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#26 2020-07-21 22:06:18

westnordost
Member
From: Hamburg
Registered: 2013-07-13
Posts: 491

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Ich finde es auch etwas ärgerlich, dass jetzt parallel zwei Texte entstanden sind, aber ich habe mir den Text von Nakaner durchgelesen und finde ihn auch gut.

Wie er selbst auch schreibt, denke ich kann es nicht schaden wenn du (Jo Cassel) unseren Text trotzdem an die Stelle schickst, betitelt z.B. als einen gemeinsam verfassten Text aus dem OpenStreetMap Forum Deutschland oder allgemein aus der deutschen OSM Community. Warum ich denke dass es Sinn macht, ist, weil der dann "offizielle" Text von FOSSGIS sowohl recht lang als auch sich eher negativ (bzw. als Wunschzettel) liest. Wenn dem IMAGI ein weiterer ähnlicher kürzerer Text vorliegt der dennoch die wichtigen Punkte enthält, haben sie eine Textvorlage, um den finalen Text für ihren Fortschritts-Bericht entsprechend anzupassen sollte ihnen der Wortlaut des FOSSGIS-Textes nicht gefallen.
Blöd wäre nämlich wenn sie den (längeren) Text nehmen und bloß alle negativen Punkte herauskürzen.

Last edited by westnordost (2020-07-21 22:07:35)

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#27 2020-07-22 15:58:29

Jo Cassel
Member
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Posts: 752

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Nakaner wrote:

Hallo, ich möchte ausdrücklich davon abraten, ohne Konsultation des FOSSGIS-Vorstands als "OpenStreetMap-Deutschland" o.ä. aufzutreten. Der FOSSGIS e.V. ist von der OSMF als Local Chapter anerkannt, laut Vertrag mit der OSMF führt der FOSSGIS e.V. als Local Chapter die Namen "FOSSGIS" und "OpenStreetMap Deutschland". Wir beabsichtigen, [...]

Schon klar, der Verein aus dem Badischen hat die OSM-Namensrechte (tail wagging the dog) - dann bin ich ja froh, in #24 ausdrücklich "informelles Gespräch" geschrieben zu haben und damit sicher vor Ermahnungen und Abmahnungen zu sein.
In diesem informellen (im Sinne von unverbindlichen, inoffiziellen, ohne Rang und Namen beachtenden) Gespräch äußerte der BMI/IMAGI-Autor nebenbei noch etwas zu seinen Problemen mit eingesendeten Texten, die mich zweifeln lassen, ob er mit dem aktuellen ChaosPad-Stand so wirklich glücklich wird - das soll aber nicht mein Problem sein.

Nakaner wrote:

Es tut mir leid, Jo Cassel, dass du dich mit meinem Gegenentwurf überfahren fühlst. Ich denke jedoch, dass [...]

Wenn Du schon meine Befindlichkeit thematisierst, seit längerem versuche ich immer wieder mal, das OSM-Forum zur gemeinsamen, konsensualen Textproduktion (für das OSM-Wiki) zu nutzen. Mit den richtigen, sprich an der Sache statt an einer eigenen Agenda, interessierten Leuten am Start kann da durchaus auch was bei rumkommen. Daher halte ich gar nichts davon, die OSM-Infrastruktur als zentralen Kommunikationsort durch die Eröffnung paralleler, externer Blasen (hier ChaosPad+Mumble+Vereinsmeierei) zu entwerten (zu "überfahren") und werde mich daher an solchen Aktionen nicht beteiligen.


@westnordost, hatte in #19 klargestellt, dass meine Intention ein gemeinsam im Forum erarbeiteter Text der OSM-Beitragenden ist. Dies ist gescheitert, damit muss und kann ich leben, und die Sache ist für mich abgehakt.

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#28 2020-07-23 01:01:59

aeonesa
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Registered: 2008-08-25
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Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Das ist mal wieder typisch für OSM. (oder vielleicht auch nicht mehr?)

