessen, hier noch mal zu erwähnen :frowning:
Der zweite Fall macht IMHO nur Sinn, wenn diese Fußwege durch Markierungen auf der highway=service-Fläche vorgeschrieben sind. Innerhalb der area-highways kann beliebig über die Fläche geroutet werden (sieh Wiki-link), und normalerweise dürfen sich auf diesen sich auch Fußgänger frei bewegen.