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#1 2018-06-13 14:15:54

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Tag zusammen!


Ich bin grade auf einen interessanten Fall gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten will:

Eine Einbahnstraße, getaggt als oneway=yes mit einem seitlichen Fahrradweg cycleway:right=track. Dieser Fahrradweg ist auch in Gegenrichtung freigegeben, weswegen ein cycleway:right:oneway=no vorhanden ist.

Das führte allerdings leider dazu, dass kaum ein Router erkannt hat, dass diese Straße für Fahrradfahrer keine Einbahnstraße ist.

Ich habe daher noch ein oneway:bicycle=no drangehängt, um der Tatsache besser ausdruck zu verleihen.


Diesen Fall würde ich gerne zum Anlass nehmen, noch einmal dafür zu werben, sich vom alten cycleway=opposite zu entfernen und stattdessen konsequent oneway:bicycle=no zu verwenden.

Meine Vermutung in diesem Fall ist nämlich, dass der Mapper normalerweise cycleway=opposite verwendet, dieses aber hier weggelassen hat, da cycleway bereits für den Radweg benutzt wurde. Mit oneway:bicycle=no kann man solche Konflikte sinnvoll vermeiden und man fügt sich damit auch noch in das gängige oneway:*=yes/no - Schema ein, das inzwischen nahezu überall berücksichtigt wird.


Ich hab eben ein Ticket bei BRouter erstellt, damit dieser nach Möglichkeit auch cycleway:*:oneway=no erkennt, aber ob ein derart spezieller Schlüssel in absehbarer Zeit von der Mehrheit der Router ausgelesen wird, wage ich doch mal stark zu bezweifeln.



Viele Grüße,
hsimpson


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#2 2018-06-13 14:42:05

chris66
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From: Germany
Registered: 2009-05-24
Posts: 8,611

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:

Eine Einbahnstraße, getaggt als oneway=yes mit einem seitlichen Fahrradweg cycleway:right=track.

Das müsste dann aber cycleway:right=opposite_track sein oder.

https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag … site_track


Der Klimawandel ist eine Erfindung der Chinesen (Donald Trump).

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#3 2018-06-13 14:44:21

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

chris66 wrote:
hsimpson wrote:

Eine Einbahnstraße, getaggt als oneway=yes mit einem seitlichen Fahrradweg cycleway:right=track.

Das müsste dann aber cycleway:right=opposite_track sein oder.

https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag … site_track

Dann wäre es cycleway:right=track;opposite_track. Als ob das ausgelesen wird...

Last edited by hsimpson (2018-06-13 14:44:34)


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#4 2018-06-13 14:45:48

Jo Cassel
Member
Registered: 2015-12-02
Posts: 274

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Den "seitlichen Fahrradweg" einfach als seperaten seitlichen Fahrradweg zu erfassen, ist wohl keine Option - wäre zu einfach;-)

Last edited by Jo Cassel (2018-06-13 14:46:38)

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#5 2018-06-13 14:47:18

chris66
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From: Germany
Registered: 2009-05-24
Posts: 8,611

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Bei baulicher Trennung wäre das natürlich ne legale Option.


Der Klimawandel ist eine Erfindung der Chinesen (Donald Trump).

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#6 2018-06-13 14:56:07

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Ist nicht baulich von der Straße getrennt, daher halte ich auch davon weniger was.

Schon alleine aus folgendem Grund: Fahrradrouter bemessen die Qualität des Radwegs u.a. daran, wie hoch die räumliche Trennung zum MIV ist. Also kein Radweg < Radfahrstreifen < Radweg auf Bordstein < Komplett eigener Radweg.

Mit einem seperatem Way gaukelt man dem Router eine Qualität vor, die so nicht gegeben ist. In dem Fall mag das noch recht unwesentlich sein, da die Straße insgesamt recht klein ist, aber ich habe z.B. letztlich an den Kölner Rheinbrücken angefangen die Radwege, die dort nur auf dem Bordstein direkt an einer zweispurigen Hauptverkehsstraße liegen, vom eigenen Way an die Straße zu übertragen, da das doch schon ein sehr großer Unterschied ist. Und die Router wie BRouter haben die überarbeiteten Brücken allesamt ignoriert und die Nachbarbrücke genommen, die noch nicht überarbeitet war.

