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Please create new topics on the new site at community.openstreetmap.org. We expect the migration of data will take a few weeks, you can follow its progress here.***
#26 2012-08-02 21:20:38
- SunCobalt
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- From: Eislingen
- Registered: 2010-01-09
- Posts: 3,810
Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Das Problem, wieviel Prozent, bzw. welcher Anteil einer Straße abgefahren wurde beschäftigt mich auch stark. Werden die Straßen in OSM als Listen aus Vektoren beschrieben? Wie berechnen die Navigationssysteme z.B. 'fahren sie 23.7 km auf der Straße' XY?
Wenn Du Tabellen und Grafiken in einem großen Maßstab erstellt, ist es doch irrelevant, ob die Wambacher-Straße nun zu 60% oder 85% befahren wurde, oder?
OSM hat Punkte (Koordinaten), was wir Nodes nennen. Wege/Straßen(Ways) bestehen aus einer Aneinanderreihung von Punkten. Diese Ways bekommen dann Attribute. Problem ist, dass eine Straße aus mehreren Ways bestehen kann. Lies mal irgendein XML-Changeset. Da bekommst Du ein Gefühl
Thomas
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#27 2012-08-03 10:51:49
- ikonor
- Member
- Registered: 2010-11-08
- Posts: 637
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Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Nur noch so eine vage Idee:
Es existiert bereits ein Tool, das die Daten wesentlich reduzieren kann (Straßenname und Längen-/Breitengrad, z.B.). Darauf könnte ich ansetzen und die Daten noch weiter reduzieren, in dem ich jedesmal einen Wegpunkt generiere, wenn sich der Straßenname verändert.
Dadurch hättest Du ja schon näherungsweise Straßensegmente identifiziert. Wäre es dann nicht erst mal einfacher, ganz ohne OSM die Statistik auf diesen Segmenten zu erstellen, d.h. Anzahl der Fahrten je Segment?
Es ist ja schon ein Navigationssystem verbaut, dass das Fahrzeug immer brav auf der Straße anzeigt (inkl. Straßennamen).
Schön wäre natürlich, wenn Du bzw. das Tool Zugriff auf die Navi-DB hättest, d.h. nicht nur auf den Straßenname, sondern auch auf die Straßensegmente mit ID des Datenlieferenten - vermutlich aber eher nicht. Falls die GPS-Punkte aber wirklich alle genau auf der Straße liegen, müsste man doch auch näherungsweise die Geometrie der Navi-Daten rekonstruieren können (das könnte dann allerdings lizenztechnisch problematisch werden).
Es gibt nämlich mehrere Arbeiten, die kommerzielle Navi-Daten mit OSM vergleichen und dazu sicher auch Mechanismen zur Zuordnung von Navi- zu OSM-Daten erstellt haben, die Du dann evtl. verwenden könntest (Links auf der Research Seite im Wiki):
- "Abbildung von Straßendaten für Qualitätsuntersuchungen - Ein Vergleich von OpenStreetMap mit Navteq" Ina Ludwig - 2010
"Der Vergleich basiert auf einer aus der Geodäsie stammenden Methode zur Abbildung oder Zuordnung von ähnlichen räumlichen Objekten aus verschiedenen Datenquellen"
- "Helbich, M., Amelunxen, C., Neis, P. (2012): Comparative Spatial Analysis of Positional Accuracy of OpenStreetMap and Proprietary Geodata. Int. GI_Forum 2012. Salzburg. Austria." Helbich, M., Amelunxen, C., Neis, P., - 2012
- "A Comparative Study of Proprietary Geodata and Volunteered Geographic Information for Germany" Dennis Zielstra, Alexander Zipf - 2010
Ansonsten gab es auch noch einen Vortrag zur Auswertung von OSM GPS-Traces, u.a. auch mit Zuordnung zu Straßen:
- SotM 2011 Talk: Traffic Map 2.0: a further development of the OpenStreetMap Project?
Gruß,
Norbert
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#28 2012-08-04 09:39:29
- user_5359
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Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Ich habe mit großen Augen (über den Datenschatz) über Dein Vorhaben gelesen, aber ich muss (wie ansatzweise mein Vorredner) mal das Thema Nutzbarkeit der Daten bei OSM nachdenken. Also für mich sind Straßenamen kein nutzbare Information, weil die Geokoordinate bereits durch eine (geschützte) Software zu einem Straßennamen gewandelt wurde (betrifft damit auch das Thema Datenreduzierung). Nutzbar wäre somit nur die GPS-Koordinate für OSM.
