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#1 2012-05-30 08:37:36

Taunide
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Registered: 2011-02-23
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Waldwege mit Hindernissen

In der Diskussion hier ging es um zugewachsene Wege. Leider sieht man es zunehmend, dass Wege - vorwiegend die unbefestigten - nach Waldarbeiten nicht mehr aufgeräumt, sondern nur noch "harvester-passierbar" gemacht werden. Die Waldarbeiter steigen eben auch nicht mehr so gern von ihren Maschinen runter wenn es sich vermeiden lässt, und da die Aufträge heute meistens an ortsfremde Firmen vergeben werden ist es denen dann auch egal wenn nachher von den Wegen bloss noch die Hälfte passierbar sind.
Diese Art der "Unbequemmachung" von Wegen betrifft in erster Linie Radfahrer und Fußgänger, die diese Wege dann einfach nicht mehr benutzen. Reiter sind etwas störtoleranter, da Pferde über manches hinwegklettern können, sind aber auf die unbefestigten Wege besonders angewiesen. (Dass manche Jäger diese Vorgehensweise unterstützen und ähnliche Mittel anwenden um bei der Ausübung ihres Hobbies weniger von Mountainbikern oder Reitern "gestört" zu werden, sei bloß nebenbei erwähnt)

Meistens ist, wenn man die Hindernisse nicht selber beseitigt, das betreffende Wegstück für ein paar Jahre unpassierbar oder schwer passierbar, bis die Äste genügend verrottet sind (hoffentlich ist es bis dahin nicht zugewachsen). Ich frage mich immer wie man sowas mappt. Die Wege um die es hier geht sind mitnichten Rückeschneisen o.dergl., sind manchmal Jahrhunderte alt. Geocacher haben sogar Freude an ihnen.

Das Problem: Wenn sie nicht erfasst werden gehen sie noch eher verloren. Ich habe diese Wege als mögliche Abkürzungen, Alternativen oder schlicht Orientierungspunkte auf der Karte recht gern (bin aber auch die TK25 gewöhnt, in der häufig nicht "voll passierbare" Wege eingetragen sind). Andererseits sollen sie nicht als "vollwertig benutzbare" Wege stehen. Meistens behelfe ich mir mit einem tagging als highway=path - da erwarte ich keine volle Passierbarkeit in jedem Reit- oder Radfahrtempo, plus hazard=Bäume oder so etwas. Wie wird das hier gesehen?

Smoothness= ist hier in meinen Augen wertlos und nicht anwendbar, da es offenbar vom Konzept "hindernissfreier" Wege ausgeht und Grossradfahrzeuge wie Harvester nicht berücksichtigt. In jedem Fall wäre hier smoothness > impassable. Ich konzidiere aber dass smoothness als tagging für schwer passierbare Waldpfade einem ab und zu begegnet und wahrscheinlich im Sinne von Bodenhindernissen gemeint ist. Nur gibt die Wiki-Beschreibung hierfür nichts dergleichen her!

Last edited by Taunide (2012-05-30 09:04:20)

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#2 2012-05-30 09:25:45

yzemaze
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Registered: 2010-07-01
Posts: 177

Re: Waldwege mit Hindernissen

Vorweg: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und wäre hier in der Tat recht hilfreich, um sich ein Bild (sic wink) von der Situation zu machen.

Ich mappe derartige Wege im Regelfall als track (Harvester sind für einen path eher zu breit wink). Smoothness je nach Zustand und Passierbarkeit mit MTB bzw. zu Fuß very_horrible oder impassable. Querliegenden Bäumen oder anderen Hindernissen wird am entsprechenden node ein hazard verpasst, wenn der Weg damit übersäht sein und es sich nicht nur um einzelne Stellen handeln sollte, bekommt er auch ein entsprechendes tag. Desweiteren kommt noch ein mtb:scale dran, je nach Hindernissen irgendwas zwischen 2 und 5 (6 trifft man wohl nur in den Alpen an). sac_scale wäre ggfls. auch eine Möglichkeit, da fehlen mir allerdings entsprechende Erfahrungswerte.

