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#1 2011-01-23 21:02:56

Emploi
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BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Da misst man 2008 eine Straße aus und zeichnet sie neu in die Karte GPS genau ein...

und was passiert Ende 2010, ganau, da meint jemand.. Bing sei akuteller:

bingundrealittcla2.jpg

Hier hat heute mein Navi (navigator Free) gesponnen, die Straße habe ich schon 2008 richtigerweise nach GPS eingezeichnet. Und wollte mich heute ans Speedmax machen. Und plötzlich meint mein Navi ... ich möge abbiegen (auf schnurgerade Straße) *buck* Dort ist nur noch Sturzacker und das mindestens seit 2005, denn seit dem fahre ich dort regelmäßig lang...

Beim nächsten Ort weiter nördlich genau das Selbe, dass ist etwas sehr kontraproduktiv... sad

Das ist nur ein Beispiel, von vielen... big_smile

EDIT und PS: Für Busse wird es jetzt auch schwieriger an dessen Haltestelle zu stoppen. Denn da ist jetzt gar keine Straße mehr... sad

Last edited by Emploi (2011-01-23 21:09:52)


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#2 2011-01-23 22:31:17

Emploi
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Hab diese Situation mit Rücksprache zum freundlichen Mapper gefixt.

Leider ist er/sie einer der Wenigen, die sofort antworten.

Last edited by Emploi (2011-01-23 22:31:48)


ku-klux-klan: JA, WikiLEAKS Nein: "Pressefreiheit ist unbezahlbar, für alles andere gibt es MASTERCARD und die lustige VISA - Card!" sad...

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#3 2011-01-23 23:23:27

EvanE
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Emploi wrote:

Hab diese Situation mit Rücksprache zum freundlichen Mapper gefixt.

Hoffentich hast du auch eine Notiz ergänzt, dass die Straße 2005, also nach den Bing-Bildern, auf den von dir eingetragenen Verlauf verlegt wurde. Sonnst passiert dir das noch mehrmals.

Das ist ein alt bekanntes Problem aller Luftbilder.
Selbst in Dortmund (neuer als 18 Monate) gab es Gebäude, die anders als im Luftbild nicht mehr existierten.

Edbert (EvanE)

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#4 2011-01-23 23:33:58

aighes
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Übrigens nicht nur ein Problem alter Luftbilder...auch Tracks können veralten und löschen kann man die Tracks auch nciht, oder hab ich da bloß noch nicht gefunden?


Viele Grüße
Henning, developer of RadReiseKarte

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#5 2011-01-24 00:19:46

EvanE
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

aighes wrote:

Übrigens nicht nur ein Problem alter Luftbilder...auch Tracks können veralten und löschen kann man die Tracks auch nciht, oder hab ich da bloß noch nicht gefunden?

Richtig. Ganz allgemein weis man bei fremden Tracks in der Regel nicht, mit welchen Randbedingungen die aufgezeichnet wurden. (Auto, Motorrad, Fahrrad, Pferd, zu Fuß, Weg/Querfeldein, links/rechts/Mitte, ...)

Zumindest sollte es eine Möglichkeit geben, Tracks als veraltet zu markieren.
Soweit ich daran denke, ergänze ich die Dateinamen um Jahr und Monat, damit man wenigstens eine gewisse Einordnung hat.

Edbert (EvanE)

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#6 2011-01-24 00:42:02

Dennis[B]
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Ich würde mir eine Einstellung in JOSM wünschen "Trackfarbe nach Alter". Blau=1 Jahr, Grün=2 Jahre, Gelb=3 Jahre, Rot=älter. Auch hier ändern sich Straßen. Die B33 wird hier ausgebaut und dabei um 2-3 Meter verschoben. Da nutze ich nur meine eigenen Tracklogs, da die anderen alte sein können oder vom alten Radweg stammen können.


