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#51 2013-11-19 12:57:45

borkenkäfer
Member
Registered: 2013-11-15
Posts: 187

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Hallo Wolfgang,

Dein "Geplauder" ist ein schönes Statement, dass gerade Einsteigern schon nochmal den Grundgedanken von OSM nahe bringt.
Ich war heute vormitag auf einer kleinen Tour, die ich schon seit Jahren immer wieder mal gehe. Sie führt um einen See, teilweise auf "track grade3" aber dann auf einem Pfad, den nur die Angler (und ich) laufen. Der ist stellenweise nur als dünne Spur im Laub zu sehen. Wenn man den als kaum sichtbaren Pfad mit Breite 0,5 bis 1m taggt, wird sich ihn eine Familie mit Kinderwagen nicht aussuchen, aber solche Waldschrate wie ich, die auch mit dem Navi unterwegs sind, freuen sich vielleicht doch, dass man dadurch den See umrunden kann und nicht auf halber Strecke wieder umdrehen muss.
Werde also in diesem Sinne mein Gewissen befragen und als Borkenkäfer hoffentlich nicht zum OSM-Schädling  wink.

Viele Grüße
Thomas


Viele Grüße
Thomas

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#52 2013-11-19 13:13:47

uvi
Member
From: Mittelsachsen
Registered: 2012-04-26
Posts: 941

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

rayquaza wrote:
FGOSM22 wrote:

hättet ihr ja sehen müssen wenn ihr euch das wirklich angesehen habt???

Gegenfrage: Wo geht es hier irgendwo um einen bestimmten Weg? Ich lese hier nur allgemeinere Diskussion wie man sowas erfassen kann mit einzelnen Beispielen.

Hallo rayquaza,

der hier nicht näher benannte Weg befindet sich offensichtlich in Freiberg hier: http://www.openstreetmap.org/?note=7231 … 3&layers=N .

Es handelt sich um einen Weg, der sich sogar in aktuellen offiziellen Karten (auch online) wieder findet und irgendwann einmal vom Bauern umgepflügt worden ist. Vielleicht hat er ja im ersten Jahr die Bremse nicht gefunden und dann in den Folgejahren gemerkt, dass er si schneller fertig ist big_smile . Seitdem legen die Spazier- und Fußgänger (Wanderer verkneife ich mir bewusst!) den Weg Jahr für Jahr immer wieder an, sobald er "vernichtet" worden ist. Jetzt könnte die Frage diskutiert werden, wer sich hier widerspenstig verhält: der Bauer oder die Spazier- und Fußgänger (Wanderer verkneife ich mir bewusst!) ?
Von daher gehört der Weg meiner Meinung nach gemappt und müsste der Richigkeit halber in jedem Jahr mittels GPS "justiert" werden, da die Spazier- und Fußgänger bei der jährlichen "Neuanlage" nicht immer den Verlauf des Vorjahres treffen. Vielleicht findet sich je jemand aus Freiberg, der hier eine Patenschaft übernehmen will wink ?!

Gruß

Uwe

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#53 2013-11-19 14:33:38

geri-oc
Member
From: Sachsen
Registered: 2011-03-21
Posts: 5,055
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

...
Sie führt um einen See, teilweise auf "track grade3" aber dann auf einem Pfad, den nur die Angler (und ich) laufen. Der ist stellenweise nur als dünne Spur im Laub zu sehen. Wenn man den als kaum sichtbaren Pfad mit Breite 0,5 bis 1m taggt, wird sich ihn eine Familie mit Kinderwagen nicht aussuchen, aber solche Waldschrate wie ich, die auch mit dem Navi unterwegs sind, freuen sich vielleicht doch, dass man dadurch den See umrunden kann und nicht auf halber Strecke wieder umdrehen muss.
Werde also in diesem Sinne mein Gewissen befragen und als Borkenkäfer hoffentlich nicht zum OSM-Schädling  wink.

Viele Grüße
Thomas

Die Fortsetzung als Pfad mit Breite (und eventuell noch ergänzt mit surface=*, trail_visibility=* finde ich gut. Man kann den See umrunden (auch wenn der Pfad manchmal nicht mehr sichtbar ist). Ich stehe also nicht irgendwann im Moor ...

Manchmal sind aber Pfade eingetragen, die ein Pilzsammler als GPS-Spur hochgeladen hat.