Grade im Fahhrradbereich sind solche kleinen unterschiede manchmal sehr ausschlaggebend.

Grüße

Last edited by hsimpson (2018-06-13 14:57:02)


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#7 2018-06-13 16:33:31

Gppes
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From: Leoben / Austria
Registered: 2015-12-15
Posts: 361

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:

Ist nicht baulich von der Straße getrennt, daher halte ich auch davon weniger was.

Schon alleine aus folgendem Grund: Fahrradrouter bemessen die Qualität des Radwegs u.a. daran, wie hoch die räumliche Trennung zum MIV ist. Also kein Radweg < Radfahrstreifen < Radweg auf Bordstein < Komplett eigener Radweg.

+1

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#8 2018-06-13 17:46:37

Jo Cassel
Member
Registered: 2015-12-02
Posts: 274

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:

Schon alleine aus folgendem Grund: Fahrradrouter bemessen die Qualität des Radwegs u.a. daran, wie hoch die räumliche Trennung zum MIV ist. Also kein Radweg < Radfahrstreifen < Radweg auf Bordstein < Komplett eigener Radweg.

https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath

hsimpson wrote:

ich habe z.B. letztlich an den Kölner Rheinbrücken angefangen die Radwege, die dort nur auf dem Bordstein direkt an einer zweispurigen Hauptverkehsstraße liegen, vom eigenen Way an die Straße zu übertragen ...

Nicht nur die Radwege, auch die Fußwege hast Du erfolgreich von der Standardkarte entfernt:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
aber wir mappen ja nicht für den Renderer, sondern einzig für den Fahrradrouter ...

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#9 2018-06-13 18:03:58

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

Schon alleine aus folgendem Grund: Fahrradrouter bemessen die Qualität des Radwegs u.a. daran, wie hoch die räumliche Trennung zum MIV ist. Also kein Radweg < Radfahrstreifen < Radweg auf Bordstein < Komplett eigener Radweg.

https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath

Das ist ein Proposal, wozu noch nicht mal eine Diskussion stattgefunden hat. Und das soll mal eben den Grundsatz, dass nur baulich getrennte Objekte getrennt erfastt werden, ad acta legen?

Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

ich habe z.B. letztlich an den Kölner Rheinbrücken angefangen die Radwege, die dort nur auf dem Bordstein direkt an einer zweispurigen Hauptverkehsstraße liegen, vom eigenen Way an die Straße zu übertragen ...

Nicht nur die Radwege, auch die Fußwege hast Du erfolgreich von der Standardkarte entfernt:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
aber wir mappen ja nicht für den Renderer, sondern einzig für den Fahrradrouter ...

Ja, das ist korrekt, der Bürgersteig ist jetzt wie bei 99% der innerstädtischen Straßen nicht mehr seperat erfasst.


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#10 2018-06-13 18:35:37

geri-oc
Member
From: Sachsen
Registered: 2011-03-21
Posts: 3,636
Website

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:

Ja, das ist korrekt, der Bürgersteig ist jetzt wie bei 99% der innerstädtischen Straßen nicht mehr seperat erfasst.

Wie mappst du einen durch barrier abgeteilten Fußweg im Bereích von Kreuzungen an dem highway=*?
Wie mappst du einen abgesenkten Übergang für Rollstuhl, Rollator (oder auch Kinderwagen) in einem 10cm hohen Bordstein am highway=*?

