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Please create new topics on the new site at community.openstreetmap.org. We expect the migration of data will take a few weeks, you can follow its progress here.***
#76 2020-09-02 22:05:39
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Du meinst Radeburg.
Du hast Recht. Radebeul, Radeburg, Radeberg, und alles gleich um die Ecke. Wenn alle drei eine Brauerei hätten, würde ich ständig das falsche Bier kaufen.
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#77 2020-09-02 22:14:33
- dieterdreist
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Ich habe in Leipzig komplette Straßenzüge überarbeitet mit Spurbreiten, Abbiegespuren, Placement, Fußwegübergängen, Destinations usw. u. a. um das Routing zu perfektionieren. Da mache ich alles neu und lasse nicht Fragmente des Alten übrig. ....
Wenn ich etwas überarbeite und komplettiere, werde ich nur ein Schema komplett machen und Redundanzen entfernen.
dann bitte lieber nix überarbeiten, wenn dazu alle Fragmente des „Alten“ (Bestehenden) weichen müssen. Auch das sogenannte „Redundanzen entfernen„ sehe ich eher kritisch, das ist oft nicht möglich ohne jemand anderem seine Anwendung kaputt zu machen, oder mindestens jedoch auf die Füße zu treten.
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#78 2020-09-02 23:14:19
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Ich habe mit "alles" nicht gemeint, dass ich alles lösche und dann neu baue. Ich meinte es im Sinne von "vollständig" und "durchgängig". Wenn ich die Lanes und Destinations setze, Haltestellen aufs neue Schema bringe usw. dann beginne ich am Stadtrand und arbeite mich bis zur Innenstadt durch uns versuche nicht nur Stückwerk zu machen. Die Straße wird dann im Mapping-Style recht einheitlich.
Nichts muss weichen, aber es muss auch nicht alles bleiben. Prio 1 hat, dass es richtig, möglichst genau und verständlich ist. Klar versuche ich die Historie von Kanten zu erhalten. Wenn z. B. eine von zwei Kanten nicht mehr gebraucht wird, überlebt die ältere. Wenn ich einen Bussteig mappe wo vorher nur ein Punkt als Hst. war, dann beginnt der Bussteig an dem alten Punkt usw.. Das hat für mich aber Prio 2.
Kanten mit identischen Eigenschaften und Rollenmitgliedschaften lasse ich z.B. nicht getrennt sondern verbinde sie wieder. Ich lösche auch Knoten an geraden Abschnitten, wenn sie keine weiteren Eigenschaften haben. Wird ein Straßenzug bearbeitet, so kommen neue Kanten hinzu, manche alte Kante fliegt raus.
Übersichtlichkeit hat auch einen Wert. Wenn man alles Alte stehen lässt und Neues daneben mappt, wird es vor allem an großen Kreuzungen ziemlich unübersichtlich. Dort wo sonst kaum was ist (abgerissene Gebäude, jetz Wiese) kann man ja razed:building o.ä. nehmen.
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#79 2020-09-03 05:55:04
- OSM_RogerWilco
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Weil ich gestern darüber gestolpert bin:
Wie kann ich beim sidewalk-Tagging ein Übergang mit Mittelinsel angeben, der abgesenkte Bordsteinkanten am Gehweg besitzt, die Mittelinsel aber ohne Bordstein ist? Beim separat gemappten Wegen ist das relativ einfach.
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#80 2020-09-04 22:29:05
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Wie kann ich beim sidewalk-Tagging ein Übergang mit Mittelinsel angeben, der abgesenkte Bordsteinkanten am Gehweg besitzt, die Mittelinsel aber ohne Bordstein ist? Beim separat gemappten Wegen ist das relativ einfach.
Vereinfacht: Sobald ein Bordstein nicht abgesenkt ist ist der Übergang nicht bordsteinfrei. Wenn man sich im Haus stufenfrei bewegen kann und nur der Eingang eine Stufe hat, so ist ja auch das ganze Haus nicht barrierefrei.
Wenn man es detaillierter will vielleicht mit island:kerb=flush?
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#81 2020-09-05 22:05:46
- Fabi2
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Man bekommt beide Taggingschemen nur sehr unschön bzw. nicht miteinander verknüpft.
Warum setzt du nicht einfach einen Node irgendwo hin und fügst dann alle sonstigen Informationen die du erfassen willst als Tag hinzu, würde doch OSM total vereifachen, weil man keine Lageinformationen mehr speichern müßte, steht ja alles super in den Tags drin... ;-)
Tatsächlich müsste man alle Fußwege bis an die Straßenkante heranführen, bzw. Verbindungen zwischen Weg und Straße dort einbauen, wo aus einem straßenbegleitenden ein abgesetzter Weg wird, obwohl der Weg durchgängig abgesetz gemappt ist. Das wird der kaum jemand verstehen.
Doch in OSM ist als Geodatenbank doch die Lage und somit auch der Abstand der Wege erfaßt. Wenn der Weg abgesezt ist, läßt man eben den *=sidewalk Tag einfach weg auf dem Stück und gut ist.
Zudem hatte ich bei seperat gemappten Wegen immer sidewalk=separate an die Fahrbahn geschreiben, dann kann ich nicht gleichzeitig sidewalk=both setzen, abgesehen dass das redundanzen sind und so Widersprüche wahrscheinlicher werden. Der Fehler der nicht abgebildeten Verbindung lässt sich auch nicht wirklich beheben oder - wie oben beschrieben - kompliziert über Relationen, was sich nicht durchsetzen wird.
Was soll denn der Nutzen von sidewalk=seperate sein? Den Fehler der nur ansatzweise abgebildeten Übergange hast du doch jetzt auch schon, da wird es dur das separat mappen und durchverbinden eher geringfügig besser, als wenn du Wege als Tags an der Straße mappst.