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#54 2013-11-19 14:41:27

geri-oc
Member
From: Sachsen
Registered: 2011-03-21
Posts: 5,055
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

uvi wrote:

...
Von daher gehört der Weg meiner Meinung nach gemappt und müsste der Richigkeit halber in jedem Jahr mittels GPS "justiert" werden, da die Spazier- und Fußgänger bei der jährlichen "Neuanlage" nicht immer den Verlauf des Vorjahres treffen. Vielleicht findet sich je jemand aus Freiberg, der hier eine Patenschaft übernehmen will wink ?!

Gruß

Uwe

Ich würde nicht auf eine jährliche "Neujustierung" bestehen, wenn Anfang (und Ende) gleich sind. Hier ist schon seit Jahren ein Trampelpfad (zwecks Abkürzung) - egal ao Schnee liegt, Raps oder Mais auf dem Feld ist. Der verläuft auch manchmal etwas weiter östlich oder westlich, der "Einstieg" am Parkplatz ist aber immer gleich.

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#55 2013-11-19 15:07:01

uvi
Member
From: Mittelsachsen
Registered: 2012-04-26
Posts: 941

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

geri-oc wrote:
uvi wrote:

...
Von daher gehört der Weg meiner Meinung nach gemappt und müsste der Richigkeit halber in jedem Jahr mittels GPS "justiert" werden, da die Spazier- und Fußgänger bei der jährlichen "Neuanlage" nicht immer den Verlauf des Vorjahres treffen. Vielleicht findet sich je jemand aus Freiberg, der hier eine Patenschaft übernehmen will wink ?!

Gruß

Uwe

Ich würde nicht auf eine jährliche "Neujustierung" bestehen, wenn Anfang (und Ende) gleich sind. Hier ist schon seit Jahren ein Trampelpfad (zwecks Abkürzung) - egal ao Schnee liegt, Raps oder Mais auf dem Feld ist. Der verläuft auch manchmal etwas weiter östlich oder westlich, der "Einstieg" am Parkplatz ist aber immer gleich.

... ich dachte nur es findet sich jemand für eine Patenschaft wink wink wink wink

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#56 2013-11-19 18:48:20

Taunide
Member
Registered: 2011-02-23
Posts: 498

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Nop wrote:

Einen aufgelassenen Steinbruch würde ich auch nicht mehr als Steinbruch taggen, weil er den Charakter verloren hat. Ein Steinbruch ist für mich ein Industriebetrieb mit Anlagen, LKWs und vor allem Betreten Verboten. Ein aufgelassener Steinbruch dagegen ist oft nur noch ein großes Loch, oft frei zugänglich und evtl. mit Biotop. Da würde ich nur noch die Wände als Klippe eintragen und vielleicht noch historic=quarry.

Bei all Deinen Beispielen würde ich Dir zustimmen, nicht jedoch bei den Wegen. Da muss ich Dir ausnahmsweise widersprehen.
Ja ich reite über Äcker wo ich weiß, laut topografischer Karte ist da ein Weg. Sogar wenn der Bauer gerade beim Eggen ist. Ich sage sogar noch freundlich guten Abend. Ja, ich hab sogar Verständnis wenn er einen Weg zuackert, den ausser ein paar spinnerten Reitern eh niemand mehr benutzt, um sich etwas Arbeit zu sparen. Aber: wenn er den Weg versperrt, und es ein wichtiger Weg ist um von A nach B zu kommen, bin ich morgen auf dem Gemeindeamt.
Vielleicht brauchen wir in OSM einen Tag für Wege, die gerade mal nicht sichtbar sind, und wo nicht geroutet werden sollte. Gibt's nicht sowas wie routing=no?

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#57 2013-11-19 19:40:05

malenki
Member
Registered: 2008-09-07
Posts: 636

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Taunide wrote:

Bei all Deinen Beispielen würde ich Dir zustimmen, nicht jedoch bei den Wegen. Da muss ich Dir ausnahmsweise widersprehen.
Ja ich reite über Äcker wo ich weiß, laut topografischer Karte ist da ein Weg. Sogar wenn der Bauer gerade beim Eggen ist. Ich sage sogar noch freundlich guten Abend. Ja, ich hab sogar Verständnis wenn er einen Weg zuackert, den ausser ein paar spinnerten Reitern eh niemand mehr benutzt, um sich etwas Arbeit zu sparen. Aber: wenn er den Weg versperrt, und es ein wichtiger Weg ist um von A nach B zu kommen, bin ich morgen auf dem Gemeindeamt.