Derartige Wege nicht zu mappen, nur weil sie für den überwiegenden Teil der zu erwartenden Nutzer im vorgefundenen Zustand aktuell nicht zu gebrauchen sind, halte ich für kontraproduktiv. Wer weiß schon so genau, ob nicht wenige Tage später doch noch vor Ort (grob) aufgeräumt wird oder wann der Weg wieder (leicht) passierbar (gemacht) wird? Ok, die Harvesterspuren bleiben jahrelang erhalten, aber mancher MTBr steht auf Schlammbäder, da wäre die Info sogar super wink


"Früher war nichts besser, aber es gab Sachen, die waren früher gut - und sie wären es auch heute noch, wenn man die Finger davon gelassen hätte!" (Jochen Malmsheimer)

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#3 2012-05-30 09:39:47

chris66
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From: Germany
Registered: 2009-05-24
Posts: 9,392

Re: Waldwege mit Hindernissen

Hi,
auf taginfo finde ich Werte wie barrier=tree / fallen_tree / obstacle.
Per access kannst Du angeben wer das Hindernis überwinden kann.

Chris


Mapper aus dem Münsterland/NRW. Nicht auf fakebook.

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#4 2012-05-30 10:11:10

aighes
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From: Shanghai
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Nunja...überwinden können ist da schon recht weit gefasst. Wenn das Tragen des Rades über den Baum einen großen Umweg erspart, dann geht das auch irgendwie. wink

Daher wäre ich vorsichtig mit access-Tags.


Viele Grüße
Henning, developer of RadReiseKarte

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#5 2012-05-30 10:11:28

Netzwolf
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Registered: 2008-04-01
Posts: 1,665

Re: Waldwege mit Hindernissen

Moins,

chris66 wrote:

Hi,
auf taginfo finde ich Werte wie barrier=tree / fallen_tree / obstacle.
Per access kannst Du angeben wer das Hindernis überwinden kann.

Mehrere von den “barrier=tree” sind von mir (Bearbeiten→Kartendaten anwählen).

Fahrradfahren ist im Naturpark nur auf den “Waldautobahnen” erlaubt und nicht auf den Pfaden. Die Mountainbiker sind aber natürlich dennoch auch auf schmalen Pfaden unterwegs (was ich sehr gut nachvollziehen kann), und um den andauernden Streitereien aus dem Weg zu gehen, oft auch des Nachts in großer Zahl.

Unter diesen Umständen fühle ich mich sogar verpflichtet, die (wohl zur Vergrämung von Wanderern und Radfahrern) quer über Pfade liegengelassenen Baumstämme zu mappen, denn wenn da einer des Nachts runterradelt (oder rast) und einen der Bäume zu spät sieht, kann das sehr böse enden.

Ob die “barrier=” gerendert werden oder nicht, darauf habe ich natürlich keinen Einfluss, hoffe das aber zumindest für die Radlerkarten.

Gruß Wolf

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#6 2012-05-30 11:10:02

Taunide
Member
Registered: 2011-02-23
Posts: 495

Re: Waldwege mit Hindernissen

..ich fürchte, die Wege die ich meine, machen auch hartgesottenen MTB'lern keinen echten Spaß mehr. Einzelne Bäume hab ich weniger im Sinn, eher: ganze Reihe dicker Fichten direkt auf dem Weg entastet und alle Zweige rumliegen gelassen. Macht man hier leider häufig und bleibt auch unsanktioniert und häufig länger unbeobachtet, weil's mehr Wald als Waldbesucher gibt.
Ich bin mir auch nicht sicher ob barrier geeigneter ist als hazard. Eine Barriere im engeren Sinne sind sie nicht, weil man ja drübersteigen kann, nur ein Erschwernis. Auf der anderen Seite sind sie immer auch eine Verletzungsgefahr: Menschen und Tiere riskieren Schrammen.

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#7 2012-05-30 11:50:35

scai
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Registered: 2011-11-20
Posts: 157
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Um sowas als Router halbwegs sinnvoll auswerten zu können, d.h. zu entscheiden ob der Weg mit den Hindernissen oder lieber ein größerer Umweg bevorzugt werden sollte, müsste dann sowieso eine Metrik ähnlich "Anzahl Hindernisse pro x km" berechnet werden. Da merkt man aber auch gleich, wie schwierig/absurd das ganze wird. mtb:scale, sac_scale passen da meiner Meinung nach nur ungenügend, access ist auch nicht so ganz richtig.