Last edited by Fabi2 (2020-09-06 10:11:51)
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#82 2020-09-06 11:53:32
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Wenn der Weg abgesezt ist, läßt man eben den *=sidewalk Tag einfach weg auf dem Stück und gut ist.
Dann hat man aber nur ein Schema, das mit seperaten Kanten. Dieter empfahl, einfach beides zusammen zu mappen. Mir ging es darum, dass beide Schemen zusammen irgendwie Murks sind.
Was soll denn der Nutzen von sidewalk=seperate sein?
Daher weiß man, dass eine Straße einen Fußweg hat und dieser schon gemappt wurde, halt nur seperat, weil abgesetzt. Ohne sidewalk-Tag ist unklar, ob es bewusst weggelassen hat, weil der Bürgersteig seperat gemappt wurde oder ob - wie bei den meisten Straßen - Fußwege nicht gemappt wurden. sidewalk=no ist falsch, denn es gibt ja einen Gehweg, nur seperat gemappt.
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#83 2020-09-06 13:24:05
- Fabi2
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Fabi2 wrote:Wenn der Weg abgesezt ist, läßt man eben den *=sidewalk Tag einfach weg auf dem Stück und gut ist.
Dann hat man aber nur ein Schema, das mit seperaten Kanten. Dieter empfahl, einfach beides zusammen zu mappen. Mir ging es darum, dass beide Schemen zusammen irgendwie Murks sind.
Für Straßen/Wege gibt es real mindestens drei Abstraktionsstufen:
1. Real sind alles in OSM Flächen, die zu mappen ist somit am genausten*).
2. Ersatzweise zur Fläche werden in OSM Linien gemappt, diese geben zumindest für Straßen/Wege noch ausreichend genau die Lageeigenschaften und die grobe Geometrie wieder.
3. Die letzte und schlechteste Abstraktionsstufe ohne eigenständige Lage und Geometrieeigenschaften ist die Wege als Tag an der Straße zu mappen.
Daraus ergibt sich, das man nur entweder den Tag an der Straße oder besser, den separaten Weg mappen muß, weil alles andere wäre eine Doppelerfassung. Außerdem ergibt sich, das die Erfassung als Line genauer ist, als die als Tag.
Fabi2 wrote:Was soll denn der Nutzen von sidewalk=seperate sein?
Daher weiß man, dass eine Straße einen Fußweg hat und dieser schon gemappt wurde, halt nur seperat, weil abgesetzt. Ohne sidewalk-Tag ist unklar, ob es bewusst weggelassen hat, weil der Bürgersteig seperat gemappt wurde oder ob - wie bei den meisten Straßen - Fußwege nicht gemappt wurden. sidewalk=no ist falsch, denn es gibt ja einen Gehweg, nur seperat gemappt.
Der Tag sidewalk=seperate ist völlig überflüssig, denn der Router weis ja an hand der separat gemappten Wege, das sie da sind, da braucht er keinen redundanten sidewalk=seperate-Tag an der Straße. Wie oben gesagt, braucht man entweder nur die Fläche, die Line des Weges oder aber den Tag zu mappen.
*) Es geht mir hier nur um die Theorie und nicht um reale DOP- und GPS-Grenzen, die ja auch immer besser werden.
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#84 2020-09-06 15:42:38
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Es geht mir hier nur um die Theorie
Abstrakt finde ich gut, denn du triffst das Problem damit besser.
1. ... Flächen ...
2. ... Linien ... , diese geben zumindest für Straßen/Wege noch ausreichend genau die Lageeigenschaften und die grobe Geometrie wieder.
3. Die letzte und schlechteste Abstraktionsstufe ohne eigenständige Lage und Geometrieeigenschaften ist die Wege als Tag an der Straße zu mappen.
In Sachen Lage- und Geometriegenauigkeit stimmt deine Reihenfolge. Wenn wir abstrakt bleiben darfst du aber nicht nur einen einzelnen Aspekt beachten. Es gibt aber noch ander Kriterien, da sieht es ggf. anders aus. Ich sehe folgende Kriterien:
Korrektheit der Informationen
Aufwand, den man betreiben muss, um Realität korrekt abzubilden
Wie kommen die häufigsten Anwendungsfälle mit den Daten zurecht
Für mich ist die Reihenfolge der drei Anstriche genau umgekehrt, wobei aber die Anwendbarkeit c) stark von der Korrektheit a) abhängt, aber nicht immer.
Zur Korrektheit in a) gehören neben Lagegenauigkeit auch die Information, ob man von der einen Fläche zur anderen wechseln kann. Diese Information ist beim Getrenntmapping von klassischen Bürgersteigen schlichtweg falsch, weswegen ich das als Fehler sehe, den man i. d. R. ausbessern und damit einen Mehrwert schaffen sollte.
Die geometrische Lage kann man dagegen über width und placement auch bei c) einigermaßen abbilden, wenn auch nicht perfekt. Es bleibt eine Ungenauigkeit, da eine ungeteilte Kante nur eine Breitenangabe haben kann und man wegen b) Kanten nicht zu oft teilen sollte.
Wenn man nur die Lagegenauigkeit als Kriterium nimmt, dann müssten wir Fahrspuren einer Straße immer alle als einzelne Linie mappen. Das wir das nicht machen hat Gründe. Diese Gründe liegen genauso bei "Geh- und Fahrspuren" vor, die anstatt durch einen Strich nur durch eine i. d. R. leicht übewindbare Kante getrennt sind.
Ein Argument für getrenntmapping ist, dass diese Kante für zwar für Fußgänger querbar ist, aber nur schlecht für Rollstühle. Allerdings ist eine durchgezogene weiße Linie für Fahrzeuge auch nicht (legal) überquerbar, für Fußgänger dagegen schon.
Daraus ergibt sich, das man nur entweder den Tag an der Straße oder besser, den separaten Weg mappen muß, weil alles andere wäre eine Doppelerfassung.