Deine Meinung entspricht nicht dem WIKI - zumindest wenn man sich ans englische hält.

higway=footway,  footway=sidewalk als separater Weg ist doch nicht falsch
Richtigerweise wird detailliertes Mappen vermehrt genutzt und nach https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key … y#Examples auch möglich und richtig. Ich selbst nutze es auch detailliert - https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Sid … parate_way

Schon allein aus dem Grund eigene access, surface, smoothness, ... mappen zu können.
An einer mehrspurigen Straße  - gerade auch innerorts mit mehren lanes, access, surface, ... stehen schon so viele Informationen an einem Way.

Und etwas detailliert erfasstes um zu taggen finde ich nicht richtig, wenn es keine Fehler sind.

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#11 2018-06-13 18:38:56

Jo Cassel
Member
Registered: 2015-12-02
Posts: 274

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:
Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

Schon alleine aus folgendem Grund: Fahrradrouter bemessen die Qualität des Radwegs u.a. daran, wie hoch die räumliche Trennung zum MIV ist. Also kein Radweg < Radfahrstreifen < Radweg auf Bordstein < Komplett eigener Radweg.

https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Pro … s_sidepath

Das ist ein Proposal, wozu noch nicht mal eine Diskussion stattgefunden hat. Und das soll mal eben den Grundsatz, dass nur baulich getrennte Objekte getrennt erfastt werden, ad acta legen?

Ja, schade, dass sich am Fahrradrouting interessierte stattdessen mit der Löschung von unliebsamen Fußwegen beschäftigen ...

hsimpson wrote:
Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

ich habe z.B. letztlich an den Kölner Rheinbrücken angefangen die Radwege, die dort nur auf dem Bordstein direkt an einer zweispurigen Hauptverkehsstraße liegen, vom eigenen Way an die Straße zu übertragen ...

Nicht nur die Radwege, auch die Fußwege hast Du erfolgreich von der Standardkarte entfernt:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
aber wir mappen ja nicht für den Renderer, sondern einzig für den Fahrradrouter ...

Ja, das ist korrekt, der Bürgersteig ist jetzt wie bei 99% der innerstädtischen Straßen nicht mehr seperat erfasst.

Naja, wir reden jetzt aber nicht von 99%, sondern von einer Brücke und angesichts dieses Kartenbildes:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
Könnte ein Kartennutzer nunmehr durchaus annehmen, dass ein Fußgänger dort überhaupt nicht den Fluss queren kann.

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#12 2018-06-13 19:13:34

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

geri-oc wrote:

Wie mappst du einen durch barrier abgeteilten Fußweg im Bereích von Kreuzungen an dem highway=*?

Kommt auf den Einzelfall an. 2-3m Barriere zu mappen halte ich für übertriebenes Detailmapping. Größere durchgehende Zäune können natürlich Grund für einen eigenen Way sein.

geri-oc wrote:

Wie mappst du einen abgesenkten Übergang für Rollstuhl, Rollator (oder auch Kinderwagen) in einem 10cm hohen Bordstein am highway=*?

Node mit highway=crossing, crossing=unmarked und wheelchair=yes

geri-oc wrote:

Deine Meinung entspricht nicht dem WIKI - zumindest wenn man sich ans englische hält.

Ich richte mich nach der durchaus gängigen Meinung, dass nur dort seperat gemappt werden sollte, wo es auch tatsächlich so ist.
Kann man wenn man will sogar auf den Grundatz "we only map, what's on the ground" berufen.

geri-oc wrote:

higway=footway,  footway=sidewalk als separater Weg ist doch nicht falsch
Richtigerweise wird detailliertes Mappen vermehrt genutzt und nach https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key … y#Examples auch möglich und richtig. Ich selbst nutze es auch detailliert - https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Sid … parate_way

sidewalk=right/left/both steht genauso im Wiki. Daher ist dieser Punkt schlicht kein Argument für deine Seite.

Es mag auch Fälle geben, in denen footway=sidewalk tatsächlich korrekt ist, z.B. eben bei deinem Beispiel oben mit dem durch Gitter abgeteilten Fußweg.