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#8 2012-05-30 11:53:39

Mondschein
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Registered: 2011-01-29
Posts: 1,811

Re: Waldwege mit Hindernissen

Taunide wrote:

..ich fürchte, die Wege die ich meine, machen auch hartgesottenen MTB'lern keinen echten Spaß mehr. Einzelne Bäume hab ich weniger im Sinn, eher: ganze Reihe dicker Fichten direkt auf dem Weg entastet und alle Zweige rumliegen gelassen.

Ich würde den Weg als "track" eintragen und dann mit einzelnen "barrier" jeweils mit "access"-Tags sperren.
Falls da zu viele "barrier" sind, würde ich den kompletten Weg mit "access"-Tags sperren.
Zu den "access"-Tags:
Fahrrad: nein
Fußgänger: eher nein
Pferde: eher nein
Sonstige: nein

Ich wollte weder mit dem Pferd noch zu Fuß über einen solchen Weg geführt werden.
Für mich ist dieser Weg, wenn ich die Beschreibung richtig verstanden habe, faktisch gesperrt.

Gruß,
Mondschein

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#9 2012-05-30 12:07:09

aighes
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From: Shanghai
Registered: 2009-03-29
Posts: 5,266
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Mondschein, access=no bedeutet nicht : da kann man nicht lang, sondern da darf man nicht lang. Das ist ein Unterschied. DEr Weg ist durch umgestürzte Bäume evtl. nicht sinnvoll benutzbar, gesperrt ist er aber dadurch nicht.

Einem Router steht es frei, barrier=tree etc. auszuwerten und den Weg dann zu sperren.

Auf Strecken, die am Wochenende bei schönen Wetter mit Fahrradstau belegt sind, setzte ich ja auch kein bicycle=no, weil ich da nicht lang geroutet werden möchte wink

Last edited by aighes (2012-05-30 12:08:11)


Viele Grüße
Henning, developer of RadReiseKarte

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#10 2012-05-30 12:20:47

Mondschein
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Registered: 2011-01-29
Posts: 1,811

Re: Waldwege mit Hindernissen

aighes wrote:

Mondschein, access=no bedeutet nicht : da kann man nicht lang, sondern da darf man nicht lang.

no: Benutzung nicht erlaubt oder nicht möglich.

Quelle: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:access

Im Wiki findet man immer das, was man finden will. smile

aighes wrote:

Das ist ein Unterschied. DEr Weg ist durch umgestürzte Bäume evtl. nicht sinnvoll benutzbar, gesperrt ist er aber dadurch nicht.

Rechtlich nicht, faktisch schon, wenn da viele Bäume mit Ästen direkt auf dem Weg herum liegen.

aighes wrote:

Einem Router steht es frei, barrier=tree etc. auszuwerten und den Weg dann zu sperren.

Richtig, aber wenn da z.B. 50 Bäume auf dem Weg liegen würden, dann würde ich gleich den ganzen Weg sperren und nicht einzelne Bäume eintragen.

aighes wrote:

Auf Strecken, die am Wochenende bei schönen Wetter mit Fahrradstau belegt sind, setzte ich ja auch kein bicycle=no, weil ich da nicht lang geroutet werden möchte wink

lol

Gruß,
Mondschein

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#11 2012-05-30 12:54:46

Mondschein
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Registered: 2011-01-29
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Re: Waldwege mit Hindernissen

aighes wrote:

Einem Router steht es frei, barrier=tree etc. auszuwerten und den Weg dann zu sperren.

Auch hier würde ich "access"-Tags verwenden.
Stell dir einen Baum vor, welcher über dem Weg liegt, unter dem man aber leicht gebückt problemlos durchkommt, es aber für ein Pferd zu niedrig ist und ein Rübersteigen für das Pferd ebenfalls nicht möglich ist, da der Baum dafür zu hoch ist oder weil da Äste nach oben aus dem Baum herausstehen.
Also kann ein Router meiner Meinung nach nur anhand von "barrier=tree" nicht entscheiden, wer dort noch durchkommt.