Wenn es sein Grundstück ist auf dem sein Privatweg verläuft, den er nicht mehr haben will: Welche Handhabe hast du gegen das Umackern?

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#58 2013-11-19 20:06:16

Nop
Moderator
Registered: 2009-01-26
Posts: 2,856

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Taunide wrote:

Ja ich reite über Äcker wo ich weiß, laut topografischer Karte ist da ein Weg. Sogar wenn der Bauer gerade beim Eggen ist. Ich sage sogar noch freundlich guten Abend. Ja, ich hab sogar Verständnis wenn er einen Weg zuackert, den ausser ein paar spinnerten Reitern eh niemand mehr benutzt, um sich etwas Arbeit zu sparen.

Damit begibst Du Dich massiv ins Unrecht. Ein veralteter Eintrag auf einer Topokarte verleiht Dir keinerlei Wegerecht und das Bereiten landwirtschaftlicher Flächen ist zumindest in Bayern ausdrücklich verboten. Auf seinem Privatgrund darf der Bauer seinen Weg erst mal jederzeit verlegen oder entfernen.
Du kannst höchstens tatsächlich bei den Behörden nachfragen, ob mit diesem Weg irgendwelche Rechte verbunden sind. Habe das auch schon mal gemacht als eine wichtige Feldwegverbindung unterbrochen wurde. Ohne Ergebnis, die Neugestaltung der Wege war offiziell und rechtens. Und im Amtsblatt lese ich regelmäßig: "Da der Weg in der Natur schon lange nicht mehr vorhanden ist wird die Widmung als XXX aufgehoben."

Ich würde niemals quer über einen Acker oder eine Wiese reiten, auch nicht in einer Gegend wo ich selber nur auf der Durchreise bin. Damit bringst Du die ganze Reiterschaft in Verruf, kannst den ortsansässigen Reitern Ärger und Vorurteile bescheren und schlimmstenfalls umfangreiche Reitverbotszonen auslösen.

Wenn Du sowas machst ist das Deine persönliche Angelegenheit. Ich würde Dich auf jeden Fall bitten, keine Gesetzesverstöße bei OSM einzutragen. Wenn da kein Weg mehr ist, ist da kein Weg mehr.

bye, Nop


Nothing is too difficult for the man who does not have to do it himself...
Projekte: Reit- und Wanderkarte mit Navigation - Kartengenerator Map Composer - GPS Track Editor Track Guru

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#59 2013-11-19 23:06:18

DoDoMR
Member
Registered: 2013-09-06
Posts: 220

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Nop wrote:
Taunide wrote:

Ja ich reite über Äcker wo ich weiß, laut topografischer Karte ist da ein Weg. Sogar wenn der Bauer gerade beim Eggen ist. Ich sage sogar noch freundlich guten Abend. Ja, ich hab sogar Verständnis wenn er einen Weg zuackert, den ausser ein paar spinnerten Reitern eh niemand mehr benutzt, um sich etwas Arbeit zu sparen.

Damit begibst Du Dich massiv ins Unrecht. Ein veralteter Eintrag auf einer Topokarte verleiht Dir keinerlei Wegerecht und das Bereiten landwirtschaftlicher Flächen ist zumindest in Bayern ausdrücklich verboten. Auf seinem Privatgrund darf der Bauer seinen Weg erst mal jederzeit verlegen oder entfernen.
Du kannst höchstens tatsächlich bei den Behörden nachfragen, ob mit diesem Weg irgendwelche Rechte verbunden sind. Habe das auch schon mal gemacht als eine wichtige Feldwegverbindung unterbrochen wurde. Ohne Ergebnis, die Neugestaltung der Wege war offiziell und rechtens. Und im Amtsblatt lese ich regelmäßig: "Da der Weg in der Natur schon lange nicht mehr vorhanden ist wird die Widmung als XXX aufgehoben."

Ich würde niemals quer über einen Acker oder eine Wiese reiten, auch nicht in einer Gegend wo ich selber nur auf der Durchreise bin. Damit bringst Du die ganze Reiterschaft in Verruf, kannst den ortsansässigen Reitern Ärger und Vorurteile bescheren und schlimmstenfalls umfangreiche Reitverbotszonen auslösen.