"Daraus" m. E. nicht, aber im Fazit stimme ich mit dir überein, Redundanzen sind irgendwie blöd.
Der Tag sidewalk=seperate ist völlig überflüssig, denn der Router weis ja an hand der separat gemappten Wege, das sie da sind
Woher soll er wissen, ob die Fußwege in der Nähe der Bürgersteig dieser Straße ist? Im Zweifel routet er den kürzeren Weg an der Straße statt über die Fußwege, die aufgrund ihrer Verschwenkungen länger sind.
Mit sidewalk=seperate kann der Router selber steuern, wie das Ergebnis aussehen soll. Will er Fußgänger über jede Zacke der seperaten Gehwege führen, so kann er die Straßenkante ausschließen.
Will er aber lieber abstrakter routen um Verwirrungen zu vermeiden, so kann er absichtlich die Straßenkante bevorzugen. Durch sidewalk=seperate weiß er ja, dass diese Straße Gehwege hat. Aufgrund des Seperatemappens kennt er dessen Eigenschaften jedoch nicht.
(Edit: inhaltsverstellender Fehler beseitigt: "Bürgersteig" statt "Bordstein")
Last edited by JochenB (2020-09-07 18:22:49)
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#85 2020-09-06 20:26:31
- Fabi2
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Fabi2 wrote:Es geht mir hier nur um die Theorie
Abstrakt finde ich gut, denn du triffst das Problem damit besser.
Fabi2 wrote:1. ... Flächen ...
2. ... Linien ... , diese geben zumindest für Straßen/Wege noch ausreichend genau die Lageeigenschaften und die grobe Geometrie wieder.
3. Die letzte und schlechteste Abstraktionsstufe ohne eigenständige Lage und Geometrieeigenschaften ist die Wege als Tag an der Straße zu mappen.In Sachen Lage- und Geometriegenauigkeit stimmt deine Reihenfolge. Wenn wir abstrakt bleiben darfst du aber nicht nur einen einzelnen IAspekt beachten. Es gibt aber noch ander Kriterien, da sieht es ggf. anders aus. Ich sehe folgende Kriterien:
* Korrektheit der Informationen
Dazu gehören aus meiner Sicht alle Aspekte die als Modell der Realität möglichst nahe kommen, womit man dann auch wieder beim Flächenmapping wäre. Das man möglichst alle Attribute der Fläche erfaßt setze ich hier mal vorraus.
* Aufwand, den man betreiben muss, um Realität korrekt abzubilden
Das spricht gegen Flächenmapping (zumindest bis es dafür vernüftige Programmunterstützung gibt), sondern mehr für die Erfassung als Linie, wennn sich die Objekte (Straßen/Wege) dafür eignen.
* Wie kommen die häufigsten Anwendungsfälle mit den Daten zurecht
Das klappt immer, wenn die Daten die Realität ausreichend beschreiben und vernüftig maschinell auswertbar sind.
Zur Korrektheit in a) gehören neben Lagegenauigkeit auch die Information, ob man von der einen Fläche zur anderen wechseln kann. Diese Information ist beim Getrenntmapping von klassischen Bürgersteigen schlichtweg falsch, weswegen ich das als Fehler sehe, den man i. d. R. ausbessern und damit einen Mehrwert schaffen sollte.
Beim mappen als Tag am Weg wird die Information über mögliche Wechselmöglichkeiten auch nicht erfaßt, zumindest auch nicht bessser als wenn man den Weg getrennt mappen würde. Um die Übergänge genau zu erfassen muß man möglichst viel als Fläche erfassen und dann die Querungsmöglichkeiten z.B. mit Relationen detailiert erfassen (siehe mein generisches Spurmodell, und klar braucht man das vernüftige Unterstützung durch die Programme, es ist aber abbildbar und lösbar).
Wenn man nur die Lagegenauigkeit als Kriterium nimmt, dann müssten wir Fahrspuren einer Straße immer alle als einzelne Linie mappen. Das wir das nicht machen hat Gründe. Diese Gründe liegen genauso bei "Geh- und Fahrspuren" vor, die anstatt durch einen Strich nur durch eine i. d. R. leicht übewindbare Kante getrennt sind.
Der Hauptgrund warum wir das nicht machen hängt ja eher mit den doch noch beschränkten DOP- und GPS-Genauigkeiten zusammen als mit den Routing, denn mit dem richtigen Modell kann man auch vernüftig über Straßen routen auf der z.B. jede Spur gemappt wurde.
Ein Argument für getrenntmapping ist, dass diese Kante für zwar für Fußgänger querbar ist, aber nur schlecht für Rollstühle. Allerdings ist eine durchgezogene weiße Linie für Fahrzeuge auch nicht (legal) überquerbar, für Fußgänger dagegen schon.
Deswegen muß man ja bei den Querungsangaben/-relationen zwischen physikalischer und gesetzlicher Querung unterscheiden. Und natürlich ist die wie du richtig schreibst, ja auch abhängig von der Forbewegungsart.
Fabi2 wrote:Der Tag sidewalk=seperate ist völlig überflüssig, denn der Router weis ja an hand der separat gemappten Wege, das sie da sind
Woher soll er wissen, ob die Fußwege in der Nähe der Bordstein dieser Straße ist?
Das der Weg neben der Straße verläuft, beschreibt ja *=sidewalk.
Im Zweifel routet er den kürzeren Weg an der Straße statt über die Fußwege, die aufgrund ihrer Verschwenkungen länger sind.
Das hängt davon ab, für welche Forbewegungsart geroutet wird:
Füßgänger: 1. Priorität immer Fußwege, zweite Prioriät: die Straße. Der Router würde also wenn es einen Fußweg an der Straße gibt, den Fußgänger nie auf die Fahrbahn schicken.