Weiterhin müsste man die OSM-Wege erstmal in Wegsegmente aufteilen (aufteilen von Wegen bzw. Zusammenführung, wenn sich an Wegknoten sich zwei (oder mehr) Wege mit unterschiedlichen Namen [wobei ich hier schon das erste Fragezeichen hätte] treffen). Denn man den Anfang einer Straße (datentechnisch OSM-Weg) gefahren ist, kann man sie ja auch an der nächsten Abbiegung / Kreuzung verlassen und dann das Stück danach nicht mehr fahren. Schon aus diesen Grund würde man bei einen einfachen Abgleich über Straßenname die Statistik nur grob richtig machen.
Viel Erfolg bei der Diplomarbeit.
Georg V.
P.S.: für ein kleines Gebiet könnte ich mir auch glatt eine Lösung ohne Datenbank vorstellen ![]()
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#29 2012-08-05 13:54:37
- pitscheplatsch
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Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Hi,
ich glaub, dass das gut zu schaffen ist wenn man mit Computern umgehen kann, also Linux, SQL etc. 1) OSM-DB einspielen, 2)GPS-DB einspielem, 3)Punkte auf nächste Straße prüfen und 4)Merkmale setzen, 5)Rendern und 6)Statistik erstellen. Am längsten wird vermutlich das "Punkte auf nächste Straße prüfen" dauern. Bir Millarden von Punkte ist das eine ziemlich zeitaufwendige Prüfung. 1,2,3,5 sind trivial. 4 und 6 vermutlich auch, aber nicht für mich
ich stimme hier Thomas zu. Wenn man gut mit den entsprechenden System/Programmen umgehen kann, oder zumindest
einen fähigen Betreuer hat, ist einiges machbar. Ferner sind m.M. nach 6 Monate viel Zeit. Meine Erfahrung ist, dass Studenten
manchmal etwas viel Zeit "vertrödeln" und sich nicht hinter das Thema klemmen ...
viele gruesse
pascal
Blog: https://neis-one.org - Twitter: https://twitter.com/pascal_n - OSM ResultMaps: https://resultmaps.neis-one.org
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#30 2012-08-05 14:10:25
- EvanE
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- Posts: 5,716
Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Meine Erfahrung ist, dass Studenten manchmal etwas viel Zeit "vertrödeln" und sich nicht hinter das Thema klemmen ...
Hallo Pascal
Das bedeutet aber auch, eine enge, zeitaufwändige Betreuung. So einmal die Woche eine halbe Stunde wäre notwendig, um z.B. zu verhindern, dass sich ein Student in Details verrennt, die nicht wesentlich zum Gesamt-Thema beitragen.
Nur welcher Betreuer kann dafür neben seinen vielen anderen Aufgaben genug Zeit aufbringen?
Edbert (EvanE)
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#31 2012-08-05 19:17:07
- pitscheplatsch
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- From: Somewhere
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- Posts: 144
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Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
Hi Edbert,
pitscheplatsch wrote:Meine Erfahrung ist, dass Studenten manchmal etwas viel Zeit "vertrödeln" und sich nicht hinter das Thema klemmen ...
Das bedeutet aber auch, eine enge, zeitaufwändige Betreuung. So einmal die Woche eine halbe Stunde wäre notwendig, um z.B. zu verhindern, dass sich ein Student in Details verrennt, die nicht wesentlich zum Gesamt-Thema beitragen.
Nur welcher Betreuer kann dafür neben seinen vielen anderen Aufgaben genug Zeit aufbringen?
du hast sicherlich nicht unrecht, aber wenn die Diplomarbeit für den Betreuer
oder die Firma wirklich wichtig ist, sollte eine gute Betreung kein Problem sein.
Vorrausgesetzt der Student will dies auch ... ![]()
viele gruesse
pascal
Blog: https://neis-one.org - Twitter: https://twitter.com/pascal_n - OSM ResultMaps: https://resultmaps.neis-one.org
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#32 2012-08-05 22:33:26
- EvanE
- Member
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- Posts: 5,716
Re: Diplomarbeit - Abdeckung des Straßennetzes
du hast sicherlich nicht unrecht, aber wenn die Diplomarbeit für den Betreuer
oder die Firma wirklich wichtig ist, sollte eine gute Betreung kein Problem sein.
Vorrausgesetzt der Student will dies auch ...
Hallo Pascal
Es gibt solche und solche auf beiden Seiten und vermutlich alle Zwischenstufen.
Nur weiß keiner der beiden (Student und Betreuer) wie er/sie es treffen wird.
Bei einer Firma sehe ich das Problem wegen Eigeninteresse weniger als bei einem Unibetreuer (Übungsgruppen/Seminare/Arbeiten für den Proff/eigene Doktorarbeit/...). Die haben wirklich nicht viel Zeit.
Verrenne mich auch manchmal in unnötige Details
Edbert (EvanE)
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