---

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#7 2011-01-24 08:00:35

!i!
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Ich checke den Bereich in Bing immer gegen die amtlichen Luftbilder bzw. mache nur da was wo ich mich auch auskenne. Wenn die Sachen stark abweichen, fasse ich sie lieber nicht an, sondern setzte einen Bug oder kontaktiere den anderen Mapper smile


privater Account von KVLA-HRO-Mei

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#8 2011-01-24 08:06:00

Nop
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Leider haben wir hier auch mit dem Effekt zu kämpfen, daß anscheinend viele Leute glauben, nur weil die Verfügbarkeit flächendeckend ist und die Auflösung höher als gewohnt, seinen die Bing-Maps perfekt. Viel zu oft werden Wege, die über Monate mühsam vor Ort getrackt und eingezeichnet wurden und präzise mit der Realität übereinstimmen kurzerhand zerstört und durch völlig falsche Informationen aus dem Luftbild überschrieben. Oder um völlig unsinnige Einträge "ergänzt" wie z.B. den Schatten einer Hecke, der mangels Ortskenntnis für einen Weg gehalten wurde.

Langsam frage ich mich echt, wie groß die Verbesserung durch die Bing-Maps tatsächlich ist, verglichen mit dem Schaden. Es ist schließlich nicht der Sinn, OSM durch eine stumpfsinnige Vollkopie von Bing zu ersetzen. Als die Oberpfalz-Aktion lief, waren die Mapper wenigstens noch so vorsichtig, die Wege als "road" zu taggen und zu warten bis jemand vor Ort vorbeikam, um die echte Wegebeschaffenheit zu ermitteln. Seit Bing konnte ich keinen Zuwachs an "road" mehr erkennen - aber einen deutlichen Zuwachs an Unsinn. Auch mit dem schönsten Luftbild liegt man oft grob daneben, was den echten Wegtyp angeht.

bye
              Nop


Nothing is too difficult for the man who does not have to do it himself...
Projekte: Reit- und Wanderkarte mit Navigation - Kartengenerator Map Composer - GPS Track Editor Track Guru

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#9 2011-01-24 08:26:14

amm
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

In gut gemappten gebieten wie in weiten Teilen Deutschlands sollte man wirklich nicht mehr in unbekannten Gebieten einfach nach Bing oder fremden Tracks abzeichnen, ohne das man eine "On the ground" Bestaetigung hat das die Daten falsch sind. Da ist einfach die Wahrscheinlichkeit zu hoch das man Fehler neu einzeichnet.

Man muesste irgendwie eine bessere Moeglichkeit haben sich gegenseitig auf solche Dinge hinweisen zu koennen. Z.B. in dem man einen "Notizzettel" an die Stelle haengen koennte der automatisch in den Editoren angezeigt wird. Z.B. das hier Bing falsch ist. Ein besser integriertes OpenStreetBugs koennte vielleicht auch diese Funktion uebernehmen. In die eigentlichen OSM Daten gehoert solche Metainformation hingegen nicht.

In nahezu ungemappten Gebieten wie sagen wir mal Afrika hingegen kommt es imho auf ein paar Fehler noch nicht an, da der Grund Zugewinn hoeher einfach erst einmal wichtiger.  Dort denke ich kann auch das mappen nach Bing in unbekannten gebieten helfen. Wobei auch das umstritten ist.

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#10 2011-01-24 08:56:47

tippeltappel
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Emplois Beispiel erlebte ich auch schon in ähnlicher Form. .... Tja ...

Das Bedürfnis vieler, aus OSM ohne Ortskenntnis einen Abklatsch von Satellitenbildern zu machen, finde auch ich schon lange sehr verhängnisvoll.
Trotzdem binge ich mit. Vorzugsweise in "leeren" Gebieten. Das Einblenden der GPS-Spuren ist dabei ganz selbstverständlich. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie gut das Satellitenbild und die wenigen vorhandenen Eintragungen zusammenpassen.
Wo ich nicht zweifelsfrei erkennen kann, daß der auf dem Sat-Bild zu erkennende Weg eine (unbekannte) Straße oder ein Service-Weg ist, tagge ich ausschließlich highway=track. So wird das Wegenetz in der leeren Karte sichtbar. Dem Kartennutzer wird aber keine generelle "Befahrbarkeit" suggeriert. Denn da muß er ja mit allem (tracktype=grade1>>grade5 surface=scrub etc.) rechnen. Und wenn Schatten oder Abzugsgräben verwechselt wurden, ist's dann auch nicht so tragisch. Die Frage ist halt, wie Renderer auf den Umstand reagieren, daß viele Wege eingetragen werden, die vorher nicht aufgezeichnet bzw. mit keinem einzigen track belegt werden.
Tracks, die ohne jegliche Zusatzangaben über die Wegbeschaffenheit in der Datenbank abgelegt wurden, rendere ich seit langem mit einer ganz dünnen Linie, an der die Information hängt "Track ohne Typ" So bin ich gewarnt und weiß dann, daß nicht klar ist, ob und wie der Weg genutzt werden kann. Zum anderen macht mich diese Kartendarstellung unterwegs auf die Wege aufmerksam, deren Zustand noch zu protokollieren ist.
Ich wähle "track" und nicht "path", weil ich davon ausgehe, daß ein "path" nur auf sehr hoch auflösenden Satellitenbildern zu erkennen ist. Wenn sie mir zur Verfügung stünden, würde ich je nach abgebildeter Breite und sichtbaren bzw. unsichtbaren Radspuren zwischen track und path unterscheiden.