Auto:1. Priorität immer möglichst gut ausgebaute Straßen, 2. schlechter ausgebaute Straßen; Fuß- und Radwege nie.
Mit sidewalk=seperate kann der Router selber steuern, wie das Ergebnis aussehen soll. Will er Fußgänger über jede Zacke der seperaten Gehwege führen, so kann er die Straßenkante ausschließen.
Will er aber lieber abstrakter routen um Verwirrungen zu vermeiden, so kann er absichtlich die Straßenkante bevorzugen. Durch sidewalk=seperate weiß er ja, dass diese Straße Gehwege hat. Aufgrund des Seperatemappens kennt er dessen Eigenschaften jedoch nicht.
Kein Router schickt einen Fußgänger, auch schon wegen der Gefährdung, vielliecht noch auf einer stark befahrenen Straße, auf die Straße, wenn es dort einen Fußweg gibt. Also hat sich die vermeintliche Wahlfreiheit in der Praxis auch schnell erledigt. Das die Straße Gewege hat, weiß der Router im Zweifelsfall auch durch *=sidewalk.
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#86 2020-09-06 20:38:15
- dieterdreist
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Re: footway löschen weil separat gemappt
seperaten Kanten. Dieter empfahl, einfach beides zusammen zu mappen. Mir ging es darum, dass beide Schemen zusammen irgendwie Murks sind.
das Problem mit unverbundenen Querwegen könnte man dadurch lösen, dass man sie verbindet und dieses Extrastück, das man nicht haben will wenn man Fußwege getrennt betrachten will, auch mit einem Extratag kennzeichnet, z.B.
footway=implicit
das würde man aber erst setzen nachdem oder falls man die expliziten Fußwege mappt. Dann würde man sofern es dort keinen abgesenkten Bordstein gibt den Weg am Schnittpunkt zum Gehweg trennen und das tag auf den Schnipsel Richtung Straße setzen.
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#87 2020-09-06 21:24:46
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Beim mappen als Tag am Weg wird die Information über mögliche Wechselmöglichkeiten auch nicht erfaßt, zumindest auch nicht bessser als wenn man den Weg getrennt mappen würde.
Naja, genau deswegen macht an das ja so:
Straße und Rad-/Gehweg gemeinsam gemappt = Übergang zwischen beiden möglich
Straße und Rad-/Gehweg getrennt gemappt = Übergang nicht möglich.
Einfach und verständlich, oder? Entspricht der aktuellen Wiki-Empfehlung.
Um beim gemeinsam gemappten Weg nicht bei der kleinsten Trennung die Wege wieder aufspalten zu müssen, könnte ein Tag an der Kante helfen, das sagt, dass man in diesem Abschnitte eben nicht queren kann, z. B. wegen eines Geländers (crossing_barrier=railing).
Das die Straße Gewege hat, weiß der Router im Zweifelsfall auch durch *=sidewalk.
Nein, er weiß nur, dass in der Nähe des Fußwegs mit *=sidewalk irgendeine Straße Bürgersteige hat. Welche Straße das ist und welcher Abschnitt genau, kann der Mensch zwar sehen und schlussfolgern. Einer Maschine hilft "sieht man doch" aber nicht.
Kein Router schickt einen Fußgänger, auch schon wegen der Gefährdung, vielleicht noch auf einer stark befahrenen Straße, auf die Straße, wenn es dort einen Fußweg gibt
Das würde bedeuten, Straßen ohne sidewalk-Tag im Fußgängerrouting zu bestrafen oder auzuschließen. Damit wären gefühlt 80% aller Straßen mit Gehwegen ausgeschlossen. Nämlich alle die, wo die Gehwege in OSM nicht erfasst sind. Das wäre ein schlechter Router!
Das sidewalk-Tag kann da helfen:
sidewalk=no - Straße hat definitiv keinen Gehweg, bei Hauptstraßen im Fußgängerrouting bestrafen
sidewalk=yes - Straße hat definitv einen Gehweg, Kante wird im Fußgängerrouting bevorzugt
sidewalk=seperate - Straße hat definitv einen Gehweg, Router entscheidet selber ob er sich auf benachbarte Fußwege zwingt (Straße behandeln wie sidewalk = no) oder die Straßenkante bevorzugt (analog sidewalk=yes).
kein sidewalk-Tag - ob Bürgersteig vorhanden ist unbekannt. Kante wird im Fußgängerrouting neutral behandelt
Füßgänger: 1. Priorität immer Fußwege, zweite Prioriät: die Straße. Der Router würde also wenn es einen Fußweg an der Straße gibt, den Fußgänger nie auf die Fahrbahn schicken.
Auch hier, würde das bedeuten, dass man Straßen ohne sidewalk-Tag im Routing bestraft. Also auch alle Straßen, deren Gehwege nich gemappt wurden, was die Mehrheit der Straßen ist.
mit dem richtigen Modell kann man auch vernüftig über Straßen routen auf der z.B. jede Spur gemappt wurde.
Dieses Modell wird aber nur funktionieren, wenn es bei c) einfach in der Anwendung ist. Außer dem Taggen der Spurinformationen und Geh/Radwege an der Straßenkante sehe ich keine einfaches Modell. Flächenmapping ist sehr aufwendig und nur mit guten Luftbildern sinnvoll. Relationen zum Zuordnen von Kanten zur Straßenabschnitten sind auch aufwändig und kopmliziert.
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#88 2020-09-07 09:46:23
- tudacs
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Re: footway löschen weil separat gemappt
JochenB wrote:* Wie kommen die häufigsten Anwendungsfälle mit den Daten zurecht
Das klappt immer, wenn die Daten die Realität ausreichend beschreiben und vernüftig maschinell auswertbar sind.
Entschuldigung, aber das ist etwas zu pauschal und undifferenziert. Was ist ausreichend? Was ist vernünftig? Da setzt subjektives Empfinden ein, mindestens bei letzterem in der Qualität stark abhängig vom Erfahrungslevel im Schreiben von Programmen und dem Verständnis für Datenmodelle für Geoanwendungen.