Gruß,
Mondschein

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#12 2012-05-30 14:00:03

Taunide
Member
Registered: 2011-02-23
Posts: 495

Re: Waldwege mit Hindernissen

Reiter sind es gewöhnt um querliegende Bäume einen Bogen zu reiten. Pferde können da übrigens mehr als die meisten Nichtreiter glauben.
Wenn ein Baum auf dem Boden liegt dann springt man den bis zur Höhe von 0,8-1m; evtl. herausstehende Äste tritt man vorher mit dem Stiefel ab.
Von Nop kommt wohl der Vorschlag einen für Pferde, auch zu Fuß geführt, unpassierbaren Weg mit horse=unsuitable to taggen, wenn das Hinderniss permanent ist (um horse=no nicht mit Reitverboten zu verwechseln). Ein für Pferde schwieriger Weg wäre dementsprechend ein horse=critical. Solche Einschätzungen lässt man am besten die mappenden Reiter treffen.
Unmöglich passierbar für Pferde sind querhängende Bäume an Steilabhängen, wo Ausflüge in die Botanik verunmöglich sind. Ausgerechnet da kommen sie auch nicht selten vor. Solche Hindernisse werden in der Regel aber schnell beseitigt weil sie auch die anderen stören.

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#13 2012-05-30 14:49:30

Netzwolf
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Registered: 2008-04-01
Posts: 1,665

Re: Waldwege mit Hindernissen

Nahmd,

Taunide wrote:

Reiter sind es gewöhnt um querliegende Bäume einen Bogen zu reiten. Pferde können da übrigens mehr als die meisten Nichtreiter glauben.
Wenn ein Baum auf dem Boden liegt dann springt man den bis zur Höhe von 0,8-1m; evtl. herausstehende Äste tritt man vorher mit dem Stiefel ab.
Von Nop kommt wohl der Vorschlag einen für Pferde, auch zu Fuß geführt, unpassierbaren Weg mit horse=unsuitable to taggen, wenn das Hinderniss permanent ist (um horse=no nicht mit Reitverboten zu verwechseln). Ein für Pferde schwieriger Weg wäre dementsprechend ein horse=critical. Solche Einschätzungen lässt man am besten die mappenden Reiter treffen.

Nützlich wäre eine kurze bebilderte Übersicht “was Nichtreiter schon immer über Reitwege wissen wollten, bisher aber nicht zu fragen wagten.” Gerade outdoor ist noch so viel zu tun, da will ich in einem Durchgang so viel erfassen wie nur irgend möglich.

Unmöglich passierbar für Pferde sind querhängende Bäume an Steilabhängen, wo Ausflüge in die Botanik verunmöglich sind. Ausgerechnet da kommen sie auch nicht selten vor. Solche Hindernisse werden in der Regel aber schnell beseitigt weil sie auch die anderen stören.

Ich spende gleich mal das erste Bild:
barrier=fallen_tree.jpg

Gruß Wolf

Edit: Bildklausicherung war noch nicht fürs Forum freigegeben. Peinlich peinlich.

Last edited by Netzwolf (2012-05-30 20:39:04)

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#14 2012-05-30 15:23:46

Taunide
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Registered: 2011-02-23
Posts: 495

Re: Waldwege mit Hindernissen

Das hat aber kein Equide da hinterlassen...

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#15 2012-05-30 18:41:14

chkr
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Registered: 2012-02-06
Posts: 227

Re: Waldwege mit Hindernissen

Taunide wrote:

....
Smoothness= ist hier in meinen Augen wertlos und nicht anwendbar, da es offenbar vom Konzept "hindernissfreier" Wege ausgeht und Grossradfahrzeuge wie Harvester nicht berücksichtigt. In jedem Fall wäre hier smoothness > impassable. Ich konzidiere aber dass smoothness als tagging für schwer passierbare Waldpfade einem ab und zu begegnet und wahrscheinlich im Sinne von Bodenhindernissen gemeint ist. Nur gibt die Wiki-Beschreibung hierfür nichts dergleichen her!