Eben da beide Varianten im Wiki stehen, muss man noch ein wenig tiefer gehen, um zu finden welche Variante jetzt die aktuell zu verwendende ist. Womit wir wieder beim Grundsatz der baulichen Trennung wären.

geri-oc wrote:

Schon allein aus dem Grund eigene access, surface, smoothness, ... mappen zu können.
An einer mehrspurigen Straße  - gerade auch innerorts mit mehren lanes, access, surface, ... stehen schon so viele Informationen an einem Way.

Und etwas detailliert erfasstes um zu taggen finde ich nicht richtig, wenn es keine Fehler sind.

Sry, aber das ist für mich kein Argument. Es gibt ebenso die möglichkeiten, diese Werte über sidwalk:*=* an den Hauptway zu setzen. Für die Auswertbarkeit hat es keinerlei Einfluss, wie viele andere Schlüssel da auch noch dran sind.

Seperates Mapping hat zu viele nachteile, wie falsch oder überflüssige Routinganweisungen (Für Fußgänger nicht so trageisch, beim Radverkehr schon kritischer). Dazu muss man tonnenweise überflüssiger hilfsways erstellen, die dann rein gar nichts mehr mit der Realität zu tun haben, nur um alle möglichen Wegbeziehungen zu erfassen. Wird das irgendwo vergessen, landet man direkt wieder bei komplett fehlerhaften Routen.

Von daher halte ich seperat gemappte Fuß- und Radwege sogar für kontraproduktiv.

Grüße


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#13 2018-06-13 19:21:06

hsimpson
Member
Registered: 2015-07-21
Posts: 637

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

Das ist ein Proposal, wozu noch nicht mal eine Diskussion stattgefunden hat. Und das soll mal eben den Grundsatz, dass nur baulich getrennte Objekte getrennt erfastt werden, ad acta legen?

Ja, schade, dass sich am Fahrradrouting interessierte stattdessen mit der Löschung von unliebsamen Fußwegen beschäftigen ...

Sry, aber ich muss das fragen: Was willst du mir bitte mit diesem Satz zu verstehen geben? Dein Fußweg wurde nicht gelöscht, sonern nur umgetragen.

Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:
Jo Cassel wrote:

Nicht nur die Radwege, auch die Fußwege hast Du erfolgreich von der Standardkarte entfernt:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
aber wir mappen ja nicht für den Renderer, sondern einzig für den Fahrradrouter ...

Ja, das ist korrekt, der Bürgersteig ist jetzt wie bei 99% der innerstädtischen Straßen nicht mehr seperat erfasst.

Naja, wir reden jetzt aber nicht von 99%, sondern von einer Brücke und angesichts dieses Kartenbildes:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
Könnte ein Kartennutzer nunmehr durchaus annehmen, dass ein Fußgänger dort überhaupt nicht den Fluss queren kann.

Womit wir wieder bei unserem lieblingsthema wären: Die Hauptmap ist keine Karte, die alles abbilden soll. Sie ist vor allem nicht darauf ausgelegt, detallierte Infos nur für Fußgänger auszugeben. Die Hauptmap ist ein Kompromiss, der darauf ausgelegt ist, eine Mögliche Verwendung der Daten aufzuzeigen und einen bestmöglichen Zusammenschnitt der Daten zu erköglichen.

Was du jetzt möchtest ist, dass man einen Fußweg so mappt, dass er an genau dieser Stelle auf genau dieser Karte so zu erkennen ist, dass alle ihn schön sehen. Sry, aber das ist nicht Sinn und Zweck unserer Arbeit.

Es ist vielmehr so, dass ich einen so gemappten Fußweg als baulich getrennten Weg interpretieren würde, was aber nicht der Wahrheit entspricht.

Grüße


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#14 2018-06-13 19:28:40

westnordost
Member
From: Hamburg
Registered: 2013-07-13
Posts: 280

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Anmerkung, ohne den Thread komplett gelesen zu haben:

Diesen Fall würde ich gerne zum Anlass nehmen, noch einmal dafür zu werben, sich vom alten cycleway=opposite zu entfernen und stattdessen konsequent oneway:bicycle=no zu verwenden.