Die maschinelle Perspektive besteht an einigen Stellen nicht mehr aus Punkten und Linien, die anhand von Koordinaten nett angeordnet sind, sondern aus Ecken und Kanten die einen Graphen darstellen und deren "räumlicher Bezug" für die Maschine wenig "greifbar" ist, bzw. wenig Bedeutung hat.
Zwischen "maschinell Auswertbar" und "Anwendungsfälle", die ja auch in endlicher Zeit eine Lösung liefern sollten, klafft in deiner These zudem eine Lücke.
Das "wenn die Daten die Realität ausreichend beschreiben" trifft auch auf Sidewalk-Tagging an der Straßenlinie zu.
Beim mappen als Tag am Weg wird die Information über mögliche Wechselmöglichkeiten auch nicht erfaßt, zumindest auch nicht bessser als wenn man den Weg getrennt mappen würde.
...
Kein Router schickt einen Fußgänger, auch schon wegen der Gefährdung, vielleicht noch auf einer stark befahrenen Straße, auf die Straße, wenn es dort einen Fußweg gibt
Für die Interna aller mir bekannten Router ist der zu routende potentielle Verkehrsteilnehmer ohnehin ein "Schrödingers Verkehrsteilnehmer unter Heisenbergscher Unschärferelation" -- der Verkehrsteilnehmer befindet sich in einer Richtung überall auf der (jeder) Linie (äh, Kante), solange die Kante die Richtung für den Verkehrsteilnehmer zulässt. Dafür sind erstmal nur sehr wenige Tags relevant (spontan, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, exemplarisch: oneway, access (auch die impliziten)).
Der Rest ist nur Penalty-herumgerechne und die Suche nach dem "günstigsten" Weg; für unterschiedliche Verkehrsteilnehmer sind unterschiedliche Straßen unterschiedlich "teuer". Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Router eigentlich so die ganze Zeit machen, ist brouter prima: Da kann über ein ziemlich offenes Interface die Penalties für Wegstrecken selbst einstellen.
Wenn die Alternative zu 100m stark befahrener Straße (btw. "stark befahren" -- welchen Tag meinst du?) ein 5km Umweg ist, ist es nicht so unwahrscheinlich, dass der Router dich auch da entlang schickt -- ohne Router würdest du es im Angesicht des Umwegs genau so machen.
p.s. Noch ein kleiner Anhang an Fabi2: Ich finde deine Absolutheitsformen ("kein", "alle", "jeder", "immer") ja ganz bezaubernd, aber mindestens mir bleibt dann so ein müdes Lächeln im Gesicht hängen wenn mir schon beim Lesen Gegenbeispiele einfallen und ich denke an Asterix und Obelix "Ganz Gallien? Nein...".
[EDIT: Das p.s. ging mit einer Aufforderung zum Überdenken weiter; Ich wurde darauf hingewiesen, dass das den Ton verschärft, was ich nicht möchte, siehe unten]
Last edited by tudacs (2020-09-07 10:18:41)
„Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Unwissenheit genügt" (Hanlon's Razor)
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#89 2020-09-07 10:04:39
- OSM_RogerWilco
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Schade, dass der Ton auch hier wieder schärfer wird. ![]()
Edit: Zitat nach Edit gelöscht. Danke, tudacs! ![]()
Last edited by OSM_RogerWilco (2020-09-07 10:31:14)
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#90 2020-09-07 10:17:00
- tudacs
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Schade, dass der Ton auch hier wieder schärfer wird.
Oh, danke für deine schnelle Reaktion, die mir die Möglichkeit gibt das zu entschärfen; es ist/war humorig gemeint, mit einem Augenzwinkern. Tut mir Leid -- ich habe unterschätzt, dass das beim schreiben und sich nicht persönlich kennen/sehen nicht so rüberkommt bzw. rüberkommen kann.
„Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Unwissenheit genügt" (Hanlon's Razor)
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#91 2020-09-19 18:02:30
- Fabi2
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Fabi2 wrote:Beim mappen als Tag am Weg wird die Information über mögliche Wechselmöglichkeiten auch nicht erfaßt, zumindest auch nicht bessser als wenn man den Weg getrennt mappen würde.
Naja, genau deswegen macht an das ja so:
Straße und Rad-/Gehweg gemeinsam gemappt = Übergang zwischen beiden möglich
Straße und Rad-/Gehweg getrennt gemappt = Übergang nicht möglich.
Einfach und verständlich, oder? Entspricht der aktuellen Wiki-Empfehlung.
In Bezug auf praktikable Darstellung der Beziehung:"dieser Fußweg (sidewalk) gehört mit zur x-Straße" gebe ich dir recht, das anfängertauglich darzustellen ist nicht so einfach, auch wenn es für das Routing an sich ohne Belang ist. Es ist nur schön für die Aufhübschung der Routinganweisungen durch das hinzufügen des Straßennamens: "folgen sie x Meter dem Fußwerg der y-Straße" ist ja schöner als "folgen sie x Meter dem Fußweg an der Straße" (weil die Info hat man ja durch footway=sidewalk). Aber das Problem läßt sich lösen indem man ähnlich dem Ansatz des destination=*-Tagging wo man in der Praxis ja auch herausfinden kann welche Orte in der Nähe liegen, einfach z.B. den sidewalk mit street_name=* taggt. Das wäre also die äquivalente Krücke um den Verarbeitungsaufwand zu reduzieren bzw. in Einzelfällen (z.B. würde sich ein Rechner schwer damit tun ob man nun den größten Ort mit x Einwohnern oder doch die nahegelegene Toristenattraktion als Ziel angibt) sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Das ändert aber nichts an der Tatsache das die Dartellung als getrennter Weg im Zweifelsfall genauer ist.