Woher kommt den dein Unbehagen, "smoothness" zu verwenden? Ich meine, "barrier" kann man sowohl für einen Graben als auch eine Mauer verwenden. (Oder sind wir hier schon nicht mehr einer Meinung?) Deshalb kann "das", was die "smoothness" einer Strasse herabstuft m. E. sowohl ein Schlagloch als auch ein Stein in/auf der Strasse sein. Und vom Stein zu "deinen" Ästen - siehst du da wirklich einen Unterschied?

Gruss Christian

P. S. Bevor wir wirklich soweit sind, dass wir "Grossradfahrzeuge wie Harvester" ernsthaft berücksichtigen sollten, können wir ja anfangen Routing für "normale" Fahrzeuge "auf die Reihe zu kriegen". Das wird nämlich schwer, wenn wir für jedes Objekt spezifische Klassifizierungen definieren anstatt ein möglichst einheitliches (und zugegebenermaßen in Grenzfällen weniger leistungsfähiges) Schema für vergleichbare Eigenschaften zu verwenden. Der Weg der OSM-Karte in das Cockpit des Harvesters führt nämlich mit einiger Wahrscheinlichkeit über das Navi des Harvester-Fahrers im Privat-PKW, mit dem zum im Wald abgestellten Harvester fährt ...

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#16 2012-05-30 18:44:13

chkr
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Registered: 2012-02-06
Posts: 227

Re: Waldwege mit Hindernissen

Mondschein wrote:

Auch hier würde ich "access"-Tags verwenden.

Warum sind wir eigentlich so diametraler Ansicht bei der Verwendung des "access" tags?
Im Wiki findet sich "... to describe the legal access ". Und das kann man doch nur schwer missverstehen!

Wissbegierig Christian

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#17 2012-05-30 20:30:46

Mondschein
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Re: Waldwege mit Hindernissen

chkr wrote:

Im Wiki findet sich "... to describe the legal access ". Und das kann man doch nur schwer missverstehen!

Das hier ist aber auch eindeutig:

no: Benutzung nicht erlaubt oder nicht möglich.

Quelle: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:access

Und jetzt?
Was ist richtig?
Wer verbessert das Wiki?

Gruß,
Mondschein

Last edited by Mondschein (2012-05-30 20:30:58)

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#18 2012-05-30 20:40:06

Netzwolf
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Nahmd,

Taunide wrote:

Das hat aber kein Equide da hinterlassen...

Sorry das war die Bildklau-Sicherung.
War fürs Forum noch nicht freigeschaltet sad
Ist gefixt.

Gruß Wolf

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#19 2012-05-30 21:00:00

chkr
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Registered: 2012-02-06
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Mondschein wrote:

Das hier ist aber auch eindeutig:

Nein, ist es nicht.

no: Benutzung nicht erlaubt oder nicht möglich.

Quelle: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:access

Den Zusammenhang "nicht möglich" und "aus physischen Eigenschaften des Weges resultierend" finde ich nirgendwo auf der Seite, nur in deiner Auslegung. Ganz im Gegentum: Rechts in dem grünen Kasten findet sich: "Beschreibt rechtliche Nutzungerlaubnisse und -verbote eines Elements."

Wie würdest du denn einen erstklassigen highway in einem 3.-Welt-Land mit schwacher Staatsmacht taggen, auf dem dir hinter einer improvisierten Strassensperre ein paar junge Männer mit Kalaschnikows in den Händen nahelegen, auf die Weiterfahrt zu verzichten?
Im weltweiten Kontext muss "legal" halt nicht immer aus Verkehrsschildern herrühren ...

Gruss Christian

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#20 2012-05-30 21:41:33

fkv
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Taunide wrote:

Leider sieht man es zunehmend, dass Wege - vorwiegend die unbefestigten - nach Waldarbeiten nicht mehr aufgeräumt, sondern nur noch "harvester-passierbar" gemacht werden.

Kannst du genauer erklären, was du mit "nicht aufgeräumt" meinst? Meine Wohnung ist auch nicht aufgeräumt, trotzdem tagge ich sie nicht.