Viele Grüße
tippeltappel

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#11 2011-01-24 10:06:35

derjürgen
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Morgen zusammen,

ich bin mit bing auch sehr vorsichtig, da ich in einem sehr hügeligen Bereich wohne. Durch diese Höhenunterschiede weichen doch die Wege und Objekte oftmals sehr von meinen eigenen Tracks ab.

Event müsste man nochmal mit Nachdruck auf die Probleme mit Luftbildern an einer sehr auffälligen Stelle oder Seite ( Wochennotiz ) hinweisen.  Oder ein Warnhinweis beim aufrufen der Luftbilder in Potlach oder JOSM einblenden, den man mehrfach wegklicken muss bevor man das nutzt.


Gruß Jürgen

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#12 2011-01-24 12:35:41

!i!
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Ich habe es mal für die WN vorgeschlagen. Falls einer von euch einen Artikel dazu schreiben möchte, wäre das natürlich noch besser smile


privater Account von KVLA-HRO-Mei

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#13 2011-01-24 13:36:41

kellerma
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Wider dem bing-bashing!

Bei uns Nuernberg wurden Haeuser fleissig nach yahoo abgemalt. Die bing-bilder passen aber besser mt den gpx-tracks ueberein, so koennt ich jetzt "halb Nuernberg" 5 m verschieben wink

Oberpfalz: Auch hier passen die bing-bilder besser zum Teil zu den tracks als die 2 m bayern bilder. Solange dort noch ganze Ortschaften fehlen (letztens wieder zwei hamlets eingezeichnet) kann ich die paar Pseudo-Wege aus Hecken verkraften.

Ciao,
Frank

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#14 2011-01-24 14:01:28

Tordanik
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

kellerma wrote:

Wider dem bing-bashing!

Das war kein Bing-Bashing, sondern ein "Abmalen von jeglichen Luftbildern ohne Ortskenntnis"-Bashing. Insofern hilft es auch nichts, wenn du uns versicherst, dass Bing immerhin noch das kleinste Übel ist. wink

Mein persönliches Prinzip für nicht-leere Gegenden: Entweder, ich kenne mich in der Gegend schon aus, oder ich schaue nach dem Abzeichnen dort vorbei. Ansonsten lasse ich das Abzeichnen sein.

Da ich bei der Nachkontrolle vor Ort eigentlich immer irgendwelche Abweichungen zum Luftbild entdecke - abgerissene oder neu gebaute Häuser, geänderte Straßenverläufe, vermeintliche Baulücken die eigentlich nur Schatten waren ... - bin ich überzeugt, dass es unserer Datenqualität gut täte, wenn sich andere Leute die gleichen Selbstbeschränkungen auferlegen würden.


OSM in 3D: OSM2World

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#15 2011-01-24 17:00:15

edwin-ldbg
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Sammelklage in Millionenhöhe gegen Bing und Stefan Küste einreichen, der uns das verbockt hat.

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#16 2011-01-24 20:23:33

miraculixOSM
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Dennis[B] wrote:

Ich würde mir eine Einstellung in JOSM wünschen "Trackfarbe nach Alter". Blau=1 Jahr, Grün=2 Jahre, Gelb=3 Jahre, Rot=älter. Auch hier ändern sich Straßen. Die B33 wird hier ausgebaut und dabei um 2-3 Meter verschoben. Da nutze ich nur meine eigenen Tracklogs, da die anderen alte sein können oder vom alten Radweg stammen können.

Bitte nicht immer wieder solche Farbenspiele. "Barrierefrei" sollte auch hier das Stichwort sein. Dazu gehört wohl auch, dass Leute mit nicht korrektem Farbensehen  noch die Unterschiede erkennen können. Bei den dünnen Tracks in JOSM ist das aber nicht mehr gewährleistet, jedenfalls nicht mit der vorgeschlagenen Kombination.