Da ergreift jemand die Initiative und schreibt eine IMHO gute Stellungnahme, die entgegen der sonst im Forum üblichen Verfahrensweise mal nicht zerredet wird, sondern schnell und unkompliziert optimiert wird und schon kommt der FOSSGIS e.V.,   spielt sich als  der einzig wahre Vertreter der OSM in Deutschland auf und bringt einen Gegenentwurf.

Es wäre IMHO viel besser gewesen, wenn der FOSSGIS e.V. den Entwurf, der hier im Konsens des Forums entstanden ist, einfach als Vertreter der deutschen OSM Gemeinde so weiter geleitet hätte. Wenn ich lese, das die Fassung vom Fossgis nach der Konsultation zweier Fossgismitglieder mit Insiderwissen, die natürlich auch bei OSM sehr aktiv sind, entstanden ist, frage ich mich, wo ist die basisdemokratische Arbeitsweise von OSM geblieben. Hättet ihr nicht Euer Wissen mit dem Forum teilen können, damit das in die Version von Jo Cassel einfließen kann? Oder sind die Informationen so brisant, dass sie zur Verunsicherung der gesamten deutschen OSM Gemeinde führen könnte?

Nakaner wrote:

ich möchte ausdrücklich davon abraten, ohne Konsultation des FOSSGIS-Vorstands als "OpenStreetMap-Deutschland" o.ä. aufzutreten. Der FOSSGIS e.V. ist von der OSMF als Local Chapter anerkannt, laut Vertrag mit der OSMF führt der FOSSGIS e.V. als Local Chapter die Namen "FOSSGIS" und "OpenStreetMap Deutschland". Wir beabsichtigen, diese Stellungnahme als "OpenStreetMap Deutschland im FOSSGIS e.V." zu versenden. Es spricht nichts dagegen, wenn Mapper selber an den IMAGI schreiben. Bitte achtet jedoch darauf, dass ihr nicht als offizielle Vertreter wahrgenommen werdet.

Diese Sätze klingen in meinen Ohren, wie eine unterschwellige Drohung. Wenn dies jetzt die Art und Weise wird, wie wir in OSM miteinander umgehen,  dann gute Nacht OSM Germany. sad  Bis jetzt fand ich gerade die basisdemokratische Arbeitsweise von OSM und das Suchen nach einem Konsens ( Wenn dies auch nicht immer geklappt hat) immer wieder sehr beispielgebend für andere offene Projekte.

@Jo Cassel: Ich kann dich nur darin bestärken, Deine Fassung, die ja auch im Konsens mit anderen entstanden ist, auch einzureichen.

Jo Cassel wrote:

Daher halte ich gar nichts davon, die OSM-Infrastruktur als zentralen Kommunikationsort durch die Eröffnung paralleler, externer Blasen (hier ChaosPad+Mumble+Vereinsmeierei) zu entwerten (zu "überfahren")

+1 von mir

Last edited by aeonesa (2020-07-23 01:12:44)


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht. (Lebensweisheit)

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#29 2020-07-23 01:12:53

westnordost
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From: Hamburg
Registered: 2013-07-13
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Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Lass uns das jetzt hier bitte nicht entgleisen lassen indem hier irgendjemandem grundlos eine böse Absicht unterstellt wird.

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#30 2020-07-23 07:35:48

Chrysopras
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Registered: 2015-04-01
Posts: 1,534

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

westnordost wrote:

Lass uns das jetzt hier bitte nicht entgleisen lassen indem hier irgendjemandem grundlos eine böse Absicht unterstellt wird.

+1. Und zwar weder der einen noch der anderen Seite. Ich habe den ganzen Faden mitgelesen und mich nicht eingemischt, weil ich die Textvorschläge gut fand – und zwar sowohl den von Jo u.a. hier erarbeiteten als auch den FOSSGIS-Text. Auf keiner Seite kann ich bösen Willen erkennen; daher ist es schade, wenn die Formulierungen jetzt so eskalieren.

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#31 2020-07-23 10:57:18

aeonesa
Member
From: Thüringen
Registered: 2008-08-25
Posts: 454

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

westnordost wrote:

Lass uns das jetzt hier bitte nicht entgleisen lassen indem hier irgendjemandem grundlos eine böse Absicht unterstellt wird.