Wenn Du sowas machst ist das Deine persönliche Angelegenheit. Ich würde Dich auf jeden Fall bitten, keine Gesetzesverstöße bei OSM einzutragen. Wenn da kein Weg mehr ist, ist da kein Weg mehr.

bye, Nop

Hier kann ich Nop hier nur zustimmen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Feldwegen um von den Landwirten gebaute und unterhaltene Wege. Wenn nun z.B. Äcker zusammengelegt werden, hat natürlich der Landwirt, dem nun der größere Acker gehört, kein Interesse mehr, diesen nicht mehr notwendigen Weg zu unterhalten und möchte diesen stattdessen zum Anbau seiner Ackerfrüchte nutzen.

Anders sieht es bei gemeindeeigenen Feldwegen aus - bevor diese "eingezogen" werden, muss die beabsichtigte Einziehung öffentlich bekannt gegeben werden, um ggf. Einsprüche geltend machen zu können.

So oder so, besteht keine Nutzungsmöglichkeit mehr und haben daher nichts in OSM zu suchen (höchtens als "historic").

Bei Feld- und Waldwegen, die offensichtlich nicht untergepflügt bzw. anderweitig gesperrt wurden und lediglich "verwahrlost" sind, sollten diese aber in OSM vorhanden bleiben bzw. eingetragen werden.

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#60 2013-11-19 23:23:36

Taunide
Member
Registered: 2011-02-23
Posts: 498

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Nop wrote:

Damit begibst Du Dich massiv ins Unrecht. Ein veralteter Eintrag auf einer Topokarte verleiht Dir keinerlei Wegerecht und das Bereiten landwirtschaftlicher Flächen ist zumindest in Bayern ausdrücklich verboten. Auf seinem Privatgrund darf der Bauer seinen Weg erst mal jederzeit verlegen oder entfernen.
Du kannst höchstens tatsächlich bei den Behörden nachfragen, ob mit diesem Weg irgendwelche Rechte verbunden sind. Habe das auch schon mal gemacht als eine wichtige Feldwegverbindung unterbrochen wurde. Ohne Ergebnis, die Neugestaltung der Wege war offiziell und rechtens. Und im Amtsblatt lese ich regelmäßig: "Da der Weg in der Natur schon lange nicht mehr vorhanden ist wird die Widmung als XXX aufgehoben."

Vielleicht ist das bei Euch in Bayern ja so. Hier, wie auch im benachbarten Rheinland-Pfalz werden keine Wege (nahezu immer Gemeindeeigentum!) aufgehoben, die Zeiten der Flurbereinigung sind seit über 30 Jahren vorbei (traditionell kleinbäuerliche Bewirtschaftung mit zerissenen Besitzstrukturen). Von daher sind auch keine Einträge in den Topografischen Karten veraltet. Hier werden Wege auch tatsächlich benutzt, was mit der größeren Siedlungsdichte zusammenhängen mag. Wenn Wege "verschwinden", was durchaus geschieht, dann sind die Motive dahinter immer recht deutlich. Gebaute oder sonstwie "unterhaltene" Wege sind davon nie betroffen, immer nur die Graswege.
Andererseits sorgt zunehmende Umwandlung von Acker- in Grünland (bis vor 10 Jahren lief die Entwicklung umgekehrt) und von Stacheldrahtweiden in Wechselweiden für eine Entschärfung der Problematik. Wie auch immer, man findet schon irgendwie einen Weg.

Last edited by Taunide (2013-11-19 23:33:52)

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#61 2013-11-19 23:30:42

DoDoMR
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Registered: 2013-09-06
Posts: 220

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Taunide wrote:
Nop wrote:

Damit begibst Du Dich massiv ins Unrecht. Ein veralteter Eintrag auf einer Topokarte verleiht Dir keinerlei Wegerecht und das Bereiten landwirtschaftlicher Flächen ist zumindest in Bayern ausdrücklich verboten. Auf seinem Privatgrund darf der Bauer seinen Weg erst mal jederzeit verlegen oder entfernen.
Du kannst höchstens tatsächlich bei den Behörden nachfragen, ob mit diesem Weg irgendwelche Rechte verbunden sind. Habe das auch schon mal gemacht als eine wichtige Feldwegverbindung unterbrochen wurde. Ohne Ergebnis, die Neugestaltung der Wege war offiziell und rechtens. Und im Amtsblatt lese ich regelmäßig: "Da der Weg in der Natur schon lange nicht mehr vorhanden ist wird die Widmung als XXX aufgehoben."