Baumstämme übern Weg können nicht gemeint sein, denn die wären nicht mal harvester-passierbar.
Aber auch Äste werden selten auf Forststraßen liegen gelassen, denn Forststraßen werden öfter befahren, als man denkt. Da wär z.B. der Jäger ganz schön sauer, wenn er nicht mehr zu seinem Hochstand käme...

Vielleicht meinst du gar keine richtigen Forststraßen, sondern Rückegassen? Die brauchen wir gar nicht einzeichnen.

Mondschein wrote:

Was ist richtig?
Wer verbessert das Wiki?

Bitte keine Schnellschüsse. Beispiel für "nicht möglich" sind versperrte Tore. Da ist oft nicht ersichtlich, ob ein Eintreten verboten ist. Es reicht, dass es unmöglich ist.

Wenn das Befahren einer Straße wegen ihrer Beschaffenheit nicht möglich ist, sollte man kein access=no setzen, sondern ein disused=yes oder abandoned=yes oder, wenn es nur an einer bestimmten Stelle ein Hindernis gibt, ein entsprechendes barrier=*. Aber bitte kein barrier=tree, sondern barrier=log.

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#21 2012-05-30 21:47:39

Taunide
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Registered: 2011-02-23
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Meine Unzufriedenheit mit smoothness hat mit der Deutschen und englischen WIKI Seite zu dem Tag zu tun, und den dazugehörigen Bildbeispielen. Die sind allesamt PKW-orientiert.  Schon der Mountainbiker wünscht sich mehr Klassifizierung als nur "impassable" und "very horrible" (er hat ja mtb_scale). Und dann geht der Tag von der Vorstellung bewuchs- und hindernissfreier Wege aus, die aber nicht der täglichen Realität in deutschen Wäldern entspricht. Und machen wir uns nichts vor: die Forstverwaltungen werden zunehmend weniger Mittel aufwenden können Wege regelmässig zu räumen. Das Problem nimmt beständig zu.

Beim Tag access sehe ich ebenfalls in erster Linie "legal access". Plus/einschliesslich faktische, physische Absperrungen (eingezäunte Flächen, verschlossene Tore), die ja normalerweise eine "legale Basis" haben sollten... deswegen tue ich mich so schwer damit einfach zugewachsene Wege mit access=no zu taggen, weil man ja noch durch dürfte, wenn es denn ginge...

Bei Deinem Bildbeispiel, Netzwolf, würde ich den Weg wohl highway=path taggen. Allerdings ein sehr schmaler Kandidat, grenzwertig zu highway=footway. Ein Zusatztag horse=critical ist schon deswegen angebracht, denn nicht jeder Reiter wird hier gern reiten wollen. Und das Hinderniss, also der Punkt, scheint ein Fall für horse=unsuitable, wenn es da links so steil runtergeht wie rechts. Zumindest bis da jemand mit der Klappsäge die Äste eng am Stamm abgesägt hat. Dann kann man den Burschen evtl springen, aber nur für eingespielte, sichere Teams. Und bicycle=dismount ist wohl auch angebracht. Und was sagt mtb_scale dazu? (über smoothness braucht man hier wirklich nicht reden)

Last edited by Taunide (2012-05-30 21:54:18)

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#22 2012-05-30 21:55:33

chkr
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Re: Waldwege mit Hindernissen

fkv wrote:

Beispiel für "nicht möglich" sind versperrte Tore. Da ist oft nicht ersichtlich, ob ein Eintreten verboten ist. Es reicht, dass es unmöglich ist.

Boah - und mir wirft man vor, dass ich mich zu häufig zu kompliziert ausdrücke. Wetten, dass der Sinn deiner Aussage sich nur einem Bruchteil der Leser erschliesst, den man in Promille messen kann!

Gruss Christian

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#23 2012-05-30 22:18:07

chkr
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Re: Waldwege mit Hindernissen

Taunide wrote:

Meine Unzufriedenheit mit smoothness hat mit der Deutschen und englischen WIKI Seite zu dem Tag zu tun, und den dazugehörigen Bildbeispielen. Die sind allesamt PKW-orientiert.  Schon der Mountainbiker ...