Das ist mit Sicherheit nicht meine Absicht. Es ist nicht so, dass ich Teile von Nakaners Text nicht gut fände.

Aber die Art und Weise, wie ein im Konsens des Forums entstandener Beitrag vom FOSSGIS e.V.  bzw. unter dem Deckmäntelchen des FOSSGIS e.V. rausgekickt wird, missfällt mir und hat IMHO doch ein ziemliches Geschmäckle. Ich sehe auch keine Eskalation, wenn ich meine persönliche Meinung zu dem Post von Nakaner schreibe und mehrfach ausdrücklich eine basisdemokratische Konsensfindung anmahne.

Zu diesem Thema hätte ich noch Fragen an die hier mitlesenden Mitglieder des FOSSGIS e.V.  Wie viele Mitglieder de Fossgis e.V. haben an der Stellungnahme mitgearbeitet? Gibt es dazu eine irgendwie geartete Beschlusslage?

Und bevor hier der Einwand kommt, im Forum gab es ja auch keine Beschlusslage, möchte ich darauf hinweisen, dass der Entwurf ausdrücklich von Jo Cassel  zum "reifen" eingestellt und für Änderungsvorschläge freigegeben wurde, die auch eingebracht wurden. Im Gegensatz zu anderen Themen, gab es zu diesem Entwurf mal kaum gegensätzliche Meinungen. Warum auch? Die Fassung von Jo Cassel ist richtig gut.


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht. (Lebensweisheit)

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#32 2020-07-23 16:16:07

Wulf4096
Member
From: Hamburg
Registered: 2018-10-23
Posts: 744

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Also ich find's ok, wenn der FOSSGIS als offizielle Vertretung von OSM in Deutschland eine Stellungnahme abgibt. Darin ist ja auch (zumindest teilweise) der Text von Jo Cassel enthalten.

Die Kritik an Nakaner bzw. dem FOSSGIS finde ich hier etwas überzogen.

Mir gefallen beide Texte, der vom FOSSGIS aber etwas besser.

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#33 2020-07-23 17:12:02

Nakaner
Moderator
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Registered: 2011-09-03
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Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Hallo,

Jo Cassel wrote:

Wenn Du schon meine Befindlichkeit thematisierst, seit längerem versuche ich immer wieder mal, das OSM-Forum zur gemeinsamen, konsensualen Textproduktion (für das OSM-Wiki) zu nutzen. Mit den richtigen, sprich an der Sache statt an einer eigenen Agenda, interessierten Leuten am Start kann da durchaus auch was bei rumkommen. Daher halte ich gar nichts davon, die OSM-Infrastruktur als zentralen Kommunikationsort durch die Eröffnung paralleler, externer Blasen (hier ChaosPad+Mumble+Vereinsmeierei) zu entwerten (zu "überfahren") und werde mich daher an solchen Aktionen nicht beteiligen.

Zur Wahl der Werkezuge: Ich habe für den Textentwurf nicht das Wiki verwendet, weil ein Wiki dafür nicht das beste Open-Source-Werkzeug ist. Es eignet sich nicht so gut für das gemeinsame, parallele Entwerfen und Ändern von Texten, sondern mehr für die längerfristige Ablage. In einem Etherpad, das ich verwendet habe, können mehrere Leute gleichzeitig am Text arbeiten. Weil der FOSSGIS e.V. seine knappen personellen Ressourcen effizient einsetzen möchte, betreibt er Etherpad nicht selbst, sondern nutzt die Instanz des CCC (pads.ccc.de).

Da die schriftliche Kommunikation zur Konsensfindung sich immer etwas hinzieht, habe ich zu einer Mumble-Telefonkonferenz eingeladen. Der FOSSGIS betreibt (ursprünglich nur für den OSM-Podcast genutzt) einen Mumble-Server, der der OSM-Community offen steht. Mumble ist eine Open-Source-Software für Telefonkonferenzen und für Windows, Mac, Linux, Android und möglicherweise auch iOS verfügbar. Es wird nicht nur vom FOSSGIS, sondern auch von der OSMF eingesetzt. Letztere nutzt die von HOT betriebene Mumble-Instanz.