Um beim gemeinsam gemappten Weg nicht bei der kleinsten Trennung die Wege wieder aufspalten zu müssen, könnte ein Tag an der Kante helfen, das sagt, dass man in diesem Abschnitte eben nicht queren kann, z. B. wegen eines Geländers (crossing_barrier=railing).
Das führt aber auf Dauer zu einer totalen Zerhackstükelung der Wege, weil man z.B. auf Teilstück an die barrier=* auf Teilstück b den abgesenkten Bordstein, usw. angeben will, was in Bezug auf die Wartbarkeit der Daten auch nicht toll ist.
Fabi2 wrote:Das die Straße Gewege hat, weiß der Router im Zweifelsfall auch durch *=sidewalk.
Nein, er weiß nur, dass in der Nähe des Fußwegs mit *=sidewalk irgendeine Straße Bürgersteige hat. Welche Straße das ist und welcher Abschnitt genau, kann der Mensch zwar sehen und schlussfolgern. Einer Maschine hilft "sieht man doch" aber nicht.
Da muß man für die genaue Diskussion unterscheiden zwischen dem Routing an sich und der Vorbereitung der Daten für das Routing, weil nur Letzeteres ist in diesem Falle aufwändiger.
Fabi2 wrote:Kein Router schickt einen Fußgänger, auch schon wegen der Gefährdung, vielleicht noch auf einer stark befahrenen Straße, auf die Straße, wenn es dort einen Fußweg gibt
Das würde bedeuten, Straßen ohne sidewalk-Tag im Fußgängerrouting zu bestrafen oder auzuschließen. Damit wären gefühlt 80% aller Straßen mit Gehwegen ausgeschlossen. Nämlich alle die, wo die Gehwege in OSM nicht erfasst sind. Das wäre ein schlechter Router!
Nein, der Router benuzt ja in diesem Fall (also wenn die Straße keinen sidewalk-Tag hat) den separat gemappten Fußweg (footway=sidewalk)!
Fabi2 wrote:Füßgänger: 1. Priorität immer Fußwege, zweite Prioriät: die Straße. Der Router würde also wenn es einen Fußweg an der Straße gibt, den Fußgänger nie auf die Fahrbahn schicken.
Auch hier, würde das bedeuten, dass man Straßen ohne sidewalk-Tag im Routing bestraft. Also auch alle Straßen, deren Gehwege nich gemappt wurden, was die Mehrheit der Straßen ist.
Nein, es geht um eine Priorisierung, nicht um eine Verschlechterung der Wertigkeit der Straße, weil die ist ja nicht schlechter, die nehme ich aber nur wenn ich als Router keinen Fußweg finde an dem Knoten, sonst nehme ich erst mal die Fußwege, wenn ich nicht den kürzesten Weg erzwinge in dem Fall die Straße vorgezogen wird, weil sie kürzer ist als der Weg z.B. duirch den Park an dem Knoten.
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#92 2020-09-19 20:40:20
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Hallo Fabi,
JochenB wrote:Fabi2 wrote:Das die Straße Gewege hat, weiß der Router im Zweifelsfall auch durch *=sidewalk.
Nein, er weiß nur, dass in der Nähe des Fußwegs mit *=sidewalk irgendeine Straße Bürgersteige hat. Welche Straße das ist und welcher Abschnitt genau, kann der Mensch zwar sehen und schlussfolgern. Einer Maschine hilft "sieht man doch" aber nicht.
Da muß man für die genaue Diskussion unterscheiden zwischen dem Routing an sich und der Vorbereitung der Daten für das Routing, weil nur Letzeteres ist in diesem Falle aufwändiger.
Ich glaub du hast mich nicht verstanden.
Nicht nur im Routing, auch in der Vorbereitung ist die Zuordnung der seperaten Gehwege zu den Straßenabschnitten nicht eindeutig möglich, nur durch "erraten", was vermutlich kein Routingprogramm machen wird.
Sowohl Router als auch ein Vorprozess können damit nicht wissen, ob eine Straßenkante ohne sidewalk-tags einen Gehweg hat.
JochenB wrote:Fabi2 wrote:Kein Router schickt einen Fußgänger, auch schon wegen der Gefährdung, vielleicht noch auf einer stark befahrenen Straße, auf die Straße, wenn es dort einen Fußweg gibt
Das würde bedeuten, Straßen ohne sidewalk-Tag im Fußgängerrouting zu bestrafen oder auzuschließen. Damit wären gefühlt 80% aller Straßen mit Gehwegen ausgeschlossen. Nämlich alle die, wo die Gehwege in OSM nicht erfasst sind. Das wäre ein schlechter Router!
Nein, der Router benuzt ja in diesem Fall (also wenn die Straße keinen sidewalk-Tag hat) den separat gemappten Fußweg (footway=sidewalk)!
Auch hier hast: Der Router (oder der Vorprozess) kann nicht wissen, ob eine Straßenkante ohne sidewalk-tags einen Gehweg hat.
Um - wie von dir gewünscht - den Router auf seperat gemappte Gehwegkanten zu zwingen, müsste man alle Kanten ohne sidewalk-tags beim Fußgängerrouting bestrafen oder auschließen. So ein Fußgängerrouting wäre aber überall dort unbrauchbar, wo man Gehwege (noch) nicht gemappt hat, egal ob an der Straßenkante oder seperat. Das ist die überwiegende Menge der Straßen in OSM.
Aber das ist auch nur ein Nebenkriegsschauplatz. Das Problem des Seperat-Taggings ist, dass die genauere Lage der Linie erkauft wird mit einem grundlegenden Datenfehler.
Beim Linientaggig sind Lageungenauigkeiten systematisch bedingt, da Breiten - und damit die Lage der Fahrspuren, Rad- und Gehwege - sich fließend ändern können, die widht-Angabe einer Linie aber nicht. Wer Linientagging betreibt (und das ist bei allen Straßen in OSM der Fall) wird mit dieser Ungenauigkeit leben müssen.