Wie eben im Nachbarthread schon angemerkt: Du tust der Diskussion (und dem Fortschritt in der Sache selbst) keinen Gefallen, wenn du die Interessen von "Randgruppen" so in den Vordergrund rückst.

Die ganze Chose (Dokumentation und Umsetzung in Programmen und Karten) funktioniert schon für die Standardkategorien "PKW", "Morotorrad" und "Fahrrad" nicht. Erwartest du ernsthaft, dass sie jetzt schon für "Reiter" und "Mountainbiker" - welche überhaupt - die zerfallen intern doch auch wieder in mehrere Kategorien mit unterschiedlichen Anforderungen - funktioniert?

Typischerweise geschieht Entwicklung meinen Erfahrungen zufolge doch von Allgemeinem zum Speziellen ...

Gruss Christian

Last edited by chkr (2012-05-30 22:54:45)

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#24 2012-05-30 22:44:55

Taunide
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Re: Waldwege mit Hindernissen

fkv wrote:

Vielleicht meinst du gar keine richtigen Forststraßen, sondern Rückegassen? Die brauchen wir gar nicht einzeichnen.

Weder Strassen noch Gassen, sondern unbefestigte Waldwege. Die sind in unseren "amtlichen" Topographischen Karten 1:25.000 (TK25) auch genauso eingetragen.
Über diese Wege fahren die Jäger nur selten zu ihren Hochsitzen, da müssen sie hinterher den Wagen waschen. Und die Forstverwaltungen meinen wohl häufig auf diese Wege verzichten zu können, bis zum nächsten Kahlschlag. Dann räumt man sie (wieder mit maschineller Hilfe) eben wieder auf, und ob in der Zwischenzeit irgendwelche Erholungssuchenden sie benutzen können, interessiert die nicht weiter, sind ja keine Wanderwege. Ich mach mal Bilder wenn ich wieder so einen Weg seh.

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#25 2012-05-30 23:10:28

Taunide
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Registered: 2011-02-23
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Re: Waldwege mit Hindernissen

chkr wrote:
Taunide wrote:

Meine Unzufriedenheit mit smoothness hat mit der Deutschen und englischen WIKI Seite zu dem Tag zu tun, und den dazugehörigen Bildbeispielen. Die sind allesamt PKW-orientiert.  Schon der Mountainbiker ...

Wie eben im Nachbarthread schon angemerkt: Du tust der Diskussion (und dem Fortschritt in der Sache selbst) keinen Gefallen, wenn du die Interessen von "Randgruppen" so in der Vordergrund rückst.

Randgruppen sind wohl eher diejenigen die auf Alpenpisten Auto fahren (das ist legal kaum noch möglich) und dazu tags wie smoothness brauchen. In den allermeisten Weltegegenden fahren die Leute auf Wegen wie vom Bildbeispiel "horrible" übrigens mit normalen PKW und nicht mit den angeblich benötigten "heavy duty offroad vehicles". Ich besitze ein solches Gefährt und weiss wofür man es (stattdessen) braucht.

Im Unterschied zu dieser sicherlich sehr kleinen Gruppe gibt es tausende, vielleicht zehntausende Mountainbiker in Deutschen Wäldern und ebensoviele Reiter. Die stehen aber vor gänzlich anderen Herausforderungen. Diese sind von der Art, wie man sie hier immer wieder diskutiert. Und gäbe es passende tags dafür wären die Kartierungsregeln einfacher und man bräuchte eine Menge weniger zu diskutieren und hätte mehr Zeit fürs mappen.

Ich würde auch "smoothness" benutzen-- leider tendiert der Mehrwert den es mir bringt bei den Wegen, die ich tagge, gegen Null -- gegenüber den klassischen drei Standard-Tags Tags highway, tracktype und surface. Wenn mir häufiger Graswege (tracktype=grade5) mit smoothness=excellent unterkämen wäre das vielleict anders. Aber die sind schon der Gattung nach horrible oder very horrible, und die Entscheidung zwischen diesen beiden überlasse ich gern denen die mit solchen Bewertungen ihre Zeit verbringen möchten.

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