Zur Mumble-Konferenz vorgestern: An dem Text haben außer den hier im Forum sichtbaren Personen nur Hafi und derFred mitgewirkt, die beide an er Mumble-Telefonkonferenz teilgenommen haben. Die Mumble-Telefonkonferenz ist wie auch die gesamte restliche Arbeit im FOSSGIS e.V. offen für Nichtmitglieder. Für die Arbeit im Verein ist keine Mitgliedschaft erforderlich. Mein Beitrag auf der nicht öffentlichen Mailingliste FOSSGIS-Verein (Mitgliederdiskussionsliste) hat kein Echo erzeugt, außer dass ein Vorstandsmitglied mir gegenüber bedauert hat, an genau diesem Tag in den Urlaub zu fahren. Weitere Beiträge anderer, die nicht in diesem Foren-Thread aufgetaucht sind, gab es bislang nicht.

In der Mumble-Konferenz wurde vorgeschlagen, dass der Text auch die Nutzung von Open-Source-Software bei den Geoinformationssysteme des Bundes einfordern sollte (Public-Money-Public-Code-Initiative). Ich habe das abgelehnt, da das nicht wirklich Thema des Geofortschrittsbericht ist und es hier um die Interessen von OSM geht. Zwar gehört Open Source bei OSM mindestens zum guten Ton und unfreie Software wird meist etwas schief angeschaut. Das Projektziel ist jedoch eine freie Datenbank. Der FOSSGIS e.V. sollte meiner Meinung nach nicht, sein zweites Themengebiet (Open-Source-Software für GIS) hineinzudrücken versuchen, auch wenn sich die Themen sonst gut ergänzen. OpenStreetMap hat als Marke eine nicht gerade geringe Bekanntheit erreicht; wir müssen aufpassen, dass wir da nicht zu viele auf den Trittbrettern stehen haben.

Da uns das Problem der ODbL-Verstöße auch bei Behörden immer wieder begegnet, wurde in der Mumble-Konferenz vorgeschlagen, den Absatz zur zentralen Stelle für Geoinformationen zu streichen und stattdessen die Sache mit den Naturwaldreservaten aufzugreifen.

Für Stellungnahmen wie diese bietet es sich geradezu an, das Label des institutionalisierten Flügels draufzupappen.

Der weitere Ablauf: Ich schreibe an den Vorstand (und parallel an die FOSSGIS-Verein-Liste). Wenn der Vorstand nichts dagegen hat, geht der Text raus.

Nakaner wrote:

@Jo Cassel Kannst du den Schriftwechsel per E-Mail bitte mal an michael.reichert@fossgis.de weiterleiten? Ich würde vor dem Anschwärzen gerne das einmal gesehen haben.

Ich möchte diese Bitte noch einmal wiederholen. Wenn ich die Hintergründe nicht kenne, möchte ich mich nicht in einer öffentlichen Stellungnahme derart aus dem Fenster lehnen. Es wäre schade, wenn ich diesen Absatz mangels Belegen (nicht zur Veröffentlichung, sondern der eigenen Sicherheit wegen) streichen müsste.

Viele Grüße

Michael


Werdet normales Mitglied in der OpenStreetMap Foundation für 15 Pfund pro Jahr und bestimmt über die Zukunft der Foundation und des OSM-Projekts mit. Die assoziierte Mitgliedschaft wird demnächst für aktive Mapper kostenlos werden.
Moderator im Bereich users: Austria.

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#34 2020-07-23 21:52:18

aeonesa
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From: Thüringen
Registered: 2008-08-25
Posts: 454

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

@Nakaner. Danke für die ausführliche Darstellung des Werdegangs. Das ist die Offenheit, die ich mir von Anfang an in einem Projekt, wie diesem, gewünscht hätte.

Ich will hier auch  noch mal kurz erläutern, warum ich den Text, der hier im Forum entstanden ist, besser finde. Der Text ist kurz und knackig und hat IMHO eher die Chance fast unverändert in den 5. Geofortschrittsbericht aufgenommen zu werden.

Aus eigener beruflicher Erfahrung weiß ich, das Entscheidungsfinder gerne Fakten lesen wollen,  die verdichtet und Grafiken eher abstrahiert sehen wollen.