StreetComplete (und damit alle, die Daten damit eintragen) verwendet bereits ausschließlich die neuen Tags und taggt konsequent oneway:bicycle=no in diesem Fall. Quelle.

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#15 2018-06-14 11:10:15

Jo Cassel
Member
Registered: 2015-12-02
Posts: 274

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

hsimpson wrote:
Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

Das ist ein Proposal, wozu noch nicht mal eine Diskussion stattgefunden hat. Und das soll mal eben den Grundsatz, dass nur baulich getrennte Objekte getrennt erfastt werden, ad acta legen?

Ja, schade, dass sich am Fahrradrouting interessierte stattdessen mit der Löschung von unliebsamen Fußwegen beschäftigen ...

Sry, aber ich muss das fragen: Was willst du mir bitte mit diesem Satz zu verstehen geben? Dein Fußweg wurde nicht gelöscht, sonern nur umgetragen.

Zunächst mal musst Du verstehen,
dass ich mich hier nicht für "meinen" Fußweg einsetze,
sondern für Fußwege in einem Gemeinschaftsprojekt.

hsimpson wrote:
Jo Cassel wrote:
hsimpson wrote:

Ja, das ist korrekt, der Bürgersteig ist jetzt wie bei 99% der innerstädtischen Straßen nicht mehr seperat erfasst.

Naja, wir reden jetzt aber nicht von 99%, sondern von einer Brücke und angesichts dieses Kartenbildes:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
Könnte ein Kartennutzer nunmehr durchaus annehmen, dass ein Fußgänger dort überhaupt nicht den Fluss queren kann.

Womit wir wieder bei unserem lieblingsthema wären: Die Hauptmap ist keine Karte, die alles abbilden soll. Sie ist vor allem nicht darauf ausgelegt, detallierte Infos nur für Fußgänger auszugeben. Die Hauptmap ist ein Kompromiss, der darauf ausgelegt ist, eine Mögliche Verwendung der Daten aufzuzeigen und einen bestmöglichen Zusammenschnitt der Daten zu erköglichen.

Was du jetzt möchtest ist, dass man einen Fußweg so mappt, dass er an genau dieser Stelle auf genau dieser Karte so zu erkennen ist, dass alle ihn schön sehen. Sry, aber das ist nicht Sinn und Zweck unserer Arbeit.

Es ist vielmehr so, dass ich einen so gemappten Fußweg als baulich getrennten Weg interpretieren würde, was aber nicht der Wahrheit entspricht.

Grüße

Eine Aufzählung, was hier:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File … brücke.jpg
(als Trennung) zwischen Fußweg und Straße baulich vorhanden ist:
- ein ca. 2 m breiter Radweg
- die komplette Reihe der Straßenbeleuchtung
- Die komplette Stahl-Abspannung der Brücke
Das mag für dich alles uninteressant sein, aber denke *bitte bitte* mal in Ruhe darüber nach,
ob (deine Fahrradrouter-) Partikularinteressen wirklich das Projektbestimmende sein müssen.
Grüße

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#16 2018-06-14 11:39:44

Robert46798
Member
From: Magdeburg
Registered: 2018-02-22
Posts: 28

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Kann es sein, dass die Diskussion ein wenig vom Thema abgekommen ist?
(> Titel: "Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte")



... Ich kann mich trotzdem nicht meiner Meinung enthalten:
Wenn diese Straße (https://commons.wikimedia.org/wiki/File … %BCcke.jpg) als Beispiel für eine bauliche Trennung herhalten muss, sollten wir diesen Grundsatz ganz aufgeben. Ein Radweg und vor allem Straßenlaternen finden sich nun wirklich an den meisten Straßen. (Man könnte auch den Bordstein als bauliche Trennung auffassen.)