Wieso kann einem Track beim Hochladen nicht zumindest ein immer abrufbarer Tag mit dem Hochladedatum verpasst werden. Das ist doch das, worauf es ankommt und würde meines Erachtens schon genügen...


Die Grundlage für eine gute Ordnung ist ein großer Papierkorb (nach Tucholsky)

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#17 2011-01-24 20:35:47

miraculixOSM
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From: Cottbus
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

tippeltappel wrote:

Emplois Beispiel erlebte ich auch schon in ähnlicher Form. .... Tja ...

Wo ich nicht zweifelsfrei erkennen kann, daß der auf dem Sat-Bild zu erkennende Weg eine (unbekannte) Straße oder ein Service-Weg ist, tagge ich ausschließlich highway=track. So wird das Wegenetz in der leeren Karte sichtbar. Dem Kartennutzer wird aber keine generelle "Befahrbarkeit" suggeriert. Denn da muß er ja mit allem (tracktype=grade1>>grade5 surface=scrub etc.) rechnen. Und wenn Schatten oder Abzugsgräben verwechselt wurden, ist's dann auch nicht so tragisch. Die Frage ist halt, wie Renderer auf den Umstand reagieren, daß viele Wege eingetragen werden, die vorher nicht aufgezeichnet bzw. mit keinem einzigen track belegt werden.
Tracks, die ohne jegliche Zusatzangaben über die Wegbeschaffenheit in der Datenbank abgelegt wurden, rendere ich seit langem mit einer ganz dünnen Linie, an der die Information hängt "Track ohne Typ" So bin ich gewarnt und weiß dann, daß nicht klar ist, ob und wie der Weg genutzt werden kann. Zum anderen macht mich diese Kartendarstellung unterwegs auf die Wege aufmerksam, deren Zustand noch zu protokollieren ist.
Ich wähle "track" und nicht "path", weil ich davon ausgehe, daß ein "path" nur auf sehr hoch auflösenden Satellitenbildern zu erkennen ist. Wenn sie mir zur Verfügung stünden, würde ich je nach abgebildeter Breite und sichtbaren bzw. unsichtbaren Radspuren zwischen track und path unterscheiden.

Wieso nimmst du eigentlich nicht highway=road? Ist doch eigentlich laut Wiki für diese Fälle vorgesehen. Oder verstehe ich hier was nicht richtig? Wenn ja, müsste ich meine Verwendung von highway=road noch mal überdenken.


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#18 2011-01-24 23:51:55

Emploi
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Scheinbar scheint es nicht nur mir so zu gehen...

@tippeltappel

Ja, das ist ein guter Ansatz,

wenn ich an mein Becker denke, der mit schon auf den "kürzesten Weg" in einen (offensichtlich mindestens 2 Jahre alten) Sumpf schicken wollte und mich über Akkertracks schickt, für den mein Civic gar nicht ausgelegt ist... big_smile *3x mal auf Holz klopf*

Last edited by Emploi (2011-01-24 23:53:21)


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#19 2011-01-25 00:12:00

Radeln
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Posts: 947

Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

miraculixOSM wrote:
tippeltappel wrote:

Emplois Beispiel erlebte ich auch schon in ähnlicher Form. .... Tja ...

Wo ich nicht zweifelsfrei erkennen kann, daß der auf dem Sat-Bild zu erkennende Weg eine (unbekannte) Straße oder ein Service-Weg ist, tagge ich ausschließlich highway=track. So wird das Wegenetz in der leeren Karte sichtbar. Dem Kartennutzer wird aber keine generelle "Befahrbarkeit" suggeriert. Denn da muß er ja mit allem (tracktype=grade1>>grade5 surface=scrub etc.) rechnen. Und wenn Schatten oder Abzugsgräben verwechselt wurden, ist's dann auch nicht so tragisch. Die Frage ist halt, wie Renderer auf den Umstand reagieren, daß viele Wege eingetragen werden, die vorher nicht aufgezeichnet bzw. mit keinem einzigen track belegt werden.
Tracks, die ohne jegliche Zusatzangaben über die Wegbeschaffenheit in der Datenbank abgelegt wurden, rendere ich seit langem mit einer ganz dünnen Linie, an der die Information hängt "Track ohne Typ" So bin ich gewarnt und weiß dann, daß nicht klar ist, ob und wie der Weg genutzt werden kann. Zum anderen macht mich diese Kartendarstellung unterwegs auf die Wege aufmerksam, deren Zustand noch zu protokollieren ist.
Ich wähle "track" und nicht "path", weil ich davon ausgehe, daß ein "path" nur auf sehr hoch auflösenden Satellitenbildern zu erkennen ist. Wenn sie mir zur Verfügung stünden, würde ich je nach abgebildeter Breite und sichtbaren bzw. unsichtbaren Radspuren zwischen track und path unterscheiden.