Die Absicht hinter Nakaners Idee, die mit Namensnennungen zugekleisterte Karte darzustellen, ist zwar gut gemeint, überfordert aber letzten Endes, die die so etwas entscheiden sollen. Der Text ist IMHO einfach zu lang und vielleicht auch ein kleines bisschen zu fachspezifisch überfrachtet. Dann lieber einen Text der allgemeinverständlich geschrieben ist und die wichtigsten Fakten enthält. Ich kann da immer nur an den Spruch von Helmut Markwort erinnern:>>Fakten, Fakten, Fakten und immer an die Leser denken<< Die Leser sind in dem Fall die Entscheidungsfinder in den Ministerien.

Alles andere ist schon gesagt und dazu stehe ich auch nach wie vor.

Last edited by aeonesa (2020-07-23 21:53:31)


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht. (Lebensweisheit)

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#35 2020-07-23 22:40:36

DD1GJ
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Posts: 666

Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Ich hatte ein längeres Telefonat mit der IMAGI-Geschäftsstelle. Dort freut man sich über jede eingereichte Stellungnahme. Es ist also kein Problem, beide (oder noch mehr) Texte einzureichen  Ich werde rein privat auch noch einen Bericht verfassen, der sich mit einigen Absurditäten des deutschen Geoinformationswesens beschäftigen wird.

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#36 2020-07-24 07:58:23

Jo Cassel
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Registered: 2015-12-02
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Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Nakaner wrote:

[....]
Ich möchte diese Bitte noch einmal wiederholen. Wenn ich die Hintergründe nicht kenne, möchte ich mich nicht in einer öffentlichen Stellungnahme derart aus dem Fenster lehnen. Es wäre schade, wenn ich diesen Absatz mangels Belegen (nicht zur Veröffentlichung, sondern der eigenen Sicherheit wegen) streichen müsste.

Diesen Absatz kannst Du gerne rauswerfen, denn 1. war und ist dieser Vorfall nicht ernsthaft als Beitrag zum Bericht geeignet, und 2. bin ich nicht "eine[r] unserer Freiwilligen" des  FOSSGIS e.V.

Da der Text des FOSSGIS e.V. in dieser Empfehlung kulminiert
"...eine neue, dritte Version der DE-DL-BY mit Präzisierung der Namensnennung."
würde ich euch raten das dadurch freiwerdende Textvolumen unbedingt für folgendes zu benutzen:

Eine Präzisierung dieser Empfehlung!

(sofern eure komplexen Organisationsstrukturen, -abläufe dies noch zulassen und wenn eine neue Deutschland-Lizenz wirklich das zentrale Vereins-Anliegen ist)
Denn sonst kann ein externer/"normaler" Leser - und auch der BMI/IMAGI-Autor(!) - damit nichts anfangen und fragt sich "ja was soll denn in dieser neuen Lizenz stehen, wo soll sie denn hin, die Namensnennung im Sinne von OpenStreetMap Deutschland im FOSSGIS e.V.?"



-----
Ich versuche als Nachtrag nochmal meine Textkritik etwas ausführlicher zu fassen und meine Herangehensweise an gemeinsame Textproduktion zu erläutern.

Westnordost hatte die Sache mit der neuen/überarbeiteten Lizenz schon 2020-07-15 auf den Tisch gelegt
https://wiki.openstreetmap.org/w/index. … id=2011808
ich hatte daraufhin in #15 geschrieben, dass ich davon nicht viel halte, weil uns dieser vermeintliche "Zaubertrank" lokal und mittelfristig betrachtet, zunächst nicht weiterbringt und war froh, dass er darauf nicht insistierte.
Wenn er, oder andere aus dem Forum allerdings darauf bestanden hätten, dann hätte ich dies aufgegriffen. ABER darauf geachtet, dass wir zumindest skizzenhaft schreiben, was denn dort drinstehen sollte.
Außerdem hätte ich darauf geachtet, dass Wünsche gerichtet an die *Verwender* (z.B. Gebietskörperschaft x) der DE-Lizenzen in der Textstruktur getrennt werden von Wünschen an die *Herausgeber/Verfasser* der DE-Lizenzen (GovData) - weil dies genau betrachtet unterschiedliche Schuhe bzw. Ansprechpartner sind.