Vielleicht ist das bei Euch in Bayern ja so. Hier, wie auch im benachbarten Rheinland-Pfalz werden keine Wege aufgehoben, die Zeiten der Flurbereinigung sind seit über 30 Jahren vorbei (traditionell kleinbäuerliche Bewirtschaftung). Von daher sind auch keine Einträge in den Topografischen Karten veraltet. Hier werden Wege auch tatsächlich benutzt, was mit der größeren Siedlungsdichte zusammenhängen mag. Wenn Wege "verschwinden", was durchaus geschieht, dann sind die Motive dahinter immer recht deutlich.
Andererseits sorgt zunehmende Umwandlung von Acker- in Grünland (bis vor 10 Jahren lief die Entwicklung umgekehrt) und von Stacheldrahtweiden in Wechselweiden für eine Entschärfung der Problematik. Wie auch immer, man findet schon einen Weg.

Ich fürchte, da irrst Du Dich. Auch in Hessen gibt es durchaus durch die Gemeinde eingezogene Wege. Diese werden bei uns (gerade erst vergangene Woche wieder) im Gemeindeblättchen veröffentlicht. Auch das Hessische Straßengesetz besagt in §6 klar und deutlich, dass die Gemeinde die Möglichkeit hat, Wege "einzuziehen".

Alle anderen Wege, die nicht Gemeindewege (oder Kreisstraße, ...) sind, sind im Umkehrschluss vom Sinn her "Privatwege". Hier kann der Besitzer relativ frei entscheiden, was er mit "seinem" Weg macht, ohne dass etwas veröffentlicht werden muss. Wenn jedoch an einem "Privatweg" ein "besonderes öffentliches Interesse" besteht, hat natürlich die Kommune die Möglichkeit, hier die notwendigen Schritte einzuleiten, um aus einem "Privatweg" einen "kommunalen Weg" zu machen.

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#62 2013-11-19 23:47:34

Taunide
Member
Registered: 2011-02-23
Posts: 498

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

DoDoMR wrote:

Ich fürchte, da irrst Du Dich. Auch in Hessen gibt es durchaus durch die Gemeinde eingezogene Wege. Diese werden bei uns (gerade erst vergangene Woche wieder) im Gemeindeblättchen veröffentlicht. Auch das Hessische Straßengesetz besagt in §6 klar und deutlich, dass die Gemeinde die Möglichkeit hat, Wege "einzuziehen".

Mir ist hier im Umkreis nur von einem einzigen Fall einer "Entwidmung" eines Weges bekannt, dies betraf jedoch einen Innerorts- keinen Feldweg. Ich lese aber auch nicht X Gemeindeblättchen, will auch keine Einzelbeispiele hochdramatisieren. Den untergeackerten Weg, den ich vorhin im Sinn hatte, ist ca. 15km weit weg, ich komme da (wenn's hochkommt) 1x im Jahr in die Nähe. Früher kamen solche Fälle jedenfalls öfters vor.
Im Wald sind Fälle nicht mehr begehbarer Wege heute weit häufiger. Wo im Auftrag von Hessenforst gearbeitet wurde, kommt häufig nur noch der Forstmog mit 1/2 m Bodenfreiheit durch

Last edited by Taunide (2013-11-19 23:49:18)

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#63 2013-11-20 07:22:50

Joachim Moskalewski
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From: Sindelfingen
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

Sie führt um einen See, teilweise auf "track grade3" aber dann auf einem Pfad, den nur die Angler (und ich) laufen. Der ist stellenweise nur als dünne Spur im Laub zu sehen. Wenn man den als kaum sichtbaren Pfad mit Breite 0,5 bis 1m taggt, wird sich ihn eine Familie mit Kinderwagen nicht aussuchen

Wunderbar - jenes Teilstück klingt für mich nach "highway=path, trail_visibility=intermediate, width=0.5". Ich würde empfehlen stets noch "surface" zu mappen (hier vermutlich "surface=ground"). Denn z.B. bei nassem Boden ist die Info "ground" oder "gravel" eine richtig wertvolle…