Wieso nimmst du eigentlich nicht highway=road? Ist doch eigentlich laut Wiki für diese Fälle vorgesehen.

Sehe ich auch so. +1


Gruß
Josef

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#20 2011-01-25 00:18:55

tippeltappel
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

@ miraculixOSM

highway=road impliziert den Begriff Straße und legt damit auch die Vermutung nahe, daß diese Wegverbindung mit großer Wahrscheinlichkeit von der Allgemeinheit befahren werden darf.
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:T … way%3Droad  Im Wiki wird beschrieben, daß dieses Tag für Straßen unbekannter Klassifikation gedacht ist. Klassifikation darf nicht mit Ausbauzustand verwechselt werden. Außerdem: Wirtschaftswege sind keine Straßen.
Wo ich also nicht eindeutig erkennen kann, ob es sich bei der gebingten Spur überhaupt um eine allgemein befahrbare Straße handelt, benutze ich das Tag vorsichtshalber nicht.
Für Forst- oder Landwirtschaftswege ist highway=track vorgesehen unabhängig davon, ob sie asphaltiert sind oder nicht. Die Zusätze tracktype=grade1 surface=* und smoothness=* informieren über die verschiedenen Ausbaustufen und die Befahrbarkeit der Wege. Läßt man diese Zusatzinformationen weg, bringt man damit letztlich zum Ausdruck, daß der Ausbauzustand des Wirtschaftsweges unbekannt ist. Die Zusatzinformationen werden auf Karten je nach Layout durch Linienformen oder Farben unterscheidbar gemacht. Aus genannten Gründen wäre es gut, wenn man auf allen Karten in irgendeiner Weise erkennen könnte, wo diese Zusatzinformationen fehlen. Es gibt Karten, in denen werden nicht näher klassifizierte "tracks" z.B. dargestellt wie tracks mit tracktype=grade2. Das finde ich irreführend aber nicht weiter schlimm, weil Tracks mit "tracktype2 bis 5" ohnehin einer fortlaufenden Veränderung unterliegen. 

Angesichts der Tatsache, daß OSM-Karten sich z.B. über APS immer mehr verbreiten, finde ich, daß man ohne Ortskenntnis gemappte Wege besser deutlich unterbewertet, anstatt Autofahrer auf Straßen unbekannter Klassifikation zu "locken", wo sie dann mit Pech in Gräben, Hecken oder sonst wo landen. Wo sich die vermeintlichen Tracks dann doch irgendwann als kleine Verbindungsstraßen entpuppen, kann man sie ja immer noch "upgraden".

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#21 2011-01-25 00:49:51

miraculixOSM
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

@ tippeltappel

Klingt erstmal nicht uninteressant. Ich werd' mal drüber nachdenken. Vielen Dank für deine Erläuterungen smile


Die Grundlage für eine gute Ordnung ist ein großer Papierkorb (nach Tucholsky)

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#22 2011-01-25 07:18:42

_torsten_
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

tippeltappel wrote:

... Es gibt Karten, in denen werden nicht näher klassifizierte "tracks" z.B. dargestellt wie tracks mit tracktype=grade2. Das finde ich irreführend aber nicht weiter schlimm, weil Tracks mit "tracktype2 bis 5" ohnehin einer fortlaufenden Veränderung unterliegen.

Die Tatsache, dass ein Track ohne tracktype als grade2 dargestellt wird, ist aber auch sehr irreführend. Meiner Meinung nach sollte man die Oberflächen von tracks in 3 Gruppen unterteilen: versiegelt (grade1), verdichtet (grade2) und unbefestigt (grade3..5). Wenn also bei einem track das tracktype fehlt, dann sollte der Renderer das "schlechteste" in der Kartendarstellung annehmen. Wobei die Definition "schlecht" ja abhängig vom Sinn und Zwecke der Karte ist.
Ich glaube jedenfalls, man kommt nicht auf die Idee mit einen Civic - vielleicht noch tiefergelegt - über einen Wiesenweg o. dgl. zu fahren. wink Verbessern kann man immer noch.