Dieser systematische Fehler lässt sich nur durch Flächentagging sauber beheben.
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#93 2020-09-19 22:15:52
- MKnight
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Wer Linientagging betreibt (und das ist bei allen Straßen in OSM der Fall) wird mit dieser Ungenauigkeit leben müssen.
Dieser systematische Fehler lässt sich nur durch Flächentagging sauber beheben.
Ohne Dir widersprechen zu wollen, das stimmt nicht generell. Gibt reichlich (aber nicht genug) Linien, wo die width kilometerweit vorhanden ist.
gesammelte Overpass-abfragen zu QA (hauptsächlich Strassenfehler) + verschiedene Stats zu Strassen-eigenschaften
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#94 2020-09-20 13:59:20
- skyper
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Re: footway löschen weil separat gemappt
JochenB wrote:Fabi2 wrote:Beim mappen als Tag am Weg wird die Information über mögliche Wechselmöglichkeiten auch nicht erfaßt, zumindest auch nicht bessser als wenn man den Weg getrennt mappen würde.
Naja, genau deswegen macht an das ja so:
Straße und Rad-/Gehweg gemeinsam gemappt = Übergang zwischen beiden möglich
Straße und Rad-/Gehweg getrennt gemappt = Übergang nicht möglich.
Einfach und verständlich, oder? Entspricht der aktuellen Wiki-Empfehlung.
In Bezug auf praktikable Darstellung der Beziehung:"dieser Fußweg (sidewalk) gehört mit zur x-Straße" gebe ich dir recht, das anfängertauglich darzustellen ist nicht so einfach, auch wenn es für das Routing an sich ohne Belang ist. Es ist nur schön für die Aufhübschung der Routinganweisungen durch das hinzufügen des Straßennamens: "folgen sie x Meter dem Fußwerg der y-Straße" ist ja schöner als "folgen sie x Meter dem Fußweg an der Straße" (weil die Info hat man ja durch footway=sidewalk). Aber das Problem läßt sich lösen indem man ähnlich dem Ansatz des destination=*-Tagging wo man in der Praxis ja auch herausfinden kann welche Orte in der Nähe liegen, einfach z.B. den sidewalk mit street_name=* taggt. Das wäre also die äquivalente Krücke um den Verarbeitungsaufwand zu reduzieren bzw. in Einzelfällen (z.B. würde sich ein Rechner schwer damit tun ob man nun den größten Ort mit x Einwohnern oder doch die nahegelegene Touristenattraktion als Ziel angibt) sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Das ändert aber nichts an der Tatsache das die Darstellung als getrennter Weg im Zweifelsfall genauer ist.
Hier gibt es auch das "is_sidepath" Proposal https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath, welches unabhängig von "highway=footway" funktioniert und schon "is_sidepath:of=[highway_value]" und "is_sidepath:of:name=*" anbietet.
Auch "sidewalk[:left|:right]=separate" an der Straße stehen noch zur Verdeutlichung parat.
JochenB wrote:Um beim gemeinsam gemappten Weg nicht bei der kleinsten Trennung die Wege wieder aufspalten zu müssen, könnte ein Tag an der Kante helfen, das sagt, dass man in diesem Abschnitte eben nicht queren kann, z. B. wegen eines Geländers (crossing_barrier=railing).
Das führt aber auf Dauer zu einer totalen Zerhackstückelung der Wege, weil man z.B. auf Teilstück an die barrier=* auf Teilstück b den abgesenkten Bordstein, usw. angeben will, was in Bezug auf die Wartbarkeit der Daten auch nicht toll ist.
Wenn diese Barrieren eingezeichnet werden, ist wohl ein separates Tagging sinnvoll. Sehe ich übrigens schon bei "barrier=kerb" als nützlich an, dann aber bitte auch mit "area:highway" als Flächen zur Komplementierung.
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#95 2020-09-24 21:48:13
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
JochenB wrote:Wer Linientagging betreibt (und das ist bei allen Straßen in OSM der Fall) wird mit dieser Ungenauigkeit leben müssen.
Dieser systematische Fehler lässt sich nur durch Flächentagging sauber beheben.
Ohne Dir widersprechen zu wollen, das stimmt nicht generell. Gibt reichlich (aber nicht genug) Linien, wo die width kilometerweit vorhanden ist.
Ja, aber damit kann man halt nicht bbilden, dass sich die Breite irgendwo kontinuierlich ändert, eine Kante kann nur eine Breite haben und nicht z. B. am Anfang 6m am Ende 9m. Es wird immer Sprünge geben, z.B. wenn eine Abbigespur hinzukommt wird aus 6m plötzlich 9m.
Dadurch springen natürlich auch die Fahrspuren und die Geh- und Radwege, das ist an der Stelle des Sprunges eine Lageungenauigkeit.
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#96 2020-09-24 21:56:42
- JochenB
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Hier gibt es auch das "is_sidepath" Proposal https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath, welches unabhängig von "highway=footway" funktioniert und schon "is_sidepath:of=[highway_value]" und "is_sidepath:of:name=*" anbietet.
Dort wird nur ein Straßenname oder eine Nummer angegeben, z. B. "is_sidepath:of:name=Dorfstraße". Das ist alles andere als eine eindeutige Zurodnung, welcher Straßenabschnitt nun Gehwege hat und welcher nicht. Ich kenne unzählige Dorfstraßen, die mal Gehwege haben mal nicht und wo die Nebenstraßen ohne Gehwege auch Dorfstraße heißen.