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#64 2013-11-20 09:33:33

Göre
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Registered: 2013-09-16
Posts: 991

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

Sie führt um einen See, teilweise auf "track grade3" aber dann auf einem Pfad, den nur die Angler (und ich) laufen. Der ist stellenweise nur als dünne Spur im Laub zu sehen. Wenn man den als kaum sichtbaren Pfad mit Breite 0,5 bis 1m taggt, wird sich ihn eine Familie mit Kinderwagen nicht aussuchen, aber solche Waldschrate wie ich, die auch mit dem Navi unterwegs sind, freuen sich vielleicht doch, dass man dadurch den See umrunden kann und nicht auf halber Strecke wieder umdrehen muss.
Werde also in diesem Sinne mein Gewissen befragen und als Borkenkäfer hoffentlich nicht zum OSM-Schädling  wink.

Viele Grüße
Thomas

vielen dank für den Weg um den Cospudener See roll



DoDoMR wrote:

Bei Feld- und Waldwegen, die offensichtlich nicht untergepflügt bzw. anderweitig gesperrt wurden und lediglich "verwahrlost" sind, sollten diese aber in OSM vorhanden bleiben bzw. eingetragen werden.


vielen dank für den Weg um den Cospudener See roll



1. Edit
bis zu den Knöcheln im Schlamm versunken auf einer Spur im Laub pffffffffff


2. Edit
ganz sicher geht da ein Angler hin


3. Edit
vielleicht hatten ja unsere Vorfahren auch schon mal OSM und wegen der widerspenstigen Mapper hat der aufrechte Gang etwas länger gedauert cool


4. Edit
die Defaultkarte ist unterwegs dann nicht so günstig


5. Edit
...

Last edited by FGOSM22 (2013-11-20 10:07:48)

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#65 2013-11-20 17:58:17

borkenkäfer
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Registered: 2013-11-15
Posts: 187

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Hi FGOSM22,

ich komme zwar ursprünglich aus Leipzig, den Weg um den Cospudener See habe ich haber nicht verzapft wink. Wenn ich bis zu den Knöcheln versinke, ist das auch für mich ein Grund, einen solchen Weg niemandem zuzumuten. Da ich ihn aber selbst erst kürzlich gegangen bin und es nun mal die entsprechenden Attribute gibt, denke ich, dass jeder entscheiden kann, ob er einen solchen Pfad gehen möchte:

    bicycle = no
    foot = yes
    highway = path
    surface = ground
    trail_visibility = horrible
    width = 0,5

Wenn allerdings trail_visibility = horrible ein Kriterium ist, einen Weg ganz wegzulassen, habe ich die Attributierung noch nicht ganz verstanden. Und das meine ich nicht ironisch.
Ich weiss auch nicht, wie Routing-Programme damit umgehen. Wie gesagt, als Einsteiger nehme ich gerne Anregungen entgegen, wobei bei dem Thema schon deutlich wird, dass es offensichtlich zwei Lager gibt wie es weiter oben schon zum Ausdruck kommt.

Viele Grüße
Thomas


Viele Grüße
Thomas

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#66 2013-11-20 18:15:44

rayquaza
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From: DE-BW
Registered: 2012-11-18
Posts: 2,007

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Dann mag ich dir mal ein paar Anregungen zum Entgegennehmen geben:

borkenkäfer wrote:

bicycle=no foot=yes

Dürfen Radfahrer da wirklich nicht lang? Also steht da ein Verbotsschild? Wenn man nur meint, dass man als Radfahrer da nicht durchkommen würde sollte man das anders ausdrücken – Access-Tags sind *nur* für die Zulässigkeit gedacht.

borkenkäfer wrote:

width = 0,5

Schau dir nochmal den Dezimaltrenner an wink

borkenkäfer wrote:

Wenn allerdings trail_visibility = horrible ein Kriterium ist, einen Weg ganz wegzulassen, habe ich die Attributierung noch nicht ganz verstanden.

Wenn da ein Weg ist, man ihn aber nicht oder nur kaum sehen kann sollte man den natürlich trotzdem eintragen. Wenn ein Weg aber nur z.B. querfeldein von jemandem so gegangen wurde ohne dass da wirklich ein Weg ist ist da kein Weg. Also nein, trail_visibility=no heisst nicht, dass man den Weg löschen könnte, den Rest kann dir hoffentlich jemand anders nochmal besser erklären.