Ansonsten stimme ich dir zu. :daumen:

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#23 2011-01-25 07:48:04

de_muur
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

tippeltappel wrote:

highway=road impliziert den Begriff Straße und legt damit auch die Vermutung nahe, daß diese Wegverbindung mit großer Wahrscheinlichkeit von der Allgemeinheit befahren werden darf.
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:T … way%3Droad  Im Wiki wird beschrieben, daß dieses Tag für Straßen unbekannter Klassifikation gedacht ist. Klassifikation darf nicht mit Ausbauzustand verwechselt werden. Außerdem: Wirtschaftswege sind keine Straßen.

Ich denke nicht, dass eine derartige Interpretation von highway=road sinnvoll ist. Zum einen findet sich der Verweis auf track und path nur in der deutschen Beschreibung von road, in der englischen Version steht davon nichts. Zum anderen ist bei den Beispielbildern auf der Seite im Wiki auch ein Weg dabei, den ich ganz klar mit track kennzeichnen wuerde.
Bei der Nutzung einer OSM-Karte halte ich es also fuer sehr fahrlaessig, bei highway=road eine allgemeine Befahrbarkeit zu implizieren.

Wenn ein unbekannter Weg aber mit groesster Wahrscheinlichkeit keine nutzbare Strasse ist, dann halte auch ich ein generische highway=track fuer sinnvoller. Nicht weil man dadurch eine Fehlnutzung besser ausschliesst, sondern weil dadurch bereits mehr Information erfasst wird. (Auch wenn diese Zusatzinformation hautpsaechlich auf Vermutung beruht, bei OSM haben wir ja prinzipbedingt nicht den Anspruch, dass all unsere Daten 100%ig korrekt sind. Der naechste Mapper mit besserer Kenntniss kann die Daten ja anschliessend korregeiren. Genaugenommen haben wir ja nicht mal eine Definition, was eigentlich korrekt ist :-)

Gruss
Torsten

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#24 2011-01-25 07:59:26

kellerma
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Registered: 2010-07-18
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

Naja, das schaut eher nach viel Raterei aus als systematisches Vorgehen.

Als ich meine ersten yahoo abzeichnete, war ich der festen Ueberzeugung, gewisse details richtig interpretiert zu haben. Als das (mittelaufgeloeste) bing-bild kam: oopsi, doch etwas verschaetzt. Zur Kontrolle mal auf das hochaufgeloeste gespitzt: Mmh, schaut wieder anders aus. Mal vorbeigeduest, oh, da steht jtzt gar nix mehr sad

1) Gebiet mit eigenen gpx-tracks erfassen, ohne grosse details
2) im validator gebiet sauebern
3) jetzt eigene erkenntnisse +satellitenbild einbauen
4) vorm hochladen nochmals mit validator komplett drueber
5) vor ort die neue karte querchecken und ggf. details (z.b. Hydrant) hinzunehmen

Ciao,
Frank

Last edited by kellerma (2011-01-25 08:02:30)

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#25 2011-01-25 10:11:07

_torsten_
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Re: BinGer treiben mich in den Wahnsinn

kellerma wrote:

... viel Raterei aus als systematisches Vorgehen. ...

Wenn man ohne Überlegung alles aus den Luftbildern übernimmt - schon. Und Emplois Beispiel ist der Beweis dafür. 

Ich habe die bing-Bilder auch schon als Grundlage für Ergänzungen verwendet und musste dabei ganz unterschiedliche Qualitäten festgestellen. An einer Stelle stimmen die Straßen und Wege ziemlich genau mit den angezeigten tracks überein. An anderen Stellen kann man den bing-Hintergrund wie einen nassen Lappen in alle Richtungen verschieben und es passt gar nichts ...

Man darf meiner Meinung nicht alles glauben, was man auf diesen Luftbildern erkennen oder erahnen kann.

Einen Feldweg aus dem Luftbild zu übernehmen und diesen dann mit highway=track ohne weitere Eigenschaften zu definieren ist aber so falsch nicht. Schließlich wissen wir alle, dass Feldwege wandern ... big_smile

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