Ähnlich wie Westnordost "... (bzw. als Wunschzettel) liest" in #26 sehe ich ein Ergebnis, dass seine adäquate Textsorte (aktuell - wohl bedingt durch seine Genese - eher eine als Liste) nicht gefunden hat.
Die einzelnen "Wünsche" mögen gut und richtig sein, der "Zettel" ist für den Weihnachtsmann aber schwer lesbar und damit auch schwer umsetzbar.
Jo

Last edited by Jo Cassel (2020-07-24 11:59:22)

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#37 2020-07-29 11:20:56

Nakaner
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Posts: 2,839
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Re: 5. Geo-Fortschrittsbericht - Beiträge der Zivilgesellschaft

Hallo,

der Vorstand hat jetzt dem folgenden Text endlich zugestimmt. Ich habe ihn vorher abgeschickt.

Zu Lizenzen:

Amtliche Open-Data-Geodaten werden mittlerweile meist unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 (DL-DE-BY) veröffentlicht. Dennoch können diese i.d.R. nicht vom OpenStreetMap-Projekt (OSM) genutzt werden. Leider präzisiert die DL-DE-BY nicht, wie die Namensnennung zu erfolgen hat. Wir müssen daher davon ausgehen, dass die Namensnennung direkt beim Produkt erfolgen muss. Es ist jedoch nicht praktikabel neben OSM auch noch alle Drittquellen mit derselben Prominenz zu benennen. OSM nutzt unzählige Datensätze Dritter. Die Quellenangaben würde bei Karten im Web derart viel Platz einnehmen, dass für den eigentlichen Karteninhalt kaum noch Platz übrig bleiben würde.

Abbildung: https://michreichert.de/forum-images/fo … imiert.png
Bildunterschrift: Fiktiver Screenshot der OpenStreetMap-Website bei Angabe aller Quellen mit Namensnennungspflicht. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit.

OSM verlangt von seinen Nutzern nur, dass OSM als Quelle benannt wird, weil alles andere unpraktikabel ist.
Seit 1.3.2020 stellt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland seine Geobasisdaten unter die Datenlizenz Deutschland - Zero (DE-DL-Zero) und verzichtet damit auf die Namensnennung. Damit sind diese Daten nun durch OSM nutzbar. In Brandenburg wurde in den AGB des Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation die Namensnennung dank einer Öffnungsklausel in der Geonutzungsverordung [1] im April 2020 OSM-kompatibel präzisiert.

Desweiteren haben auch Berlin und Hamburg inzwischen OSM-kompatible Namensnennungen spezifiziert. In allen anderen Bundesländern sind die Open-Data-Angebot derzeit überhaupt nicht oder nur im minimalen Umfang für uns nutzbar und es zeigen sich wenig Bestrebungen seitens der Behörden dies zu ändern.

OSM Deutschland empfiehlt daher, anstelle der DL-DE-BY die DE-DL-Zero sowie eine neue, dritte Version der DE-DL-BY mit Präzisierung der Namensnennung.

Sonstiges:
Fehlende Open-Data-Angebote hindern nicht nur uns, sondern auch andere Behörden an der Nutzung der steuerfinanzierter Datenbestände. Statt die auf die eigene Landesfläche begrenzten Daten zu nutzen, wird vermehrt auf OSM zugegriffen (z.B. [2]). Wir würden es daher begrüßen, wenn die gemeinwohlorientierte OSM-Community von behördlicher Seite Unterstützung im Bereich Server-Kapazitäten bekäme.

[1] §3 Abs. 5 BbgGeoNutzV
[2] https://fgrdeu.genres.de/naturwaldreservate/details/

Viele Grüße

Michael


Werdet normales Mitglied in der OpenStreetMap Foundation für 15 Pfund pro Jahr und bestimmt über die Zukunft der Foundation und des OSM-Projekts mit. Die assoziierte Mitgliedschaft wird demnächst für aktive Mapper kostenlos werden.
Moderator im Bereich users: Austria.

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