Die Beschreibungen hier klingen danach als sei surface=grass (kann man irgendwie angeben ob hohes oder niedriges Gras?), smoothness=* könnte man auch noch angeben. Sonst fällt mir jetzt gerade auch nichts ein um einen Weg nicht so angenehm wie von dir vorgeschlagen erscheinen zu lassen.

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#67 2013-11-20 18:31:28

borkenkäfer
Member
Registered: 2013-11-15
Posts: 187

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

rayquaza wrote:

Dann mag ich dir mal ein paar Anregungen zum Entgegennehmen geben:

borkenkäfer wrote:

bicycle=no foot=yes

Dürfen Radfahrer da wirklich nicht lang? Also steht da ein Verbotsschild? Wenn man nur meint, dass man als Radfahrer da nicht durchkommen würde sollte man das anders ausdrücken – Access-Tags sind *nur* für die Zulässigkeit gedacht.

borkenkäfer wrote:

width = 0,5

Schau dir nochmal den Dezimaltrenner an wink

.

Danke für die Hinweise, Du hast mit Deiner Vermutung recht, es gibt keine Verbotsschilder, habe die Tags falsch interpretiert, nehme ich wieder raus. Dezimaltenner ist auch falsch roll  Irgendwann kapiere ich es.

Viele Grüße
Thomas


Viele Grüße
Thomas

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#68 2013-11-20 20:21:32

Joachim Moskalewski
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From: Sindelfingen
Registered: 2012-11-23
Posts: 346
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

rayquaza wrote:

Dürfen Radfahrer da wirklich nicht lang? Also steht da ein Verbotsschild?

Ist das Radfahren nicht bundeseit eigentlich nur auf Straßen und Wegen gestattet? Und mit "Weg" ist m.W. nicht ein unbefestigter Pfad gemeint… Mir fallen auch noch weitere Fälle ein, in denen ich ein "bicycle=no" setzen sollte ohne dass da ein Schild aufgestellt wurde (steht eigentlich an Autobahnauffarten auch ein Schild?).

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#69 2013-11-20 20:45:26

borkenkäfer
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Ich bin gerade am Korrigieren und mir fällt noch folgendes auf:
Ich arbeite mit JOSM und den entsprechenden Vorlagen. Unterhalb der Sichtbarkeit stehen dann die folgenden Kriterien:
Zu Fuß, Fahrrad, Pferd, Rollstuhl...
Das implizierte bei mir dann eher Eignung als Erlaubnis, zumal ich noch nie einen Weg gesehen habe, der für Rollstühle gesperrt, wohl aber viele, die nicht dafür geeignet sind. Das bedeutet, dass ich diese Kriterien eher weglasse, als verwende, es sei denn, ich sehe Verbotsschilder.

Viele Grüße
Thomas


Viele Grüße
Thomas

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#70 2013-11-20 21:05:11

SunCobalt
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Registered: 2010-01-09
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

Das implizierte bei mir dann eher Eignung als Erlaubnis, zumal ich noch nie einen Weg gesehen habe, der für Rollstühle gesperrt, wohl aber viele, die nicht dafür geeignet sind.

Es gibt vermutlich nur wenige andere Länder auf dieser Welt (wenn es überhaupt noch welche gibt), die an jeden Feldweg ein Verbotsschild stellen und auch sonst alles alles per Gebot und Verbot regelen. Andernorts regelt die Beschaffenheit die Nutzung. Daher kommen vermutlich auch die Presets


Thomas

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#71 2013-11-20 21:13:17

maxbe
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Registered: 2010-01-19
Posts: 3,255
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Joachim Moskalewski wrote:

Ist das Radfahren nicht bundeseit eigentlich nur auf Straßen und Wegen gestattet? Und mit "Weg" ist m.W. nicht ein unbefestigter Pfad gemeint…

Der Bund findet, das sollen die Länder regeln, die Länder (Bayern z.B.) schreiben dann neben anderen Regeln (Naturschutz, Jagd, Sport) sowas wie "vorhandener Weg" auf landwirtschaftlichen Flächen oder "soweit sich die Wege dafür eignen" bei freier Natur. Und Gerichte interpretieren dann, was ein Weg ist und was ein geeigneter Weg ist.