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#17 2018-06-14 12:08:05

Mueck
Member
From: siehe OSM-Wiki unter "website"
Registered: 2008-02-20
Posts: 874
Website

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

... zumal die Argumente für eine separate Erfassung der Gehwege noch mehr auch für die separate Erfassung der Radwege sprächen ... Für 99% der Fußgänger (die nicht im Rolli) sind Grüntreifen oder Bordsteine kein wirkliches Hindernis, für Radfahrer schon ...

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#18 2018-06-14 12:37:08

kreuzschnabel
Member
From: Taunusstein ± 1300 km
Registered: 2015-07-03
Posts: 4,015

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Jo Cassel wrote:

angesichts dieses Kartenbildes:
https://www.openstreetmap.org/#map=19/50.93074/6.96759
Könnte ein Kartennutzer nunmehr durchaus annehmen, dass ein Fußgänger dort überhaupt nicht den Fluss queren kann.

Wie käme er denn auf dieses schmale Brett? sidepath=right steht doch dran, und wenn ein Renderer will, kann er das auch darstellen.

sidepath=right heißt: diese Fahrbahn weist an ihrer rechten Seite einen Fußweg auf, evtl. durch Bordstein getrennt, aber mit der Straße verheiratet.
separater Way heißt: hier verläuft ein Fußweg, der mit der parallel verlaufenden Straße nicht viel zu tun hat.

--ks


Avatar-Bild von Elaine R. Wilson, www.naturespicsonline.com, CC-BY-SA 3.0
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#19 2018-06-14 13:21:13

TZorn
Member
From: Leverkusen
Registered: 2015-06-02
Posts: 442

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

+1 Robert56798, Mueck, Kreuzschnabel: Im Falle der Severinsbrücke kann ich auch keine bauliche Trennung erkennen und für mich überwiegen die Vorteile der sidepath-right-Betaggung gegenüber des separaten Mappings. Hier auf der Mühlheimer Brücke sieht es schon anders aus, ist dort ja eine Barriere zwischen Gehweg und Fahrbahn errichtet: https://commons.wikimedia.org/wiki/File … 3%B6ln.jpg.

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#20 2018-06-14 14:09:11

Jo Cassel
Member
Registered: 2015-12-02
Posts: 274

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

@Robert46798: Eine Bordstein-Differenzierung findet beim Radweg - für das Fahrradrouting - statt, siehe Posting #6
Daher auch
https://www.openstreetmap.org/way/5172432
als
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE: … eway=track
und nicht als cycleway=lane
Weil "räumliche Trennung zum MIV" releant für Radfahrer ist, siehe Posting #6
Für Fußgänger ist die räumliche Trennung durch Bordstein + zusätzlich Radweg dagegen irrelevant?
Ich frage das nur, damit ich mal die Logik verstehe ...


@kreusschnabel: sidepath=right gibt es nicht, Du meinst wohl sidewalk=right
Die Renderer auf der OSM-Homepage "wollen" wohl allesamt nicht ... aber Du hast einen Tipp?


@TZorn: Mags Du mal den Wikipedia-Artikel "bauliche Trennung" schreiben, um diesen ominösen Terminus zu klären:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bauliche_Trennung

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#21 2018-06-14 14:33:02

geri-oc
Member
From: Sachsen
Registered: 2011-03-21
Posts: 3,636
Website

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Ich habe das mit der baulichen Trennung / separater way / Routing einmal hier neu zur weiteren Diskussion erstellt:
https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=62680

Hier sollte es um die ursprüngliche Frage:
Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte
weiter gehen.

Letzer Post in diesem Zusammenhang:
https://forum.openstreetmap.org/viewtop … 40#p703340

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#22 2018-06-16 09:54:03

Skinfaxi
Member
From: Blackstad, Sweden
Registered: 2013-07-30
Posts: 885

Re: Warum man nach möglichkeit oneway:bicycle=no verwenden sollte

Jo Cassel wrote:

Den "seitlichen Fahrradweg" einfach als seperaten seitlichen Fahrradweg zu erfassen, ist wohl keine Option - wäre zu einfach;-)

Sehe ich genauso. Und wenn separate Regeln gelten sowieso.

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