Das Beispiel zeigt, dass das Tag sidepath=separate sehr wohl einen Wert hat, denn kann der Fußgängerrouter diese Kante ausschließen weil er sich sicher sein kann, dass der eigentliche Gehweg seperat getaggt ist oder er nimmt sie bewusst, weil er damit weiß, dass die kante einen Gehweg hat, er den Nutzern nicht das Microrouting auf Fußwegen zumuten will ("gehen Sie 3m geradeaus, dann 5m links")
Das Nutzen von sidewalk=separate schießt aber das gleichzeitige Anwenden von seperaten Gehwegtagging und dem Taggen an der Straße mit sidewalk=* aus.
Auch "sidewalk[:left|:right]=separate" an der Straße stehen noch zur Verdeutlichung parat.
Das seh ich ja auch so, aber Fabi meinte, der Tag sei nutzlos, was ich ja hier versucht habe zu widerlegen.
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#97 2020-09-24 23:29:09
- MKnight
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Re: footway löschen weil separat gemappt
MKnight wrote:JochenB wrote:Wer Linientagging betreibt (und das ist bei allen Straßen in OSM der Fall) wird mit dieser Ungenauigkeit leben müssen.
Dieser systematische Fehler lässt sich nur durch Flächentagging sauber beheben.
Ohne Dir widersprechen zu wollen, das stimmt nicht generell. Gibt reichlich (aber nicht genug) Linien, wo die width kilometerweit vorhanden ist.
Ja, aber damit kann man halt nicht [a]bbilden, dass sich die Breite irgendwo kontinuierlich ändert, eine Kante kann nur eine Breite haben und nicht z. B. am Anfang 6m am Ende 9m. Es wird immer Sprünge geben, z.B. wenn eine Abbigespur hinzukommt wird aus 6m plötzlich 9m.
Dadurch springen natürlich auch die Fahrspuren und die Geh- und Radwege, das ist an der Stelle des Sprunges eine Lageungenauigkeit.
Das stimmt, ist aber imho kein gutes Argument für oder gegen irgendwas auf DIESER Baustelle.
Wenn auf 3m die Breite und/oder die lanes einer Strasse nicht stimmen, dann sagt das nix über das selbe Tagging auf der Länge aus. Und viel schlimmer noch: es sagt auch nix über anderes "kaputtes" Tagging in vielen anderen themenfremden Bereichen.
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#98 2020-09-25 00:42:36
- dieterdreist
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Re: footway löschen weil separat gemappt
Ja, aber damit kann man halt nicht bbilden, dass sich die Breite irgendwo kontinuierlich ändert, eine Kante kann nur eine Breite haben und nicht z. B. am Anfang 6m am Ende 9m. Es wird immer Sprünge geben, z.B. wenn eine Abbigespur hinzukommt wird aus 6m plötzlich 9m.
das könnte man allerdings abbilden, z.B. wenn man die ways so splittet dass jeweils die komplette Änderung von x nach y Breite enthalten ist und man einen tag dafür definiert dass die Breite sich gleichbleibend ändert. Wenn man es noch weitertreiben wollte könnte man Funktionen eingeben die die Breitenänderung beschreiben. Oder auch ohne die ways zu splitten indem man die Breite über Relationen und nodes sowie dem way als membern beschreibt
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#99 2020-09-26 16:42:19
- skyper
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Re: footway löschen weil separat gemappt
skyper wrote:Hier gibt es auch das "is_sidepath" Proposal https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath, welches unabhängig von "highway=footway" funktioniert und schon "is_sidepath:of=[highway_value]" und "is_sidepath:of:name=*" anbietet.
Dort wird nur ein Straßenname oder eine Nummer angegeben, z. B. "is_sidepath:of:name=Dorfstraße". Das ist alles andere als eine eindeutige Zurodnung, welcher Straßenabschnitt nun Gehwege hat und welcher nicht. Ich kenne unzählige Dorfstraßen, die mal Gehwege haben mal nicht und wo die Nebenstraßen ohne Gehwege auch Dorfstraße heißen.
Das Beispiel zeigt, dass das Tag sidepath=separate sehr wohl einen Wert hat, denn kann der Fußgängerrouter diese Kante ausschließen weil er sich sicher sein kann, dass der eigentliche Gehweg seperat getaggt ist oder er nimmt sie bewusst, weil er damit weiß, dass die kante einen Gehweg hat, er den Nutzern nicht das Microrouting auf Fußwegen zumuten will ("gehen Sie 3m geradeaus, dann 5m links")
"is_sidepath=yes" ist als Zusatz/Ersatz für "footway=sidewalk" gedacht, aber flexibler und für den separat eingetragenen Gehweg oder sonstigen "Seitenweg". Als Tag für den "Hauptweg/-straße" ist er nicht gedacht und somit auch nicht als Ersatz für "sidewalk/sidepath=separate" sondern eben die Ergänzung dazu.
Das Nutzen von sidewalk=separate schießt aber das gleichzeitige Anwenden von seperaten Gehwegtagging und dem Taggen an der Straße mit sidewalk=* aus.
Das ist mir neu.
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#100 2020-09-26 18:51:16
- dieterdreist
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Re: footway löschen weil separat gemappt
"is_sidepath=yes" ist als Zusatz/Ersatz für "footway=sidewalk" gedacht, aber flexibler und für den separat eingetragenen Gehweg oder sonstigen "Seitenweg".
du meinst nicht flexibler sondern unspezifischer, man verliert ggf. Informationen, dafür kann man mehrere unterschiedliche Arten von Wegen mit dem gleichen tag taggen.
Das ist natürlich immer eine Abwägung im Tagging, wie allgemein oder spezifisch man die tags gestalten will, aber in diesem Fall, als Zusatztag für highway=footway, finde ich footway=sidewalk genau das, was ich gerne wissen will. Eine weitere Indirektionsebene dazwischenzuschieben halte ich nicht für sinnvoll.
Für seitliche Fahrrad- und Reitwege kann man sich vielleicht trotzdem des tags bedienen
Last edited by dieterdreist (2020-09-26 18:51:57)
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