Last edited by maxbe (2013-11-20 21:14:22)

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#72 2013-11-21 04:52:38

rayquaza
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From: DE-BW
Registered: 2012-11-18
Posts: 2,007

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

(Doppelpost durch Serverüberlastung(?, SQL-Fehlermeldung: To many connections))

/e2: typo

Last edited by rayquaza (2013-11-21 04:56:49)

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#73 2013-11-21 04:55:18

rayquaza
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From: DE-BW
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

Das implizierte bei mir dann eher Eignung als Erlaubnis, zumal ich noch nie einen Weg gesehen habe, der für Rollstühle gesperrt, wohl aber viele, die nicht dafür geeignet sind.

Weil wheelchair=* wiederum kein Access-Tag sondern eine (unbrauchbare) Eignungseinstufung ist. Vielleicht sollte wirklich mal jemand die Presets überarbeiten…

borkenkäfer wrote:

Das bedeutet, dass ich diese Kriterien eher weglasse, als verwende, es sei denn, ich sehe Verbotsschilder.

Ja, genau. Und wenn du auf Schilder stösst exakt das Taggen, was draufsteht, nicht ruminterpretieren, sonst entstehen fast immer Fehler. Bei Fragen kannst du dich ja hier melden.

Joachim Moskalewski wrote:

Steht eigentlich an Autobahnauffarten auch ein Schild?

Normalerweise ja, und wenn das nicht dasteht ist es keine Autobahn wink

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#74 2013-11-21 09:42:03

geri-oc
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Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

borkenkäfer wrote:

Ich bin gerade am Korrigieren und mir fällt noch folgendes auf:
Ich arbeite mit JOSM und den entsprechenden Vorlagen. Unterhalb der Sichtbarkeit stehen dann die folgenden Kriterien:
Zu Fuß, Fahrrad, Pferd, Rollstuhl...
Das implizierte bei mir dann eher Eignung als Erlaubnis, zumal ich noch nie einen Weg gesehen habe, der für Rollstühle gesperrt, wohl aber viele, die nicht dafür geeignet sind. Das bedeutet, dass ich diese Kriterien eher weglasse, als verwende, es sei denn, ich sehe Verbotsschilder.

Viele Grüße
Thomas

Wenn mit Sichtbarkeit smoothness gemeint ist - Tabelle dann bitte eintragen - ich weiß im Moment nicht wie es in JOSM ist.

Zu Erlaubnis siehe access - wen es um Wegtypen geht - beachten was impliziert ist

Also ein path ist fü foot, bicycle und horse bereits erlaubt.

wheelchair ist schon für die Rollstuhlkarte wichtig. Und wenn du es nicht einschätzen kannst -> freilassen.

Das wheelchair ist Einschätzung aus smoothness - wobei wheelcair bei mir auch "Kinderwagen" bedeuten kann. Ein wheelchair wird ohne Begleitung keinen (Gelände-) Pfad benutzen.
Schneemobile würde ich nur im Bereich "Winterrouten" nutzen - bei uns gibt es Strecken für so etwas. Ich habe mich aber damit nicht beschäftigt.

EDIT: Verlinkung

Last edited by geri-oc (2013-11-21 09:51:18)

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#75 2013-11-21 09:48:13

Wolmatinger
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Posts: 131

Re: Durch Windbruch oder Umpflügen versperrte Wege/Pfade dokumentieren?

Joachim Moskalewski wrote:
rayquaza wrote:

Dürfen Radfahrer da wirklich nicht lang? Also steht da ein Verbotsschild?

Ist das Radfahren nicht bundeseit eigentlich nur auf Straßen und Wegen gestattet? Und mit "Weg" ist m.W. nicht ein unbefestigter Pfad gemeint… Mir fallen auch noch weitere Fälle ein, in denen ich ein "bicycle=no" setzen sollte ohne dass da ein Schild aufgestellt wurde (steht eigentlich an Autobahnauffarten auch ein Schild?).

AFAIK gibt es (bundeslanduneinheitlich) eine Regelung, dass Radfahrer nur auf Waldwegen mit einer Mindestbreite fahren dürfen.

Default-Tags (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/OSM_ … ns#Germany), wie das foot=yes an highway=path (Posting #65) oder das angesprochene bicycle=no sollte man vermeiden.

Last edited by Wolmatinger (2013-11-21 09:48:58)

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